Eröffnung

Rathaus wird auch kulturelles Zentrum

Das neue Rathaus wurde in einem Festakt seiner Bestimmung übergeben.

Das neue Rathaus wurde in einem Festakt seiner Bestimmung übergeben.

Foto: WP

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Mit einem Festakt wurde gestern Morgen das neue Medebacher Rathaus offiziell seiner Bestimmung übergeben und auch der kirchliche Segen erteilt.

Welchen Stellenwert das Rathaus hat, das nach 166 Jahren wieder an seinen angestammten Platz zurückkehrt, brachte das BRASSination-Quintett mit dem Triumphmarsch aus „Aida“ gleich zum Auftakt eindrucksvoll auf den Punkt.

Im Beisein vieler Bürger, mit Altbürgermeister Heinrich Nolte an der Spitze, betonte Bürgermeister Thomas nicht ohne Stolz, dass der vorgegebene Kostenrahmen von 3,8 Millionen Euro (plus Grundstücks- und Abrisskosten) kaum überschritten werde, wobei auch das Kosten/Leistungsverhältnis voll und ganz stimme.

Das sei vor allem auch ein Verdienst des Architekten-Trios Köster-Saure/Donner/Groß sowie des Rates und der Ausschüsse, „die in insgesamt 107 Sitzungen darüber beraten und auch gewacht haben, dass die vorgegebenen Kriterien eingehalten werden“. Außerdem stellte Grosche fest, dass hier ein echtes Konjunkturpaket aufgelegt wurde. Immerhin seien von der gesamten Bausumme 2,1 Millionen Euro der heimischen Wirtschaft zu Gute gekommen sowie eine weitere Millionen in der Region Hochsauerlandkreis/Raum Korbach geblieben.

Barrierefrei

Grosche unterstrich auch in seiner Ansprache, dass mit dem neuen Rathaus ein modernes, barrierefreies Dienstleistungsunternehmen im Herzen der Stadt entstanden sei. Ohnehin werde das Rathaus seitens der Bevölkerung gut angenommen und sicherlich auch als kulturelles Zentrum von sich reden machen.

Abschließend bedankte sich der Hausherr bei seinem Vorgänger Heinrich Nolte mit einem Bild des neuen Rathauses, schließlich sei er es gewesen, der sich über Jahre für den Bau eines neuen Rathauses eingesetzt habe.

Architektin Helga Köster-Saure lobte die gute Zusammenarbeit aller am Bau Beteiligten, die dieses Werk im Herzen der Stadt in nur 19-monatiger Bauzeit und ca. 38 500 Arbeitsstunden erstellt haben. Und in einem kleinen Rückblick berichtete sie in einer Zeitreise über die wahrlich stürmische Geschichte der Medebacher Rathäuser und ihrer Standorte.

Die beiden Kollegen der Architektin, Peter Groß und Willi Donner, berichteten Details über die gesamte Baumaßnahme und stellten vor allem die hochmoderne Heiztechnik mit Erdwärme heraus, die vor allem, was den Kostenfaktor betrifft, nur Vorteile mit sich bringe.

Kirchlicher Segen

Bevor das Rathaus zur Besichtigung für die Bevölkerung freigegeben wurde, erbaten die beiden Pfarrer der Stadt, Dirk Gresch von der katholischen und Uwe Steinmann von der evangelischen Kirchengemeinde, Gottes Segen für das Objekt, das laut Pfarrer Steinmann genau zwischen den beiden Kirchen am richtigen Standort liege. Einem Standort, der es nötig habe, wenn man den wilden Gerüchten Glauben schenke, die sich um die einstmals dort ansässige Discothek „Hazienda“ ranken.

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