Musik

Olsberg: Blasmusik unter Bäumen beim „Kleinen Waldkonzert“

Olsberg.  Musikverein „Eintracht“ und die Schützenbruderschaft St. Michael Olsberg laden zum „Kleinen Waldkonzert“ im Hasley. Das Interesse war groß.

Endlich ich wieder Blasmusik und das auch noch im Hasley beim „Kleinen Waldkonzert“. Dazu hatte der Musikverein „Eintracht“ und die Schützenbruderschaft St. Michael Olsberg die Musikfreunde eingeladen, wenn aufgrund der derzeit geltenden Corona-Bestimmungen mit einigen Einschränkungen. Es hieß zwar kleines Waldkonzert, doch das Interesse war groß.

Auch bei den befreundeten Schützenbruderschaften des Musikvereins und interessierten Musikerinnen und Musikern aus den Nachbarorten und so waren die kostenlosen Karten schnell vergriffen. Auch wenn sich die „Eintracht“ durch das spektakuläre Balkonkonzert im Parkhotel und kleine sonntägliche Auftritte im Frühjahr in den sozialen Medien in Erinnerung brachte, wurde schnell deutlich: „Irgendetwas hat gefehlt“. Vor allem das Hasley, das Schützenfest und eben die Blasmusik.

An Corona-Regeln gehalten

Und so kam am späten Samstagnachmittag zumindest ein Hauch von Schützenfest-Flair auf. Zur gleichen Zeit, wie sonst am Schützenfestsamstag, wenn die Michaelsschützen ihren Vogel aufsetzen, wurde nach langer Zeit das Hasley endlich einmal wieder mit Leben erfüllt, so Olsbergs Oberst Tobias Klauke nach zweieinhalb Stunden Blasmusik vom Feinsten.

Nicht nur das Publikum achtete auf die strenge Einhaltung der Corona-Regeln, sondern auch die Aktiven hielten genügend Abstand zueinander als sie das Konzert mit dem Kerntruppenmarsch des Heeresmusikkorps 1 eröffneten, dem der Marsch der Batallions-Garde und der Walzer „Blitz und Donner“ von Johan Strauss folgte.

Spätestens jetzt, beim Walzer No. 2, wechselte die Besetzung des Großen Blasorchesters unter der Leitung von Michael Lohmeier, da aus Platzgründen immer nur 28 Musikerinnen und Musiker „ran“ durften. Die anderen warteten im Hintergrund auf ihren Einsatz bei nächsten Märschen, wie „Die Sonne geht auf, dem Regimentsmarsch oder dem „Abschied der Slavin“.

Allerdings hatte die Eintracht ihren Gästen nicht nur Märsche und Walzer zu bieten, sondern lockerte ihr Programm unter anderem mit einen Medley der Beatles und den „Rauschen Birken“ des legendären Ernst Mosch von den Egerländern auf.

Zugaben

Der zweite Teil des recht volkstümlichen Konzerts gehörte den „Hasleymusikanten“ mit Christian Becker am Dirigentenpunkt. Er war erneut von einigen Märschen, wie der „Kaiserin Sissy Marsch“ und insbesondere von Polka-Klängen geprägt. Die Musikfreunde waren begeistert, wie der Beifall nach dem Finale zeigte. „Dieses Konzert ist so richtig nach unserm Geschmack“, war schon vor den Zugaben zu hören.

Und da erfüllten die „Hasleymusikanten“ dem Publikum einen Ohrwurm, der längst ein Renner auf jedem Schützenfest geworden ist: „Dem Land Tirol die Treue“ von den Grubentalern.

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