100 Jahre

Sauerländerin Magdalena Wigge feiert ihren 100. Geburtstag

Magdalena Wigge feierte ihren 100. Geburtstag auch im Caritas-Tagespfleghaus. Mitarbeiterin Anna Borowkow überreichte ihr einen schönen Blumenstrauß.

Magdalena Wigge feierte ihren 100. Geburtstag auch im Caritas-Tagespfleghaus. Mitarbeiterin Anna Borowkow überreichte ihr einen schönen Blumenstrauß.

Foto: CARITAS BRILON / SANDRA WAMERS

Brilon/Padberg.  Magdalena Wigge aus Padberg feiert in Brilon ihren 100. Geburtstag. Ihr Rezept fürs glückliche Altern: Niemals unnötig über Dinge ärgern.

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Sahnetorte, Kaffee und ein Ständchen zum Geburtstag bekam jetzt Magdalena Wigge im Caritas-Tagespflegehaus St. Petrus und Andreas geschenkt. Im Hintergrund glänzte die Hundert – mit silberfarbenen Heliumballons war der Raum für die Seniorin geschmückt worden. Einen dreistelligen runden Geburtstag gab es dort zuvor noch nie.

Ihr Lieblingsspiel heißt: Mensch ärger dich nicht

„Wie wird man 100 Jahre alt, und das so glücklich und zufrieden“, fragte sich die Festgesellschaft. Die Antwort präsentierte die Jubilarin mit einem verschmitzten Grinsen: „Ich spiele mein Lebtag gerne Mensch ärger dich nicht und bin zuversichtlich, dass es irgendwie doch immer weitergeht.“ Nicht ärgern, sondern mutig und optimistisch auf das Leben schauen, das ist Magdalena Wigges Geheimrezept.hier gibt es mehr artikel und bilder aus dem altkreis brilon

Und sicherlich gehört auch das Heimatgefühl dazu. Das erfährt der Zuhörer, wenn die 100-Jährige aus ihrem Leben erzählt. Magdalena Wigge wurde am 8. Oktober 1919 in Padberg geboren. Ihrem Heimatort blieb sie ein Leben lang treu. „Meine Eltern hatten eine Schmiede, die mein Bruder übernahm“, erzählt Magdalena Wigge. Mit drei Brüdern und einer Schwester ist sie aufgewachsen. Als „eng und gut“ beschreibt sie die familiären Bande.

Zwei Kinder mit ihrem Mann Anton

Gemeinsam wirtschaften sie in Ackerbau und Viehzucht. „Milchkühe auf die Weide bringen, reinholen, melken, Heu machen, den großen Garten bestellen“, zählt die Jubilarin auf. Was heute trendy ist, war früher Alltagswerk: „Wir waren Selbstversorger.“1949 heiratet Magdalena Wigge ihren Mann Anton. Sie bekommen zwei Kinder, Theresia und Hildegard. Als sie Mutter wird, tritt sie in den Mütterverein ein, der späteren Katholischen Frauengemeinschaft Deutschland. Das war ebenfalls 1949 und Mitglied ist sie noch immer.

Neue Familie und im Tagespflegehaus gefunden

Die 100-Jährige mag es gesellig: „Die Treffen und Ausflüge fand ich gut.“ Mittlerweile fällt es ihr ein wenig zu schwer, daran teilzunehmen. Geselligkeit findet sie dafür in ihrer Familie und im Tagespflegehaus. „Da machen wir auch Ausflüge, zuletzt waren wir bei einer Brauereibesichtigung, die erste in meinem Leben“, erzählt die vierfache Oma wie sechsfache Uroma mit einem Augenzwinkern.

Zum 100. Geburtstag stößt Magdalena Wigge aber lieber mit einem Glas Sekt an und singt mit bei ihrem Geburtstagsständchen. „Singen und früher auch Socken stricken, das mag ich, das entspannt mich.“

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