Gesundheit

Nur ein kleiner Piks: Sauerländer schützen sich vor Grippe

Tut nicht weh! Jetzt ist die richtige Zeit für die Grippeschutzimpfung.

Tut nicht weh! Jetzt ist die richtige Zeit für die Grippeschutzimpfung.

Foto: Martin Schutt / dpa

Brilon.  Ein kleiner Piks und schon ist man gegen die Influenza geschützt. Kreisamtsarzt Dr. Kleeschulte erklärt, warum der Grippeschutz so wichtig ist.

Wenn die Tage kürzer werden, das Wetter nasser und der Bedarf an Taschentüchern höher, dann steht der Herbst vor der Tür. Und mit ihm auch die Zeit von Erkältungen und laufenden Nasen. Wer sich jedoch vor der Influenza, also der „echten“ Grippe schützen will, sollte sich nun impfen lassen.

Jetzt ist die richtige Zeit

Das rät Kreisgesundheitsarzt Dr. Peter Kleeschulte auf Anfrage. „Der Oktober und November sind genau die richtigen Monate, um früh genug vorzubeugen“, sagt der Experte. Besonders Menschen, die über 60 Jahre alt sind, Schwangere, chronisch Erkrankte sowie Medizinisches Personal sollten sich vor der Grippe schützen, teilt Kleeschulte mit.

Menschen, die allergisch gegen den Impfstoff (z.B. bei einer Eiweißallergie) oder zum Zeitpunkt des Impftermins erkrankt sind, müssen dies ihrem Hausarzt mitteilen bzw. einen neuen Termin ausmachen.

Wirkstoff ist besser

Wie viele Impfstoff eine Arztpraxis bestellt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Es gibt keine vorgeschriebenen Mengen, der Arzt muss selber kalkulieren - und dabei auch wirtschaftlich denken, sagt Dr. Kleeschulte. Denn Impfrationen, die übrig bleiben, können nicht aufbewahrt werden. Das liegt maßgeblich daran, dass der Stoff nicht jedes Jahr identisch ist. In diesem Herbst und Winter wird ein Vierfach-Wirkstoff genutzt, der besser wirken soll als im vergangenen Jahr.

Wie sehr in diesem Jahr die Influenza zuschlagen wird, könne man vorher nicht verlässlich prognostizieren, sagt Dr. Peter Kleeschulte. Unstrittig ist aber, dass in den kalten Monaten die Ansteckungsgefahr erheblich zunimmt. Unter anderem deshalb, weil sich mehr Menschen in geschlossenen Räumen aufhalten. Auch das Händeschütteln ist nach Ansicht des Kreisgesundheitsarztes Schuld daran, dass sich Krankheiten schnell verbreiten. „Generell, aber gerade zu Grippezeiten ist das gründliche Händewaschen unheimlich wichtig“, stellt Dr. Kleeschulte klar. Und mit gründlich meint er die Benutzung von Seife und eine Waschdauer von mindestens 20 bis 30 Sekunden. „Das ist ein sehr wirksamer Weg, um krankmachende Viren und Bakterien wegzuspülen.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben