Ferienregion

Profil für die Marke Winterberg : Rat stimmt Tourismuskonzept zu

Ein Skisport-Wochenende mit Bilderbuchwetter in Winterberg.

Foto: Rita Maurer

Ein Skisport-Wochenende mit Bilderbuchwetter in Winterberg. Foto: Rita Maurer

Winterberg.   Die Ferienregion Winterberg und Hallenberg soll durch Projekte gestärkt werden. Kosten: rund 880 000 Euro. Es gibt Schwächen im Sommertourismus.

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Der Rat der Stadt Winterberg hat am Donnerstagabend über das Tourismuskonzept Winterberg 2020plus (wir berichteten) beraten. Bei dem Projekt geht es u. a. darum, ein klares Profil für die Marke Winterberg zu etablieren und die Stadt sowie ihre Umgebung auch im Sommer attraktiver für Gäste zu machen. Eindeutig stimmte der Rat für das Tourismuskonzept, nachdem Bürgermeister Werner Eickler darauf hinwies, wie wichtig es sei, die Politik als Mitspieler zu haben.

Winterberg hat eine sehr gute Ausgangssituation

Zuvor stellte Peter Kowalsky das neue Konzept mit den bisherigen Ergebnissen in einer gemeinsamen Sitzung dem Projektbeirat und dem Stadtrat vor. Er betonte, dass der Vortrag eher einen Übergang zu den nächsten Schritten darstelle und keine abschließende Vorstellung der Endergebnisse sei. Kowalsky ist Senior Consultant beim Unternehmen Project M und hat das Tourismusprojekt von Beginn an begleitet. „Winterberg hat eine sehr gute Ausgangssituation besonders für Kurzurlaube“, so Kowalsky. Trotzdem sei das Angebot der Stadt in den Sommermonaten für Gäste nicht eindeutig genug. Er betonte: „Es muss ein klares Profil, eine klare Marke her.“ Dies wolle man mit dem Tourismuskonzept 2020plus verbessern.

Internet und Co.: Verbesserte Webpräsenz geplant

Dafür gebe es zehn konkrete Schlüsselprojekte, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen. Unter anderem stehe die Entwicklung einer mehrjährigen Image- und Markenkampagne, die Verbesserung der Webpräsenz, der zielgruppenspezifische Ausbau und eine Anpassungsstrategie an den Klimawandel im Fokus. So sollen vor allem auch wetterunabhängige Freizeitangebote entstehen.

Die Kosten für das Tourismuskonzept betragen zwischen 880 000 und 885 000 Euro, so Kowalsky. Er meint: „Gerade für die Image-Kampagne muss man Geld in die Hand nehmen.“ Zum Teil seien die Kosten bereits im Budget der Winterberg Touristik und Wirtschaft enthalten. Für ihn stehe besonders die Zusammenarbeit und eine enge Einbindung der Leistungsträger im Vordergrund: „Die Umsetzung muss gemeinsam erfolgen – als Team.“

Wahrnehmungsproblem im Sauerland

In der anschließenden Diskussion mit dem Projektbeirat, der bereits 18 Monate in das Projekt eingebunden ist, und den Fraktionen wurden einzelne Aspekte des Projektes angesprochen. Martin Schnorbus (CDU) erwähnte, dass mittlerweile auch die Sommermonate in Hinblick auf Übernachtungen schon recht gut seien.

Tourismuschef Michael Beckmann erwiderte, dass es dennoch ein Wahrnehmungsproblem im Sauerland gebe und dieses gemeinsam mit dem Sauerland gelöst werden müsse. Denn nicht nur die Ost- und Nordsee, Tirol oder Willingen seien im Sommer Mitbewerber. Auch in Nordrhein-Westfalen, gerade auch im Ruhrgebiet, wachse die Konkurrenz.

In Hallenberg ist in der Kultur ganz groß

Auch der Aspekt der Zusammenarbeit sowohl mit den Ortsteilen Winterbergs als auch mit der Stadt Hallenberg stand im Fokus der Diskussion. Laut Beckmann werde es eine Dachmarke „Winterberg“ geben. Von dieser sollen gleichzeitig auch alle Orte, die zur Ferienregion gehören, profitieren.

Bürgermeister Eickler betonte: „Auch die Dörfer haben Merkmale. Und Hallenberg ist in der Kultur ganz groß. So kann die Stadt auch uns helfen.“ Die Zusammenarbeit innerhalb der Kernstadt als auch in den Ortsteilen sei bereits gut. Dennoch solle das Miteinander auch in Zukunft weiterhin ausgebaut werden.

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