Arbeitsunfall

Tödlicher Unfall bei Egger – Arbeiter psychologisch betreut

Die Firma Egger in Brilon. Am Mittwoch wurde eine Frau auf dem Gelände überfahren. Sie starb.

Die Firma Egger in Brilon. Am Mittwoch wurde eine Frau auf dem Gelände überfahren. Sie starb.

Foto: Blossey

Brilon.   Bei Egger in Brilon ist am Mittwoch eine Reinigungskraft von einem Gabelstapler überfahren und getötet worden. Mitarbeiter stehen unter Schock.

Schock bei der Firma Egger in Brilon: Eine 29 Jahre alte Reinigungskraft ist am Mittwochmorgen bei einem Arbeitsunfall ums Leben gekommen. Der tragische Zwischenfall ereignete sich gegen 7.15 Uhr in der Lkw-Verladehalle des Spanplattenwerks. Die Frau aus Bestwig wurde nach Angaben der Polizei von einem Gabelstapler erfasst. Dabei erlitt sie so schwere Verletzungen, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb. In der Vergangenheit hatte es wiederholt zum Teil tödliche Unfälle auf dem Gelände von Egger gegeben. Der schwerste liegt fast zehn Jahre zurück.

Wie es zu dem Unfall gekommen ist, wird derzeit untersucht. Die Kriminalpolizei sowie die Abteilung für Arbeitsschutz bei der Bezirksregierung haben die Ermittlungen aufgenommen. Die Halle wurde zu diesem Zweck gesperrt und das Verladen eingestellt.

Wie das Unternehmen mitteilt, werden die Mitarbeiter im direkten Umfeld der Unglücksstelle psychologisch und seelsorgerisch betreut; das Mitgefühl der Werksleitung und der gesamten Belegschaft gelte den Angehörigen und Freunden des Opfers.

Weitere tödliche Unfälle in dem Briloner Werk

In den vergangenen Jahren hatte es wiederholt Arbeitsunfälle in dem Briloner Unternehmen gegeben - zum Teil mit tödlichem Ausgang. Vor einigen Jahren war ein Mann ins Spanplatten-Presswerk geraten und tödlich verletzt worden.

Im Oktober 2016 hatte es ebenfalls einen tödlichen Arbeitsunfall bei Egger gegeben. Ein 31 Jahre alter Sägewerks-Mitarbeiter war ums Leben gekommen. Er hatte sich in einer Holzsortieranlage befunden und war von Baumstämmen eingeklemmt wurden. Er wurde so schwer verletzt worden, dass er noch an Ort und Stelle verstarb. Das Verfahren gegen einen Auszubildender wegen fahrlässiger Tötung war einige Monate später eingestellt worden.

Im Jahr 2010 war es zu dem bislang folgenschwersten Unfall in dem Briloner Sägewerk gekommen. Bei einer Explosion in einem Heizkessel des Holzstoff-Herstellers Egger starben drei Männer. Vier weitere wurden verletzt

Auch ein Schwelbrand im Altholzlager hatte vor einigen Jahren für Aufsehen gesorgt. Ein rund 20 Meter hoher Stapel hatte Feuer gefangen und tagelang gebrannt.

Das Werk in Brilon wurde 1990 erbaut. In den vergangenen fast 30 Jahren hat sich Egger zu einem der größten Arbeitgeber im Hochsauerlandkreis entwickelt. Anfangs waren bei Egger 240 Mitarbeiter beschäftigt. Derzeit arbeiten rund 1100 Menschen an dem Standort in Brilon.

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