Snowboard Worldcup

Snowboard Worldcup in Winterberg bietet deutsches Duell

Freut sich über den Gesamt-Weltcupsieg und zeigt stolz die Kristallkugel auf dem Podest des diesjährigen FIS Snowboard World Cup: Stefan Baumeister (Mitte). Im Slalom schafft er es auf den zweiten Platz des Turnier. Foto:Nicole Reuter

Freut sich über den Gesamt-Weltcupsieg und zeigt stolz die Kristallkugel auf dem Podest des diesjährigen FIS Snowboard World Cup: Stefan Baumeister (Mitte). Im Slalom schafft er es auf den zweiten Platz des Turnier. Foto:Nicole Reuter

Winterberg.   Selina Jörg erlebt einen packenden Kampf am Poppenberg, der durch einen Sekundenbruchteil entschieden wird. Die Zuschauer erleben zwei Medaillen.

Lärmende Ratschen, Anfeuerungsrufe und Mitfiebern – besonders die drei deutschen Sportler werden am Samstag im Parallelslalom-Finale ordentlich vom Publikum gefeiert. Beim FIS Snowboard Worldcup am Poppenberghang geht es in diesem Jahr zum fünften Mal in Folge um Podiumsplätze und Kristallkugeln. Neben einem spannenden deutschen Duell zwischen Selina Jörg und Cheyenne Loch im Viertelfinale erleben die Zuschauer auch zwei deutsche Silbermedaillen.

Über zehn Grad sind es, im Sonnenschein fühlt es sich wärmer an. Einige Menschen laufen im T-Shirt auf dem Platz am Poppenberglift herum. Andere sonnen sich und genießen ein Bier, bevor es spannend wird und das erste Rennen startet. Nur wenige Meter weiter liegt Schnee, Ski- und Snowboardfahrer düsen die Piste herunter. Der Liftbetrieb läuft. Nur nicht auf der linken Seite des Hangs. Dort ist alles bereit für den Snowboard Worldcup. Es ist der letzte Wettbewerbstag der Saison.

Fans warten an der Zieleinfahrt

Auf Englisch und Deutsch werden die Zuschauer, Sportler und Helfer zum Weltcup begrüßt. „Am Ende der Saison werden die Sportler endlich belohnt mit dem Wetter“, heißt es. „Das Beste kommt zum Schluss hier in Winterberg.“ Es ist kurz vor 13 Uhr. Auf der rechten Seite des Poppenberghangs bleiben Skifahrer neben der Absperrung stehen und schauen sich das Spektakel von dort aus an. Der Platz um die Zieleinfahrt herum füllt sich. Ein paar kleine und größere Flaggen verschiedener Länder wehen in der Luft. Einzelne Gruppen stellen sich noch schnell für ein Selfie mit dem Hang im Hintergrund auf.

Deutsches Duell und Medaillen

Mit Ratschen in der Hand machen die Zuschauer Lärm, feuern die ersten Fahrer an, die nebeneinander die Piste herunterrasen. K.O.-System. Wer verliert, ist raus. Es geht los mit dem Achtelfinale, zuerst die Damen, dann die Herren. Besonders laut wird es, als die deutschen Snowboarder Selina Jörg, Cheyenne Loch und Stefan Baumeister im Slalom den Berg herunterfahren. Alle schaffen es ins Viertelfinale. Während der Himmel sich zuzieht und keine Sonne mehr durchlässt, steigt die Stimmung unter den Zuschauern. Der erste Höhepunkt folgt: Im deutschen Duell müssen die beiden Frauen gegeneinander um den Einzug ins Halbfinale antreten. Unter Anfeuerungsrufen setzt sich Selina Jörg durch. Wie auch Stefan Baumeister landet sie mit ihrer Leistung im Finale, beide sichern sich den jeweils Zweiten Platz. Den ersten Platz verfehlte Jörg im spannenden Rennen um nur 0,01 Sekunden.

„Es war super interessant“, so Christiane Dreher im Anschluss an das Rennen. Gemeinsam mit ihrer Familie ist sie extra aus Gelsenkirchen angereist. Tochter Nadine fährt selbst seit anderthalb Jahren Snowboard und wollte sich den Wettkampf unbedingt ansehen. „Ich konnte mir vorher gar nicht richtig vorstellen, wie es wird“, sagt sie. Auch sie ist begeistert.

Après-Ski gehört dazu

Aus dem Rheinland ist Julia Klinkhammer zum Familienurlaub angereist. „Wir sind drei Stunden gefahren und zum ersten Mal hier.“ Natürlich bleibe man nun nach dem Rennen auch noch zum Après-Ski, lacht sie. Genau so ist auch das Vierergrüppchen Helga Heiße, Sabine Gruhl, Karl-Walter Boblest und Markus Schäffer angereist. „Wir kommen alle aus unterschiedlichen Richtungen in Deutschland aber treffen uns einmal im Jahr zu einem gemeinsamen Wochenende.“ Zum dritten Mal sind sie in Winterberg. Das Snowboard Worldcup erleben sie zum ersten Mal. „Es war nicht geplant. Aber wir wollten auch mal Schnee sehen“, lacht Helga Heiße.

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