Stadtentwicklung

Neue Entwicklungen bei IKEK-/ISEK-Projekten in Winterberg

In Niedersfeld liegt mit der Neuen Mitte das größte der Winterberger ISEK-Projekte. Doch wegen Verzögerungen beim Grundstückserwerb könnte es in Gefahr geraten.

In Niedersfeld liegt mit der Neuen Mitte das größte der Winterberger ISEK-Projekte. Doch wegen Verzögerungen beim Grundstückserwerb könnte es in Gefahr geraten.

Foto: Hans Blossey

Winterberg.  Im Haupt- und Finanzausschuss gab es auch einen Zeitplan-Entwurf, unter anderem für die beiden größten Projekte in Siedlinghausen und Niedersfeld.

Im Juli waren die Bescheide gekommen (die WP berichtete), jetzt kamen die IKEK- und ISEK-Fördermittel erstmals wieder auf die politische Tagesordnung: im Haupt- und Finanzausschuss.

IKEK/ISEK

Dort gab es einen Sachstandsbericht und einen Ausblick auf den Zeitplan. Die höchste Priorität unter den ISEK-Projekten haben das „Zukunftszentrum Siedlinghausen“ und die „Neue Mitte Niedersfeld“ bekommen.

„In Siedlinghausens Mitte gibt es viele Baustellen – nicht nur die Schule. Gut, dass das als Gesamtprojekt gesehen wird“, freute sich Hans Walter Schneider (SPD). Mit einer umfangreichen Bürgerbeteiligung entstehe hier eine große Chance für den Ort.

Das sah auch der Bürgermeister so: „Daraus könnte ein zweiter Bahnhof Winterberg werden“, meinte Eickler mit Verweis auf dessen Wandlung vom Schandfleck zum Vorzeigeprojekt. Derzeit prüft die Verwaltung, wie die Ausschreibung aussehen muss; wenn ein Planungsbüro gefunden ist, sollen die ersten Schritte schon im Winter eingeleitet werden.

In Niedersfeld sind wie berichtet neben der Kirche ein kleiner Mehrgenerationenpark und eine Immobilie für barrierefreies Wohnen geplant. Allerdings ist das dafür verplante Grundstück noch in Privatbesitz. Noch dieses Jahr muss es der Stadt gehören, sonst fließen keine Fördermittel.

Das setzt die Niedersfelder unter Druck: Der in Berlin lebende Eigentümer lasse sich unerfreulich viel Zeit, kritisierte Heinrich Schmidt (CDU). „Der Weg für den von dem Mann gewünschten Tausch gegen Bauflächen ist frei“, betonte Eickler, und schickte in Richtung Schmidt hinterher: „Ihr müsst den jetzt im Ort überzeugen!“ Gelingt das, soll Mitte 2020 der Abriss des verfallenen Gebäudes stattfinden.

Digitalpakt

Die Verteilung der Fördermittel aus dem Digitalpakt Schule gab Stadt-Pressesprecherin Rabea Kappen bekannt. Demnach erhalten die drei Grundschulen zusammen 199.000 Euro; das Gymnasium 270.000 Euro und die Sekundarschule ebenfalls 270.000 Euro, die aber gemessen an den Schülerzahlen zwischen den Standorten Winterberg und Medebach aufgeteilt werden.

Beim Digitalpakt Schule stellt der Bund Geld für die digitale Ausstattung von Schulen zur Verfügung. Die Förderhöhe beträgt 90 Prozent; zehn Prozent Eigenanteil muss die Stadt in ihre kommenden Haushaltspläne einrechnen. Bürgermeister Eickler: „Damit sollte es gelingen, innerhalb der nächsten zwei Jahre die Digitalisierungsprojekte umzusetzen.“

Ehem. Schule Siedlinghausen

Die ehemalige Sekundarschule in Siedlinghausen ist erst seit zwei Monaten geschlossen, doch bereits jetzt komme es im Schulhofbereich immer wieder zu Vandalismus, berichtete die Verwaltung im Ausschuss. Deshalb plane man dort die Montage von auch nachtsichtfähigen Kameras und einer Sirene.

Die Bilder der Kameras sollen auf dem Handy eines Mitarbeiters auflaufen, der ebenfalls per Handy die Sirene auslösen kann. Torben Firley (SPD) regte zusätzlich die Installation von Bewegungsmeldern und Beleuchtung an. Der Vorschlag soll geprüft werden.

Diskutiert wurde auch, angestoßen von Johannes Hellwig (CDU), was mit den Gruppen passieren soll, die in der ehemaligen Schule üben. Nach eingehender Debatte wurde entschieden, dass bereits bestehende, regelmäßige Vereinbarungen (wie für das Blutspenden, die Kleiderbörse und die Jagdhornbläser) vorläufig weiter gelten sollen.

Neue Gruppen werden nicht mehr zugelassen. Wenn die künftige Nutzung des Gebäudes feststeht, müssen alle bisherigen Nutzer sich andere Räume suchen.

Heimatpreis

Die politische Einigkeit in der Sitzung fand nur bei einem Tagesordnungspunkt ihr Ende: Zweimal schriftlich abstimmen mussten die Ausschussmitglieder, bis die Träger des Heimatpreises feststanden.

Zehn Gruppen und Vereine aus dem Stadtgebiet hatten sich für diese neue Landesförderung beworben, die in drei Stufen vergeben werden sollte: Für den ersten Platz 3000 Euro, für den zweiten und dritten 1500 bzw. 500 Euro. Die meisten Stimmen (7) konnte der Förderverein Westdeutsches Wintersport-Museum auf sich vereinen. In der Stichwahl dreier Bewerber um Platz zwei und drei holte der Bäderverein Siedlinghausen acht Stimmen, die Dorfgemeinschaft Grönebach sieben. Der Singing Circle Winterberg kam auf den vierten Platz.

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