Tierquälerei

Polizei glaubt: In Marsberg wurden Hasen Augen ausgestochen

Tatort Kolsberg Ranch: Auf dem Gelände des Hofs wurden von unbekannten Tätern mutmaßlich die Hasen gequält.

Tatort Kolsberg Ranch: Auf dem Gelände des Hofs wurden von unbekannten Tätern mutmaßlich die Hasen gequält.

Foto: Annette Dülme

Marsberg.  Auf der Kolsberg Ranch bei Marsberg werden Hasen entdeckt, denen die Augen fehlen. Es gibt einen schrecklichen Verdacht. Die Polizei ermittelt.

Schockierendes Verbrechen in Marsberg: Auf der Kolsberg Ranch, die in Not geratenen Tieren und Menschen einen Zufluchtsort bietet, sind von unbekannten Tätern mehreren Hasen mutmaßlich die Augen ausgestochen worden.

Die Polizei bestätigte auf Anfrage den Eingang einer entsprechenden Anzeige. Demnach gilt als wahrscheinlich, dass die Augen der Tiere von Menschen entfernt wurden.

Polizisten hatten nach Angaben der Ranch-Inhaber vor Ort den Verdacht geäußert, das Delikt könne im Zusammenhang mit der Arbeit auf dem Hof stehen. Auch Polizeisprecher Holger Glaremin sagte zur WP: „Wir können nicht ausschließen, dass sich die Tat gegen die Betreiber der Ranch gerichtet hat.“ Wer sticht Tieren die Augen aus?

Wie in einem Horrorfilm

Die Betreiber der Ranch hatte die toten Tiere am Mittwochmorgen entdeckt. Die Tat könnte sich am Dienstag gegen 21.30 Uhr ereignet haben. Zu dem Zeitpunkt hatten Hunde auf dem Hof gebellt. „Ich dachte heute morgen, dass der Fuchs bei uns zugeschlagen hat. Als wir die Hasen, die noch da waren, einsammelten, fiel uns allerdings auf, dass sie völlig unversehrt sind, nur die Augen fehlten ihnen. Es ist wie in einem schlechten Horrorfilm“, schreiben die Betreiber bei Facebook. Ein Förster und ein Jäger seien zurate gezogen worden. Sie hätten unabhängig voneinander erklärt, dass wohl kein Tier die Hasen so zugerichtet habe.

Das Betreiber-Ehepaar hatte im Januar den die Kolsberg Ranch kurz vor Westheim übernommen. Dort boten sie zunächst alten, kranken und ungeliebten Tieren ein Zuhause. Jetzt bauen sie ihr Angebot für Menschen aus und möchten Frauen und Mädchen, die Opfer von Gewalt und Missbrauch wurden oder Menschen, die in einer schwierigen Situation sind, weil sie z.B. an Krebs erkrankt sind, einen Rückzugsort bieten.

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