Freilichtbühne Hallenberg

Peter Pan kämpft in Hallenberg gegen fiesen Käptn

Käptn Hook und Peter Pan in einer spannenden Kampfszene.

Käptn Hook und Peter Pan in einer spannenden Kampfszene.

Foto: Jutta Klute

Hallenberg.   Super witzig, richtig rasant und spannend ist das Kinderstück Peter Pan, das jetzt auf der Freilichtbühne Hallenberg Premiere gefeiert hat.

Wenn Käptn Hook und Peter Pan in wilden Kampfszenen die Klingen kreuzen, ist richtig Action im Hallenberger Nimmerland. Vor allem die vielen Kinder, die bei der Premiere auf der Freilichtbühne im Publikum sitzen, fiebern natürlich mit, wenn`s drum geht: Wird der Junge, der nie erwachsen werden will, dem fiesen Piraten-Kapitän zeigen, wo`s langgeht? Und: Werden die verlorenen Kinder zu ihren Eltern zurückkehren?


Peter Pan Freilichtbühne Hallenberg 2019 Foto: Jutta Klute


Ihren Anfang nimmt die Abenteuer-Geschichte im Haus der Familie Darling. Eines nachts erscheint Peter Pan dort mit seiner vorlauten Elfe Tinkerbell, richtig schön frech dargestellt von Jana Jochimsthal, im Kinderzimmer. Er überredet die Geschwister, gelungen besetzt mit Laura und Bastian Briel und Til Althaus, mit ihm nach Nimmerland zu fliegen. Ihre Eltern, ebenfalls sehr schön gespielt von Kathrin Schmidt und Volker Gehrisch, sind verzweifelt.

Mit viel Witz und Komik

Fröhlich-forsch und sehr präsent füllt Medin Jakupovic seine Hauptrolle als Peter Pan aus. Mutig stellt er sich mit seinen Freunden dem grausamen Käptn Hook entgegen, der übrigens genial von Ulrich Cappel dargestellt wird: Da stimmen Mimik, Gestik und Situationskomik und sorgen für witzige Unterhaltung - super ergänzt von der restlichen, herrlich trotteligen Piratenschar.

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Als die Piraten die Häuptlingstocher Tigerlilly entführen - Sophie Glade schlüpft mit viel Empathie in diese Rolle - müssen die Kinder gemeinsam mit Peter Pan viele Abenteuer bestehen. Neben den wirklich eindrucksvollen Kampfszenen, die unter Leitung von Werner Schwager einstudiert worden sind, entwickelt sich auf der Bühne ein buntes Treiben mit Gesang, Tanz und so manchem Überraschungseffekt. Toll, dass sich in Hallenberg auch immer wieder Talente finden, die nicht nur schauspielern, sondern auch singen können. Die passend auf die Szenen abgestimmte Musik zum Stück hat übrigens Stefan Wurz selbst geschrieben.

Farbenfrohe Tanzeinlagen

Die Songtexte und die gesamte Textvorlage für das Stück stammen aus der Feder von Bärbel Kandziora. Mit Peter Pan ist es ihre als Regisseurin auch in diesem Jahr wieder hervorragend gelungen, ein Stück mit unglaublich viel Komik und Schwung auf die Hallenberger Naturbühne zu bringen, bei dem man das Gefühl hat, jeder Darsteller ist genau am für ihn richtigen Platz im Einsatz. Für Schwung sorgen neben der Musik natürlich besonders die vielen Tanzeinlagen, einstudiert von Jessica Krüger. Farblich besonders schöne Hingucker sind die farbenfrohen Elfen, die Indianer, die Nixen, aber auch die toll kostümierten Indianer beeindrucken bei ihren musikalisch entsprechend untermalten Auftritten.

Ein besonderer Hingucker ist das Krokodil, gespielt von Marius Schmidt, der auch seine gesangliche und tänzerische Qualitäten zeigt. Den Krokodilsong „Leibgericht“ hat Miriam Bendit geschrieben. Insgesamt stehen bei Peter Pan rund 80 Darsteller im Alter von 5 bis 75 Jahren auf der Bühne - neben den Hauptdarstellern auch Bettelkinder, Wolken, ein Chor, Nixen ...

Und nicht zu vergessen, wie Albert Winter als Vorsitzender der Freilichtbühne betont, sind natürlich die vielen Akteure, die man nicht sieht - in der Technik, beim Bühnenaufbau, in der Schneiderei, im Kartenverkauf, als Ordner und in der Maske.

Das Publikum - rund 650 Zuschauer sind zur Premiere gekommen - lässt sich vom Treiben auf der Bühne begeistert mitreißen. Und so klatschen und singen schließlich alle mit, damit die Elfe Tinkerbell nicht sterben muss. Damit das gelingt, müssen allerdings alle ganz fest an Elfen glauben. Klar, dass das alle gerne tun, denn schließlich soll die Geschichte am Ende ja für alle gut ausgehen...

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