Ernährung

One-Pot-Küche in Marsberg: Mehr als nur ein Eintopf

So sehen Gerichte der One-pot-Küche aus, die jetzt in Marsberg zubereitet werden.

Foto: VHS

So sehen Gerichte der One-pot-Küche aus, die jetzt in Marsberg zubereitet werden. Foto: VHS

Marsberg.  Beim VHS-Kurs in Marsberg zur One-Pot-Küche bereiten Teilnehmer kreative Gerichte in einem Topf zu. Rezepte gibt es von vegetarisch bis feurig.

Zeitmangel: Das war für Annelore Zieren der Hauptgrund, sich mit der One-Pot-Küche auseinanderzusetzen. „Als Berufstätige weiß ich, dass es manchmal flott gehen muss beim Kochen. Und trotzdem soll was Vernünftiges dabei rauskommen“, erklärt die Bürokauffrau. Die simple Idee der schnellen und kreativen Küche in einem Topf hatte es ihr deshalb sofort angetan. In einem VHS-Kurs am Dienstag, 14. November, gibt sie ihre Erfahrungen und Rezeptinspirationen weiter.

Biriyani – indischer Gemüsereis (vier Personen)

  • Zutaten: 250 g Basmatireis, ein kleiner Blumenkohl, zwei Zwiebeln, ein Stück Ingwer (ca. drei cm), 200 g Kartoffeln, zwei EL Olivenöl, Salz, Pfeffer, Garam Masala (indische Gewürzmischung), zwei EL Currypulver, 150 g griechischer Joghurt
  • Zubereitung: Reis mit kaltem Wasser abspülen. Mit 300 ml Wasser bedecken und ca. 20 Minuten einweichen. Blumenkohl putzen, waschen und in Röschen teilen. Zwiebeln und Ingwer schälen und fein würfeln. Kartoffeln schälen, waschen und in ca. zwei cm große Würfel schneiden. Öl in einem weiten Topf erhitzen. Zwiebeln und Ingwer darin andünsten. Kartoffeln und Blumenkohl zufügen. Mit Salz, Pfeffer und Garam Masala würzen. Reis samt Einweichwasser und Curry zugeben. 200 ml kochendes Wasser angießen und alles ca. zehn Minuten zugedeckt köcheln. Reis nochmals mit Salz, Pfeffer und Garam Masala abschmecken. Joghurt glattrühren und darüberträufeln.
  • Tipp: Dazu schmecken Röstzwiebeln, zwei Zwiebeln schälen und in feine Streifen schneiden. Zwei EL Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln darin kräftig anbraten. Zwei EL Zucker drüberstreuen und karamellisieren lassen. Röstzwiebeln über den Reis geben.

Zubereitungszeit: ca. 40 Minuten (während der Einweichzeit des Reis, kann das Gemüse schon mal vorbereitet werden.

Texas-Topf mit Creme fraiche (vier Personen)

  • Zutaten: Zwei rote Paprika, zwei Zwiebeln, eine Knoblauchzehe, vier grobe Bratwürste à ca. 100 g, zwei EL Öl, zwei EL Tomatenmark, ein bis zwei TL Gemüsebrühe (instant), 300 g TK-grüne-Bohnen, Salz und Pfeffer, zwei Dosen (à 425 ml) stückelige Tomaten, eine Dose (à 425 ml) Kidneybohnen, eine Dose (à 425 ml) Mais, ein Bund Lauchzwiebeln, 100 g Creme fraiche, 100 g Tortillachips, etwas Tabasco
  • Zubereitung: Paprika putzen, waschen und würfeln. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln. Bratwurstbrät als kleine Bällchen (ca. 20 Stück) aus der Haut drücken. Öl in einem Topf erhitzen, Bratbällchen darin ca. fünf Minuten anbraten. Herausnehmen, Zwiebeln, Knoblauch und Paprika im Bratfett kurz anschmoren. Tomatenmark einrühren und kurz anschwitzen. Ca. 400 ml Wasser zugießen und aufkochen. Brühe einrühren. TK-Bohnen zugeben und ca. fünf Minuten köcheln. Mit Salz und Pfeffer würzen. Tomaten zugeben und alles ca. 20 Minuten weiterköcheln. Kidneybohnen in ein Sieb gießen, abspülen und abtropfen lassen. Mais abgießen, Lauchzwiebeln und Bratbällchen ca. fünf Minuten vor Ende der Garzeit in die Suppe geben und mitkochen. Eintopf mit Salz, Pfeffer und Tabasco abschmecken. Creme fraiche und Tortillachips dazu reichen.

Zubereitungszeit: ca. 50 Minuten

Die Herkunft

„Alles fing an mit der One-Pot-Pasta“, sagt Annelore Zieren. Soße vorbereiten, Gemüse anbraten, gleichzeitig die Nudeln al dente kochen und rechtzeitig abgießen? Bei der One-Pot-Pasta nicht nötig. Alle Zutaten kommen gleichzeitig in den Topf. „Die Nudeln saugen sich richtig voll mit der Brühe, in der sie kochen und nehmen einen viel intensiveren Geschmack an, als wenn sie bloß im Wasser gegart werden“, erklärt die 56-Jährige. Durch Zeitschriften und Fernsehshows wurde sie aufmerksam auf den Koch-Trend aus den USA – und probierte ihn in der heimischen, Marsberger Küche direkt aus.

Die Idee

„Bei der One-Pot-Küche geht es um schnelles und gesundes Essen“, erklärt Annelore Zieren. Ein zusätzliches Schmankerl: „Man hat kaum Abwasch. Ich bin jedenfalls froh, wenn ich nach dem Essen nicht mehr in der Küche rumprötteln muss“, so die Marsbergerin. Zu schnell werde im Alltagsstress auf Döschen und Fast Food zurückgegriffen. Die One-Pot-Küche biete eine abwechslungsreiche und zeitsparende Alternative.

Die Zielgruppe

„Für Berufstätige ist die Koch-Idee super geeignet“, sagt Zieren. „Man braucht nicht fünf Töpfe und kann nach der Arbeit schnell etwas Gutes auf den Tisch bringen.“ Auch für junge Leute sei die One-Pot-Küche ideal. „Meine Tochter studiert und ich weiß, dass es da oft schnell gehen muss.“ Für Studenten gehört das lästige Abspülen oft zum Koch-Vergnügen dazu. Bei der One-Pot-Küche wird das Geschirr auf ein Minimum reduziert.

Die Besonderheit

Während herkömmliche Eintöpfe oft mit Hülsenfrüchten zubereitet werden, lässt die One-Pot-Küche dem Koch viele Möglichkeiten. „Linsen-, Erbsen-, oder Bohneneintopf sind ja die klassischen Eintöpfe, die unsere Mütter und Omas gekocht haben“, sagt Annelore Zieren. „Bei der One-Pot-Küche ist man viel flexibler, kann sich selbst was einfallen lassen.“ Ob Fleisch, Fisch, Soße, Reis oder frisches Gemüse: „Es gibt tausende Möglichkeiten. Eigentlich kann man alles verwerten, was Kühlschrank und Vorratskeller so hergeben.“

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