Bauantrag

Olsberg bekommt einen neuen Getränkemarkt in der Innenstadt

In Olsberg soll ein neuer Getränkemarkt entstehen. Der Ausschuss „Planen und Bauen“ diskutiert allerdings über die Sinnhaftigkeit hinter dem Vorhaben.

In Olsberg soll ein neuer Getränkemarkt entstehen. Der Ausschuss „Planen und Bauen“ diskutiert allerdings über die Sinnhaftigkeit hinter dem Vorhaben.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Olsberg.  „Braucht es noch einen Getränkemarkt?“ Im Olsberger Ausschuss wurde darüber diskutiert. Der Bauantrag geht trotzdem durch. Wo der Markt entsteht:

Olsberg bekommt einen neuen Getränkemarkt. Der Ausschuss „Planen und Bauen“ hatte über den Bauantrag eines großen Discounters beraten und dem – trotz einiger Bedenken bei den Ausschussmitgliedern – zugestimmt.

Ein knapp 500 Quadratmeter großer Getränkemarkt soll in der Carls-Aue-Straße entstehen. Bauherr soll das Unternehmen Netto sein. Auf Anfrage der WP Brilon heißt es dazu aber nur seitens Christina Stylianou, Leiterin Unternehmenskommunikation von Netto Marken-Discount: „Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir aufgrund des frühen Planungsstatus keine weiteren Informationen zu möglichen Aktivitäten an diesem Standort kommunizieren können.“

Getränkemarkt in Olsberg: Politik äußert sich erst skeptisch

Im Ausschuss wurden während der Beratungen die kritische Frage laut, ob es denn noch einen weiteren Getränkemarkt brauche. Man sei doch versorgt, die Fläche sei zudem für die Schaffung von Wohnraum geeignet. Bauamtsleiter Hubertus Schulte hält dagegen. „Bis 800 Quadratmeter greift das Einzelhandelskonzept nicht, eine Änderungssperre wäre daher nicht sinnvoll.“ Man sei schlicht zu spät dran, um eine Änderung der Flächennutzung zu erwirken. Auf einen Nenner kam der Ausschuss dann bei der Empfehlung an die einzelnen Fraktionen, die Entwicklung an der Hauptstraße gezielter in den Blick zu nehmen. So solle beraten werden, wie man dort weiter vorgehen wolle um das Stadtbild zu gestalten.

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Alfred Metten (SPD) wies darauf hin, dass das Grundstück ohnehin eine „Ruine“ sei und man froh sein könne, dass diese nun genutzt werde. Der Ausschuss erteilt das Einvernehmen für das Bauvorhaben. Insgesamt wurden acht Bauanträge im Ausschuss beraten.

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