Auszeichnung

Preis Pro Ehrenamt geht an Kerstin Neumann-Schnurbus

Bianca-Maria Clemens (rechts) und Andreas Humberg von der Volksbank übergeben den Preis Pro Ehrenamt an Kerstin Neumann-Schnurbus

Foto: Volksbank

Bianca-Maria Clemens (rechts) und Andreas Humberg von der Volksbank übergeben den Preis Pro Ehrenamt an Kerstin Neumann-Schnurbus Foto: Volksbank

Medebach.   Sie ist die Kümmerin im Hintergrund: Kerstin Neumann-Schnurbus ist für ihre zahlreichen Ehrenämter mit einem Preis ausgezeichnet worden

„Diese Auflistung müsste ausreichend sein für eine entsprechende Würdigung.“ Das schreibt Josef Drilling aus Medebach am Ende des Briefes, mit dem er Kerstin Neumann-Schnurbus für den Preis Pro Ehrenamt vorschlägt. Das sah die Jury des Preises genauso.

In der Tat ist die Liste von Ehrenämtern, die die 50-jährige Medebacherin ausübt, lang. Besonders intensiv hängt ihr Herz am Heimat- und Geschichtsverein, in dem sie seit ihrer Jugend Mitglied ist. Ihr umfangreiches Wissen über die Stadtgeschichte und die Exponate des Städtischen Museums teilt sie gern mit Gästen bei einer ihrer vielen Führungen. Führungen für Kinder („die lieben z.B. die Ritterrüstungen“) aus den örtlichen Kindergärten und Schulen gehören ebenso dazu wie thematische Stadtführungen.

Bei den kulinarischen Führungen beispielsweise sind Einkehrmöglichkeiten fest eingeplant. „Geschichte mit Leckerchen“ nennt Neumann-Schnurbus das. Ganz besonders gern gibt sie die von ihr selbst entwickelten Gruselführungen. „Mit echten Dämonen“, wie sie betont. Bei diesen Führungen im Dunkeln erfahren Teilnehmer zum Beispiel etwas über die manchmal gruselige Geschichte von Medebacher Häusern und Straßennamen. „Ich finde, dass Geschichte alles andere als trocken ist. Deshalb versuche ich, sie als leichte Kost zu vermitteln.“

Erfolg auch durch gute Vernetzung

Auch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und mit Geflüchteten in Medebach trägt an vielen Stellen ihre Handschrift. So ist sie u.a. Integrationsbeauftragte der Jugendabteilung des TuS Medebach. „Die Geflüchteten hier im Ort kenne ich, glaube ich, alle mit Namen.“ Erfolgserlebnisse seien z.B., wenn Teilnehmerinnen aus dem Schwimmkurs für Flüchtlingsfrauen das Seepferdchen schaffen oder Geflüchtete in einer Sportmannschaft Fuß fassen. Durch gute Vernetzung seien auch oft Hilfen zwischen den verschiedenen Organisationen möglich. „Manchmal braucht ein Verein dringend etwas, das Mitglieder eines anderen abgeben können.“

Beim jährlichen Fußballcamp des TuS Medebach managt Neumann-Schnurbus den organisatorischen Teil. Sie sorgt dafür, dass die 50 Kinder verpflegt werden, beschafft Trikots, klebt Pflaster, achtet darauf, dass Kinder ihre Medikamente pünktlich einnehmen und sich keinen Sonnenbrand holen. Auch beim Ferienlager der Kolpingsfamilie ist sie aktiv.

Viele ihrer anderen Ehrenämter haben mit einer weiteren Leidenschaft, dem Schreiben, zu tun. So ist sie Schriftführerin des TuS Medebach und des Stadtsportverbands, macht die Pressearbeit für mehrere Vereine und arbeitet beim Gemeindebrief der ev. Kirchengemeinde mit. Leser der WP kennen ihren Namen von zahlreichen Artikeln, die sie als freie Mitarbeiterin verfasst hat.

Beendet ist die Liste damit nicht: Außer diesen Tätigkeiten ist sie u.a. in der Kooperation Fußball – Schule – Verein, bei der Gestaltung des Ferienprogramms der Touristik Medebach, in der AG Flüchtlinge und Asyl, der ev. Kirchengemeinde, der Schulpflegschaft des Gymnasiums und im Vorstand des Kreissportbundes in Bestwig tätig. „Man kann schon was bewegen – man muss es eben tun“, sagt sie. Hauptberuflich arbeitet die zweifache Mutter als Zahnmedizinische Fachassistentin und lehrt auch an der Berufsschule in Korbach.

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