Klimaaktion

Schüler der Sekundarschule Olsberg pflanzen 2100 Bäume

| Lesedauer: 3 Minuten
Die Pflanzaktion der Sekundarschule Olsberg.

Die Pflanzaktion der Sekundarschule Olsberg.

Foto: Joachim Aue

Olsberg.  Rund 40 Schülerinnen und Schüler pflanzen in Olsberg mehr als 2000 Bäume in die Erde. Die 15- und 16-Jährigen zeigten großes eigenes Engagement.

Mit einer großen Pflanzaktion am Langer- und am Zöllberg, am Dullenstock und auch am Borberg leisteten jetzt rund 40 Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Olsberg ihren ganz besonderen Beitrag für die Umwelt. Den jungen Leuten war es ein besonderes Anliegen bei der Aufforstung des durch die Borkenkäferplage zerstörten Waldes zu helfen. Als die 15- und 16-Jährigen der 10. Klassen an das Forstamt mit dem Wunsch an uns herantraten, uns zu unterstützen, fanden wir die Idee sofort richtig toll“, so der Koordinator, Revierförster Thomas Wullenweber. Auch die Olsberg-Gierskopper -Waldinteressenten, die Jagdpächter, Wald und Holz NRW und Sauerland Forst (u.a. Fa. Pieper Holz) als Partner zeigten sich vom Engagement mehr als angetan. So ganz unvorbereitet, nicht nur kleidungsmäßig, gingen die Zehntklässler nicht ans Werk. Bereits am Tag vor der Aktion erläuterten ihnen Referendare von „Wald und Holz“ mit einer Power-Point-Präsentation alles Wichtige übers Pflanzen, die Vegetation und die Schäden, die der Borkenkäfer angerichtet hat.

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Nachdem die geplante Aktion im letzten Jahr wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste, ging man mit Feuereifer auf einer Fläche von knapp zwei Hektar an die Arbeit.

Den Schülerinnen und Schüler standen insgesamt ein Dutzend Mitarbeiter von „Wald und Holz“ (Försterinnen/Förster, eine Forstreferendarin, ein Forstanwärter und Borkerkäferexperten) bei ihren Einsatz an vier so genannten Stationen mit Rat und Tat zur Seite. Unter anderem am Hang des Zwöllbergs, wo gleich 1.200 Roterlen in die vorbereiteten Löcher eingesetzt wurden. Gerade Roterlen seien für diesen Bereich als Vorwald geeignet, weil sie nicht so häufig vom Wild verbissen werden, so Alexandra Stracke vom Forstamt. „Das macht riesigen Spaß“, erzählt Jordan Rensing und unterstreicht, dass es alle in seiner Klasse richtig cool fänden, endlich einmal aktiv was für die Umwelt und den Klimaschutz tun zu können. Antonia Lüttkenhaus, Mitarbeiterin von „Wald und Holz“ weiß das zu schätzen und lobte vor einer Pizza in der Mittagspause: „Alle gehen sehr gewissenhaft zu Werke“.

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Im Borberg wurden anschließend Ahornsetzlinge gezogen. die später an einer anderen Stelle im Revier wieder eingepflanzt wurden, Parallel zur nahen Kreisstraße nach Brilon wurde außerdem unter fachmännischer Anleitung mit schwerem Gerät ein Bereich für einen so genannten Pflanzgarten eingezäunt. Hier soll eine bunt gemischte Auswahl im Sauerland noch recht seltener Baumarbeiten, wie Esskastanie, Baumhasel, Lindenblütrige Birke, Zeder, Lebensbau, Schwarznuss, Korsische Schwarzkiefer, Roteiche, Elsbeere, Winterlinde und Mammutbaum heimisch werden.

Auch die Olsberger Jägerschaft und Jagdpächter der Waldinteressenten zeigten sich erfreut, dass sie beim Bau von Hochsitzen in Wald und Flur tatkräftige Unterstützung bekamen.

Ein Projekt, das sich mehr als gelohnt hat, zog Lehrer Axel Struwe ebenso wie Förster Thomas Wullenweber am frühen Nachmittag ein erstes positives Fazit. Als der letzte der fast 2.100 Bäume, die bis zu 100 Jahre alt werden können, in der Erde war, lobten sie die Begeisterung der jungen Leute bei dieser freiwilligen Aktion.

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