EU-Politik

Viele Firmen im HSK profitieren von Reform gegen Klimasünder

Die WEPA Fabrik in Giershagen.  

Foto: Hans Blossey

Die WEPA Fabrik in Giershagen.   Foto: Hans Blossey

Hochsauerlandkreis.  Reform zur Regelung des Europäischen Emissionshandelssystems: Firmen, die in Umweltschutz investiert haben profitieren laut Peter Liese.

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Das Europäische Parlament hat die Reform des Europäischen Emissionshandelssystems (ETS) beschlossen. Das Emissionshandelssystem verlangt von Fabriken und Kraftwerke, dass sie für jede Tonne produziertes schädliches Klimagas zahlen, indem sie dafür ein Zertifikat kaufen.

Betroffen ist auch die Stahlindustrie

Von der Reform betroffen sind unter anderem die Papier-, Zement-, Kalk- und Stahlindustrie wie die Papier-Hersteller WEPA in Arnsberg-Müschede und Giershagen sowie im Kalksektor die Firma Rheinkalk in Messinghausen.

Durch die niedrigen Preise für die Verschmutzungszertifikate hätten Unternehmen kaum einen Anreiz in klimafreundliche Technologie zu investieren gehabt und somit Kosten zu sparen, so der heimische Europa-Abgeordnete Peter Liese (CDU) in einer Mitteilung. Dies habe eine Reform notwendig gemacht, so dass die Kosten für die Verschmutzungsrechte steigen.

Auf der anderen Seite seien auch für heimische Unternehmen, die schon heute klimafreundlich produzieren und in den vergangenen Jahren viel Geld in neue Technik investiert hätten, Schutzmaßnahmen notwendig, so dass sie nicht unverhältnismäßig belastet und mit alten, ineffizienten Fabriken und Kraftwerken gleichgestellt würden. Daher würden Unternehmen, die auf dem neuesten Stand der Technik produzieren, kostenlose Zertifikate erhalten.

Wer investiert, wird belohnt

Liese, umweltpolitische Sprecher der EVP-Christdemokraten, begrüßte den Beschluss: „Durch die Reform wird der CO2-Preis pro Tonne ausgestoßenem Gas deutlich ansteigen und das System wird somit endlich seinen Zweck erfüllen, nämlich Investitionen in klimafreundliche Technologien herbeizuführen.“Wer investiere werde belohnt, während Klimasünder bestraft würden.

„Wir brauchen für die energieintensive Industrie, die aus technischen Gründen nicht CO2-frei produzieren kann, Schutzregeln damit sie nicht abwandert. Die Reform schützt damit Arbeitsplätze auch bei uns in Südwestfalen.“

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