Ausstellung Stadtmuseum Brilon

Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold: Engagement für die Demokratie

Wanderausstellung: „Für eine starke Republik! Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold 1924-1933“

Wanderausstellung: „Für eine starke Republik! Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold 1924-1933“

Foto: Joachim Aue

Brilon.   Im Briloner Stadtmuseum ist eine Wanderausstellung eröffnet worden. Sie widmet sich einer Bewegung zur Stärkung der Demokratie.

Die Wanderausstellung: „Für eine starke Republik! Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold 1924-1933“, will den Bürgern im Haus Hövener ein Stück Geschichte näher bringen. Wie dem guten Besuch bei der Eröffnung am Sonntag zu entnehmen war, scheint diese Ausstellung von großem Interesse sein. Eingeladen hatte die SPD im Hochsauerlandkreis gemeinsam mit dem Stadtmuseum.

Bewusstsein für die Demokratie stärken

Neben Brilons Bürgermeister Dr. Christof Bartsch, seinem Vorgänger Franz Schrewe und dem stellvertretende Landrat Dr. Michael Schult waren auch viele Heimatfreunde gekommen - unter anderem Brilons Propst Dr. Reinhard Richter und die Vorsitzende des Olsberger Heimatbundes, Ursula Balkenhol. Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold wurde 1924 zur Verteidigung der Demokratie und der Weimarer Republik gegründet, so Dirk Wiese in seiner Begrüßung. Der heimische Bundestagsabgeordnete betonte auch, dass die Ausstellung das Bewusstsein stärken solle, wie wichtig die parlamentarische Demokratie für das Zusammenleben ist. Über die Entwicklung dieser Organisation berichtet die Ausstellung und schildert auf 27 Bannern mit ausdrucksstarken Fotos und Dokumenten das Engagement und die Bedeutung des Reichbanners Schwarz-Rot-Gold für die demokratische Weimarer Republik. Auch im Sauerland gab es einige Ortsgruppen, in denen sich größtenteils Sozialdemokraten sowie einige Mitglieder des Zentrum und der DDP zusammengeschlossen hatten.

Überparteiliche Bewegung

In einem Grußwort erinnerte Hausherr Winfried Dickel daran, dass die Organisation „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold 1924 – 1933“ eine überparteiliche Bewegung zur Bewahrung und Rettung der Demokratie in der Weimarer Republik gewesen sei, auch wenn die Mehrzahl der Mitglieder und führenden Köpfe, Sozialdemokraten waren. Das zeige die Ausstellung, die in Verbindung mit der Gedenkstätte „Deutscher Widerstand aus Berlin“ mehr als eindrucksvoll und sei besonders für Schulklassen geeignet, die freien Eintritt haben.

Farben der Freiheit

In seiner Eröffnungsansprache ließ Dr. Christoph Thüer die Geschichte der Reichsbanner-Bewegung Revue passieren und nannte die Briloner Josef Rüther, Anton Schieferecke und Alfred Hahn als bekannte Reichsbanner-Mitglieder, die damals ein Bekenntnis zur Demokratie abgaben. Auch für sie waren Schwarz-Rot-Gold die Farben der Freiheit und der Demokratie sowie der Volkssouveränität, der Menschen- und der Grundrechte. Diese Farben hätten im Kontrast zum Schwarz-Weiß-Rot des Kaiserreiches ge-standen, jenen Farben die später auch von der NSPAP und der DNVP symbolisch genutzt wurden.

Eintritt für Schulklassen frei

Zu Hochzeiten habe das Reichsbanner um die drei Millionen Mitglieder gehabt, die versuchte mit einer Reihe symbolischer Aktionen ein Gegengewicht zu antisemitischen und antidemokratischen Kräften zu bilden. Die Ausstellung wird bei ebenfalls freiem Eintritt bis zum 20. April im Museum Haus Hövener zu sehen sein und dann weiter nach Meschede wandern, wo im Foyer der Sparkasse an „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold 1924-1933“ eringe gezeigt wird. Folgen Sie der WP im Altkreis Brilon auf facebook

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