Gesundheit

Reha-Zentrum verlässt das Maria-Hilf Krankenhaus in Brilon

Das Promotio zieht vom Briloner Krankenhaus an die Möhnestraße: Promotio-Inhaber Torsten Vogel, Pflegedienstleiter Thomas Pape, Ärztlicher Direktor Dr. Marc Garbrecht und Maria-Hilf-Geschäftsführerin Sonja Drumm.

Das Promotio zieht vom Briloner Krankenhaus an die Möhnestraße: Promotio-Inhaber Torsten Vogel, Pflegedienstleiter Thomas Pape, Ärztlicher Direktor Dr. Marc Garbrecht und Maria-Hilf-Geschäftsführerin Sonja Drumm.

Foto: Jürgen Hendrichs

Brilon.   Die Promotio-Praxis, die bislang am Maria-Hilf beheimatet war, zieht um. Weshalb sich die Praxis so entschied und was das fürs Krankenhaus heißt.

Neue Wege an neuem Standort: Patienten aus Brilon und der Umgebung müssen sich künftig umstellen, denn die Promotio-Praxis – bisher am Maria-Hilf – wird in einigen Monaten den Standort wechseln – nach 17 Jahren.

Nachfrage nach Präventions- und Fitnessangeboten

Wenn das „Promotio“ zum Jahresende vom Krankenhaus an die Möhnestraße wechselt, hat das „rein unternehmerische Gründe“.

Damit weist Torsten Vogel, Inhaber des Zentrums für Rehabilitation und Prävention, die zurzeit in Brilon sprießenden Gerüchte über mögliche andere, in Zusammenhang mit dem Krankenhaus stehenden Gründe zurück. Der 44-Jährige hat die ehemalige ATU-Niederlassung erworben und will nach 17 Jahren im Krankenhaus schlicht und einfach der steigenden Nachfrage nach Präventions- und Fitnessangeboten zeitgemäß Rechnung tragen und expandieren. Die Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus bleibt bestehen. Vogel: „Wir werden den gemeinsamen Weg weiter gehen.“

50 bis 60 Maria Hilf-Patienten behandeln Spezialisten

Rund 50 bis 60 Maria Hilf-Patienten behandeln die Spezialisten aus dem gut zwei Dutzend Köpfe zählenden, interdisziplinär aufgestellten „Promotio“--Team pro Tag, das ist immerhin gut ein Drittel der durchschnittlichen Krankenhaus-Belegung. Schwerpunkte der ergo- und physiotherapeutischen Anwendungen sind dabei die Bereiche Kardiologie, Geriatrie und Orthopädie bzw. Unfallchirurgie. „Nicht wegzudenken“, so der Ärztliche Direktor des Krankenhauses, Dr. Marc Garbrecht, sei die „Promotio“-Unterstützung bei der Mobilisierung von Herzinsuffizienz-Patienten, die bettlägerig eingeliefert werden und die „das Laufen wieder lernen müssen“.

Im Endoprothetik-Bereich, nach einer neuen Hüfte oder einem neuen Knie, geht das heute ganz flott. „Da holen wir die Patienten am Tag nach der OP aus dem Bett“, sagt Torsten Vogel: „Nach ein, zwei Tagen laufen sie wieder.“

Am neuen Standort 500 Quadratmeter mehr

Da hat sich seit dem Jahr 2002, als das Reha-Zentrum noch auf gerade einmal 100 qm im Erdgeschoss des Krankenhauses eröffnete, vieles gewandelt. So habe sich zum Beispiel - Sonja Drumm: „Das geben die Krankenkassen vor.“ - die Verweildauer der Patienten enorm verkürzt. 20 Minuten dauert eine Behandlungs-Einheit, die direkt bei den Patienten auf dem Zimmer vorgenommen wird.

Rund 700 Personen suchen im Schnitt pro Woche die Promotio-Praxis in der vierten Etage des Krankenhauses auf. Rund 900 qm Nutzfläche steht unterm Dach für die unterschiedlichsten physio- und ergotherapeutischen Anwendungen, Fitness und Wellness zur Verfügung. Die Trainingsgeräte entsprechen den neuesten sportmedizinischen Erkenntnissen, wie etwa die zehn eGym-Kraftstationen, bei denen sich die gemeinsam mit dem Therapeuten ausgearbeiteten und einprogrammierten Übungsvorgaben via Display einhalten und verfolgen lassen.

Grundverständnis von Gesundheit verändert

An der Möhnestraße stehen Torsten Vogel und seinem Team rund 1200 qm Nutzfläche zur Verfügung. Im bisherigen Werkstatttrakt sollen die Ergo- und Physiotherapie untergebracht werden, im ehemaligen Verkaufsraum der Service-Bereich sowie Gruppenräume, und im früheren Lager auf rund 280 qm der großzügige Trainingsbereich. Darüber, im Obergeschoss, will Torsten Vogel das Refugium für Wellness- und Entspannung einrichten.

„In den vergangenen Jahren hat sich das Grundverständnis von Gesundheit verändert“, sagt Maria Hilf-Chefin Sonja Drumm. Die Menschen sind bereit, präventiv mehr zu tun und sich das auch etwas kosten zu lassen. Als Unternehmer sieht Torsten Vogel die Zeit gekommen, mit dem Umzug „auch andere Bereiche zu erschließen“.

Hier finden Sie noch mehr Nachrichten, Fotos und Videos aus dem Altkreis Brilon.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben