Garten

Neue Trends für den Garten sind auch in Brilon zu sehen

Thomas Brülle bemerkt eine Zeit des Umbruchs und einen langsamen Wechsel hin zu sommerlichen Pflanzen. Fotos:Kevin Kretzler

Thomas Brülle bemerkt eine Zeit des Umbruchs und einen langsamen Wechsel hin zu sommerlichen Pflanzen. Fotos:Kevin Kretzler

Brilon/Medebach.   Mit dem Frühling und den steigenden Temperaturen beginnt für viele Hobbygärtner die neue Saison. Experten erklären, was es zu beachten gilt.

Der Frühling ist da und mit ihm entsprechende Temperaturen. Da kann auch die Gartenpflege auf den Plan treten und mit ihr der ein oder andere Trend. „Jetzt beginnt gerade ein Umschwung“, sagt Thomas Brülle, Inhaber der Gärtnerei Sonnenau in Lippstadt und auf dem Briloner Wochenmarkt mit einem Stand vertreten.

„Für die Sommerpflanzen ist es lange schwierig gewesen wegen des Bodenfrostes, und die Frühlingspflanzen haben jetzt langsam ausgedient.“ Für ihn dreht sich in den heimischen Gärten und auf den Balkonen immer mehr um Gemüse. „Tomaten, Gurken, aber auch dann ein paar Blumen dazwischen ist ein Trend. Das ist nicht mehr so klassisch, wo nur eine Hängegeranie auf dem Balkon zu sehen ist“, erklärt Brülle weiter.

Das ist auch Andrea Willeke von der gleichnamigen Gärtnerei aus Madfeld aufgefallen. „Viel Gemüse wird im Moment selbst angebaut. Älteren Menschen macht das sehr viel Spaß, aber auch die jüngeren Generationen beschäftigen sich wieder mit dem Thema.“ Doch bei den Neulingen fehlt laut der Expertin noch das Wissen auf dem Gebiet, weil sie sich in jungen Jahren nicht mit der Pflanzenwelt beschäftigt haben. „Aber das ändert sich, wenn sie selbst Kinder haben. Der eigene Nachwuchs soll wieder mit einem Garten aufwachsen. Sie machen sich schlau und pflanzen an.“

Für Georg Kordes, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Medebach, gibt es aber noch einen weiteren Trend zu beobachten. „Es wird auch viel darauf geachtet, dass der eigene Garten bienenfreundlich ist. Also keine Kieslandschaft, sondern eine Vielfalt an Blumenanlagen, die genug Pollen und Nektar zu bieten haben.“Für den Anbau auf dem eigenen Balkon oder dem eigenen Beet gibt es laut den Experten gar nicht so viel zu beachten. Vor allem sollte keine Chemie zum Einsatz kommen.

Also einfach Erde in einen Topf stecken und die Pflanze dazustellen? Fast. „Bei einer Gemüsepflanze können einfach fünf Köpfe in den Topf, die werden gegossen, Blumenerde dazu, denn da ist schon ein Düngevorrat drin und dann steht nach sechs bis acht Wochen die Ernte an“, sagt Thomas Brülle. Späne sollten erst hinzugegeben werden, wenn die ersten Erträge geerntet wurden. Denn dann habe der Boden stark an Nährstoffen verloren und brauche Unterstützung. Dafür muss aber nicht die Blumenerde komplett getauscht werden. Brülle: „Dann können die Blumen auch bis in den Herbst hinein blühen.“

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