KUMA

Ohne Quengeln mit Kindern durchs Museum

Kinder im KUMA mit Museumspädagogin

Foto: Claudia Pape

Kinder im KUMA mit Museumspädagogin Foto: Claudia Pape

Oberschledorn.   Leader-Projekt mit Oberschledorn Aktiv, der Hanse-Grundschule und der Universität Siegen hat erforscht, wie Museen für Kinder interessant werden

„Boah, wie lange denn noch?“ „Wann gehen wir endlich hier raus?“ Welche Eltern kennen diese Fragen nicht? Der lang geplante Familienausflug mit Museumsbesuch wird für alle zur Geduldsprobe: Die Kinder finden es langweilig und die Eltern haben durch das Gequengel ihres Nachwuchses auch nicht viel von der Ausstellung. Am Ende sind alle genervt.

Im Kultur- und Malzentrum in Oberschledorn, kurz KUMA, mit der Ausstellung „Künstler-Atelier Bergenthal“ soll das nicht so sein und deshalb startete im November 2016 ein LEADER-Projekt (Projekt der europäischen Union zur Förderug der ländlichen Entwicklung) als Weiterentwicklung des Regionaleprojektes „Land Leben Heimat“. Kooperationspartner waren der Verein Oberschledorn aktiv, die Hanse-Grundschule und die Universität Siegen. Ziel ist es, das Angebot des KUMAs mit dem Lehrplan abzustimmen und fest in den Schulen zu etablieren.

Ausstellungsstücke finden, die Kinder interessieren

Dazu nahmen einige Studenten rund um Junior-Prof. Dr. phil. Daniel Mays, Swaantje Brill (wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Siegen) und die Museumspädagogin Mirjam Elburn genau unter die Lupe, bei welchen Museumsobjekten die Schüler länger verweilen und was sie mehr oder auch weniger interessiert.

Die Universität konzentrierte sich dabei auf die Entwicklung und wissenschaftliche Begleitung von didaktischen Ansätzen für den Sachunterricht für Grundschulkinder in der Ausstellung „Künstler-Atelier Bergenthal“.

So sind zum Beispiel einige Führungsangebote für Schulklassen erarbeitet worden, die jedoch auch für Einzelbesucher interessant sein können. Daneben gibt es einen Museumskoffer, der den Kindern schon in der Schule Lust auf mehr machen soll. Die Kirchenmaus Kumi begleitet die Schüler durch die Ausstellung und Extras wie ein sogenannter chinesischer Korb oder Fokusröhren machen den Museumsbesuch zu einem Erlebnis mit allen Sinnen. An der Überkopfmalstation können nicht nur kleine Besucher ausprobieren, wie es ist, als Maler über Kopf ein Kirchengewölbe künstlerisch zu gestalten und zu bemalen.

Museumspädagogische Veranstaltungen runden das Angebot ab. Kürzlich wurden nun eine Themenführung für Kinder mit Museumspädagogin Mirjam Elburn und ein Workshop für Lehrerinnen und ehrenamtlichen Helfer des Ortes angeboten. Dabei entstanden Linoldrucke und getöpferte Selbstporträts, um das neue museumspädagogische Programm des KUMAs vorzustellen und die Kooperation zwischen Schule und Museum zu fördern.

Fertiges Konzept feierlich an Verein übergeben

Danach wurde in einer kleinen Feierstunde im Museum das vollständige Konzept der Universität Siegen an Sabrina Hellwig von Oberschledorn aktiv übergeben. Gemeinsam mit Johannes Koert, Claudia Brass und Andrea Donner arbeitete sie vor Ort mit den Kindern und stand in ständigem Kontakt zu deren Lehrern und der Universität. „Ich hoffe, dass diese Arbeit nicht umsonst war und die Schulen unser Angebot auch wirklich annehmen“, wünscht sich Sabrina Hellwig für die Zukunft.

Vormerken sollten sich Interessierte bereits den 10. Mai (Christi Himmelfahrt). Dann gibt es ein großes Sommerfest mitten auf dem Dorfplatz vor dem KUMA. Eine gute Gelegenheit für alle, die das KUMA noch nicht kennen und für die, die es noch besser kennenlernen möchten, sich die Werke der Künstlerfamilie Bergenthal und anderer heimischer Künstler anzuschauen. Mehr Infos, auch zum Kursangebot, gibt es online auf www.oberschledorn-aktiv.de.

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