Feuerwehr

NRW-Innenminister Reul löst in Olsberg ein Versprechen ein

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NRW-Innenminister Herbert Reul (mi.) informierte sich jetzt im Feuerwehrhaus des Löschzugs Bigge-Olsberg gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Fischer (li.) und der Leitung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Olsberg über die Folgen des Großbrands im Feuerwehrhaus

NRW-Innenminister Herbert Reul (mi.) informierte sich jetzt im Feuerwehrhaus des Löschzugs Bigge-Olsberg gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Fischer (li.) und der Leitung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Olsberg über die Folgen des Großbrands im Feuerwehrhaus

Foto: Stadt Olsberg

Olsberg/Bigge.  Vor einigen Monaten brannte die Feuerwehr Olsberg – eine Katastrophe. Der Schaden war enorm. Der NRW-Innenminister war jetzt am Unglücksort.

Es gehe ihm darum, bekannte NRW-Innenminister Herbert Reul, ein Versprechen einzulösen, das er am 14. September 2021 gegeben hatte – einen Tag, nachdem ein Großfeuer das Feuerwehrhaus des Löschzuges Bigge-Olsberg zerstört hatte. Damals hatte er Olsbergs Bürgermeister Wolfgang Fischer einen Besuch am Ort des Geschehens zugesagt. Jetzt war Reul in Olsberg, um sich aus erster Hand zu informieren, wie es weitergeht mit dem Brandschutz im Stadtgebiet.

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Hintergrund: Direkt nach dem verheerenden Feuer in der Unterkunft der Bigge-Olsberger Brandschützer hatte der NRW-Innenminister den telefonischen Kontakt zu Wolfgang Fischer gesucht – um sich nach dem aktuellen Sachstand zu erkundigen; aber auch danach, wie man helfen könne. Der Olsberger Bürgermeister dankte für diese Bereitschaft – und auch für den Minister-Besuch. Das zeige, welchen Stellenwert der Brandschutz für Herbert Reul habe – und auch das Wort, das er gegeben habe.

Großbrand im Feuerwehrhaus Revue passieren lassen

Anhand von Fotos ließ Bürgermeister Fischer gemeinsam mit der Leitung der Freiwilligen Feuerwehr sowie den Spitzen von Rat und Verwaltung den Großbrand im Feuerwehrhaus Revue passieren. Besonders bemerkenswert: Schon am Abend des Brand-Tages konnte der Löschzug Bigge-Olsberg seine Dienstbereitschaft wieder herstellen – mit Fahrzeugen und Material, das von verschiedenen Wehren und Kommunen zur Verfügung gestellt worden war. Von allen Seiten habe es Hilfsangebote gegeben, erläuterte Wehrführer Marc Stappert: „Bei 70 Anrufen habe ich aufgehört zu zählen.“

Um die langfristige Neuaufstellung der Freiwilligen Feuerwehr im Olsberger Stadtgebiet hinzubekommen, werden jedoch noch weitere Eigenschaften gefragt sein. So könne das Feuerwehrhaus in der Ramecke nicht mehr dauerhaft genutzt werden, da das 1974 in Dienst gestellte Gebäude die Anforderungen an eine moderne Feuerwehr-Arbeit nicht mehr erfülle, unterstrich Wolfgang Fischer. Das Umkleiden in der Fahrzeughalle sei nur ein Beispiel dafür – Vorschriften zur Unfallverhütung lassen dies nicht mehr zu.

Schwierig, Areal zu finden

Für ein zeitgemäßes Feuerwehrhaus benötige man ein Grundstück mit einer Größe von mindestens 4500 Quadratmetern – der Rat habe die Stadtverwaltung beauftragt, nach möglichen Arealen zu suchen. Bei einer Topographie wie im Sauerland sei schon das nicht einfach: Gesetzlich vorgeschriebene Hilfefristen müssen eingehalten werden, der Standort selbst soll für die Feuerwehrkameraden und –kameradinnen gut erreichbar sein. Derzeit laufen Untersuchungen, wo das Feuerwehrhaus des Löschzuges künftig angesiedelt werden könnte.

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Und dabei gehe es keineswegs nur um die „zentrale Wache“: Die Wehr bestehe aus einem Löschzug und neun Löschgruppen – fünf Feuerwehrhäuser müssten künftig weitgehend erneuert werden. Die Gebäude stammten aus den 1960-er und 1970-er Jahren – zum einen sind sie baulich in die Jahre gekommen, zum anderen haben sich die Vorgaben für die Feuerwehr-Arbeit geändert. Für die Kommunen seien diese Investitionen ein echter Kraftakt, so Fischer. Deshalb äußerte er gegenüber Reul die Anregung, sich für eine Fortsetzung von Förderprogrammen für die Erneuerung von Feuerwehrhäusern einzusetzen.

Für die Kommunen seien solche Investitionen eine echte Unterstützung, um schnelle und professionelle Hilfe in Notfällen gewährleisten zu können: „Jeder Euro ist willkommen.“ Eine Botschaft, die Innenminister Herbert Reul in die Landespolitik mitnehmen will.

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