Ermittlungen

Nach Steinwurf von Winterberger Brücke: Das droht den Tätern

Ein Stein, der von einer Brücke in Winterberg geschmissen wurde, traf die Windschutzscheibe des Wagens.

Ein Stein, der von einer Brücke in Winterberg geschmissen wurde, traf die Windschutzscheibe des Wagens.

Foto: Polizei

Winterberg.  In Winterberg werfen mutmaßlich Jugendliche Steine von einer Brücke. Sie treffen ein Auto. Die Tat kann für sie vor Gericht schwere Folgen haben.

Der Steinwurf von der Fußgängerbrücke hinter dem Herrloh-Tunnel in Winterberg vom 16. Oktober kann für die Täter schwerwiegende strafrechtliche Konsequenzen haben.

„Bei einer Anklage kommt in solchen Fällen zum Beispiel ein versuchtes Tötungsdelikt oder ,Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr’ in Frage“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Arnsberg der Westfalenpost. Welches Delikt angeklagt werde, sei abhängig von den Ermittlungsergebnissen. „Die Größe der Steine, die auf die Straße geworfen wurden, spielen dabei sicherlich eine wichtige Rolle – ebenso das Alter der Tatverdächtigen.“

Jugendliche aus Winterberg, Medebach und Schmallenberg unter Verdacht

Die Polizei hatte am Tatort fünf Jugendliche im Alter von 15 bis 20 Jahren aus Winterberg, Medebach und Schmallenberg unter Tatverdacht befragt. Sie sollen kurz vor Mitternacht Schottersteine von der Brücke auf die Bundesstraße 236 geschmissen haben. Ein Stein hatte den BMW eines 20-jährigen Mannes aus Olsberg-Wiemeringhausen getroffen. Seine Windschutzscheibe war stark beschädigt worden. Verletzt wurde niemand.

Die tatverdächtigen Jugendlichen wurden bislang nur unmittelbar nach der Tat am Tatort befragt. „Die weiteren Vernehmungen stehen noch aus. Die Ermittlungen in dem Fall dauern an“, sagte eine Polizeisprecherin.

Bei der Spurensicherung am Tatort hatten Polizeibeamte mehrere Schottersteine auf der B 236 gefunden und la Beweismaterial sichergestellt. „Es handelt sich dabei um etwa drei Zentimeter große Steine, die jeweils rund 20 Gramm schwer sind“, so die Polizeisprecherin zur WP.

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