Schützenfest

So will Antfeld wieder mehr Besucher zum Schützenfest locken

Für die junge Generation soll das Schützenfest künftig attraktiver werden.

Für die junge Generation soll das Schützenfest künftig attraktiver werden.

Foto: Joachim Aue

Antfeld   Um den sinkenden Besucherzahlen entgegenzuwirken, soll das Schützenfest künftig an zwei Wochenenden stattfinden. Davon sind nicht alle begeistert

Eine große Veränderung kommt auf die Schützenbruderschaft St. Sebastian 1871 Antfeld zu. Auf ihrer diesjährigen Generalversammlung stimmten die Mitglieder über einen neuen Ablauf des Schützenfestes ab und kamen zu dem Entschluss, dass es ab dem Jahr 2020 an zwei Wochenenden stattfinden wird.

Verein reagiert auf sinkende Besucherzahlen

„Die Entwicklung über die Jahre machte eine Veränderung notwendig“, sagt Willy Frese, Vorsitzender des Vereins, „Die Besucherzahlen sind rückläufig und da musste der Vorstand reagieren.“ Aber auch Teilnehmer an der Vogelstange zu finden sei von Jahr zu Jahr schwieriger. Ein Umstand, den Frese auch bei anderen Schützenfesten beobachtet hat. Am ersten Samstag im Mai soll das Vogelschießen stattfinden, wo neben dem Schützenkönig auch der Jungschützenkönig ermittelt wird. Das Hauptfest bleibt weiterhin am ersten Wochenende im August und findet an dem jeweiligen Samstag und Sonntag statt. Der bestehende Ablauf an diesen beiden Tagen bleibt gleich. Bis die Veränderungen beschlossen und fertig geplant waren, vergingen neun Monate. Schon in den vergangenen Jahren versuchte der Verein mit kleineren Änderungen immer wieder den Trend umzukehren und das Fest attraktiver zu machen.

Verein erkundigt sich nach Wünschen im Ort

Eine Umfrage in Antfeld ergab unter anderem, dass das Programm am Montag ausläuft und nicht mehr Punkte von morgens bis abends beinhaltet. „Wir haben auch überlegt, ob das Fest von Freitags bis Sonntags gehen könnte. Die Satzung wurde geändert, damit wir flexibler agieren können. Es ist nötig, dass sich etwas ändert, aber die Tradition soll beibehalten werden. Man möchte das Fest auch nicht vor die Wand fahren“, sagt Frese.

Das Jungschützenfest soll von den Überlegungen ab dem neuen Jahr stark profitieren. Die Teilnehmer seien laut Frese die Zukunft des Vereins und das Fest wird durch den neuen Schritt aufgewertet. Dass nun zwei Wochenenden im Jahr gefeiert wird, sieht der Vorsitzende nicht als problematisch. „Das ist vielleicht der Reiz, wenn am Samstag Programm ist und am Sonntag Zeit zum Entspannen ist. Wir hoffen so auch Gäste von Auswärts generieren zu können“, erklärt Frese die Hintergedanken der Planung.

Kritik wird bereits laut

Er hört aber bereits Kritik an der geänderten Satzung. Viele können sich noch nicht vorstellen, dass dies ein sinnvoller Schritt ist, der funktionieren kann. Besonders die ältere Generation würde dem Vorsitzenden dies sagen. Frese gibt sich aber dennoch optimistisch: „Wir wissen nicht ob das funktioniert. Das ist wie in die Glaskugel schauen. Wir glauben, dass es klappen kann und mehr wissen wir in ein paar Jahren.“

„Antfeld dürfte das erste Fest im Altkreis Brilon sein, das sein Schützenfest auf zwei Termine verteilt. Die Idee dazu hatte ein Vereinsmitglied in einer früheren Versammlung vorgestellt und aus dem Raum Paderborn aufgeschnappt, wo einige Schützenfeste so gefeiert werden“, sagt Christopher Nagel, Schriftführer des Schützenvereins.

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