Regionale Lebensmittel

Sauerländer Imker sagen, worauf man beim Honig achten soll

Regionaler Honig aus dem Sauerland wurde getestet.

Regionaler Honig aus dem Sauerland wurde getestet.

Altkreis Brilon.  Imker aus dem östlichen HSK schneiden bei der Landesprüfung mit Erfolg ab. Johannes Kinold aus Giershagen ist einer der besten Jungimker in NRW.

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Imker im östlichen Hochsauerlandkreis haben mit Hilfe ihrer Bienen haben in diesem Jahr wieder qualitativ hochwertigsten Honig erzeugt. Klaus Stute als Vorsitzender des Kreisimkervereins Brilon überreichte jetzt Imkern für ihren Spitzenhonig die Siegerurkunden.

Besonders erfreulich für den Marsberger Imkerverein war es, dass ihr jugendliches Mitglied Johannes Kinold aus Giershagen mit seinem Honig den „Sonderpreis des Landesverbandes für den besten Jungimker in der Altersgruppe 12 bis 18 Jahre“ erhalten hat.

1,8 Tonnen Honig wurden geprüft

Für die große Honigbewertung 2018 des Landesverbandes Westfälischer und Lippischer Imker waren an drei Tagen rund 30 Helfer bei der Landwirtschaftskammer in Münster im Einsatz, um die eingereichten 1173 Lose zu überprüfen.

Das waren 159 mehr als im Jahr 2017. Insgesamt durchliefen 3519 Gläser die Prüfstationen, das waren fast 1,8 Tonnen Honig. Imker aus 27 von 28 Kreisimkervereinen des Landesverbandes beteiligten sich an der Honigbewertung. Von den eingereichten Losen erhielten 97 eine Bronzemedaille, 248 Silber und 591 Gold.

Daran erkennt man einen guten Honig

„Qualitätshonig schmeckt so, wie er seiner trachtmäßigen Herkunft entspricht. Er ist sauber, unverfälscht, nicht verunreinigt bzw. kontaminiert, schonend gelagert und abgefüllt, wasserarm und was drauf steht, ist auch drin“, so Klaus Stute. Weitere Qualitätskriterien: ansprechende, einwandfreie, gleichmäßige Konsistenz (feinkristallin streichfähig oder flüssig), weitgehende Naturbelassenheit, ein Höchstmaß an Reife und eine einwandfreie Aufmachung.

Deutscher Honig – abgefüllt im Imker-Honigglas des D.I.B. (Deutscher Imkerbund) – solle stets hochwertige Qualitätsware, nämlich Spitzenqualität darstellen.

„Unser Honig unter dem Warenzeichen des D.I.B. muss somit wesentlich wasserärmer sein als die deutsche Honigverordnung vorschreibt“, so Stute. Solche Honige seien damit reifer, stärker von den Bienen bearbeitet, mehr eingedickt und mehr mit körpereigenen Stoffen angereichert. Darüber hinaus seien sie weniger gärungsgefährdet und in ihrem Aroma „abgerundet“ und „durchschmeckend“.

Honig ist nicht gleich Honig

Honig könne damit als vollwertiges Lebens- und Genussmittel bezeichnet werden, lobt Imker Klaus Stute aus Essentho die diesjährigen Honige. „Honig von unseren Imkern bedeutet Natur, Regionalität und Heimat. So vielfältig wie Landschaft, Klima, Boden und die Pflanzen, so reichhaltig und vielfältig sind auch die Honige. Jede Honigregion bietet diese Vielfalt und garantiert deshalb auch regionalen Genuss abseits jeder Massenware. Genießer suchen heutzutage immer mehr nach solchen Qualitätslebensmitteln“, wirbt der Imker für den Kauf von Produkten, die vor Ort produziert wurden.

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