Engagement

Schulhof-Festival am Petrinum Brilon von Schülern geplant

Sechs Schülerinnen der Festival-AG des Briloner Gymnasium Petrinum planten und organisierten das zweite Schulhof-Festival gemeinsam mit ihren Lehrern und dem Verein Ensible. 

Sechs Schülerinnen der Festival-AG des Briloner Gymnasium Petrinum planten und organisierten das zweite Schulhof-Festival gemeinsam mit ihren Lehrern und dem Verein Ensible. 

Foto: Nicole Reuter

Brilon.  Zum zweiten Mal führte das Gymnasium Petrinum in Brilon das Backyard Schüler-Festival durch. Schüler lernen dabei auch Verantwortung zu tragen.

Sechs Schülerinnen der Jahrgangsstufe Q1 organisierten in einer Festival-AG gemeinsam mit ihren Lehrern eine nachhaltige und vegane Veranstaltung. Unter dem Motto „We’re all in this together“ steht alles im Zeichen der Empathie.

Andere Schulen im Umkreis seien eingeladen worden, so Carsten Streffing, einer der begleitenden Lehrer der Schüler-Arbeitsgemeinschaft.

„Wir erwarten heute ungefähr 1100 bis 1200 Schülerinnen und Schüler. Die Inklusion spielt eine wichtige Rolle.“ Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen Ines Appelhans, Felicitas Leonhardt, Johanna Grunwald und Thomas Weber hat er die Schülerinnen vom Konzept bis zum Aufbau begleitet.

Organisation und Umsetzung: Zeit und Energie investiert

Durch die Leader-Region sei das Projekt im vergangenen Jahr zustande gekommen, erklärt Streffing. In kontinuierlicher Zusammenarbeit mit Ensible arbeiteten die Schülerinnen seit der Zeit kurz vor den Osterferien, im März, an der Organisation und Umsetzung des Festivals.

„Es sollte ein Projekt sein, das Schüler eigenständig übermitteln können. Sie haben es inhaltlich super weiterentwickelt und haben dem Projekt Tiefe gegeben“, so Yao Houphouet, der heute als Vertreter der Leader-Region und Geschäftsführer des Vereins Ensible beim Festival dabei ist. Zum Motto „Empathie“ sagt das Ensible-Mitglied: „Wir müssen uns alle Gedanken machen, in was für einer Zukunft wir leben wollen und uns überlegen, wie wir dahin kommen.“

Schule ist und kann mehr als nur Kurvendiskussion

Streffing: „Wir sind der Meinung, dass wir eine Schülerschaft haben, die in der Lage ist, etwas Tolles auf die Beine zu stellen. Wir können uns auf die Schüler verlassen.“ Dem stimmt auch Schulleiter Johannes Droste zu. Er sei stolz darauf und finde es schön „wieder Schülerinnen gefunden zu haben, die Zeit, Energie und Arbeitskraft investieren.“ Die gesamte Schule sei miteingebunden, Schüler, Lehrer, Mitarbeiter. Houphouet: „Es gibt viele Rahmenfaktoren aber es braucht vor allem die Akteure, damit sich so ein Projekt entwickeln kann.“ Natürlich sei das Ganze aber ohne Partner und Sponsoren nicht umsetzbar.

Mit einigen Worten richtete sich zur Eröffnung des Festivals auch der Briloner Bürgermeister Dr. Christof Bartsch an die Schüler: „Das ist eine gute Aktion, die wir gerne beibehalten möchten.“ Es sei ein wichtiges Thema, das in das Bewusstsein der Menschen gebracht wird. Und: „Es bringt die Schulen zusammen.“ Das Gymnasium zeige, dass Schule mehr ist und sein kann als Kurvendiskussion.

Fotobox, Hennatattoos und ein Infostanµd zum Thema Ökosysteme

Zur Unterhaltung standen die Schülerband Jeek sowie die Bands Noah Appelhans, One Tape und Noriega Mind auf der Bühne. „Vom Ablauf her ist das Festival ähnlich aufgebaut“, lobt Streffing den Erfolg des vergangenen Jahres. Zum Programm gehören neben den musikalischen Acts ein Poetry Slam. Auch eine Fotobox, Hennatattoos und ein Infostand zum Thema Ökosysteme sind Angeboten, die die Schüler wahrnehmen können, beschreibt er. An einem Message-Stand könne man sich weiterhin mit dem Thema Empathie auseinandersetzen.

Veranstaltung kommt bei den Jugendlichen gut an

„Alle Rückmeldungen aus dem letzten Jahr waren positiv, die sind hin und weg“, freut sich Johannes Droste. Damals sei das Angebot der Leader-Region sehr attraktiv gewesen: „Musik ist eins der Charakteristika hier an der Schule“, so der Schulleiter. Den Schülern durch das Festival die Möglichkeit zu geben, selbst etwas Praktisches umsetzen zu können, sei toll. Auch die Zusammenarbeit mit Ensible sei sehr schön. Zum ersten Mal habe das Gymnasium im Rahmen eines Filmprojekts zum Einsatz neuer Medien mit dem Verein zusammengearbeitet.

„Das Festival ist Jugendkultur. Es ist von Jugendlichen für Jugendliche. Es zeigt, dass der ländliche Raum von Innen heraus lebendig ist“, stellt Houphouet fest. „Wir gratulieren allen Schulen, die sich mit dem Projekt auf den Weg gemacht haben, kulturelle Zukunft zu schaffen.“

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