Covid-19-Krise

So reagieren Krankenhäuser im HSK auf steigende Coronazahlen

Steigende Zahlen in der Corona-Krise: Wie reagieren jetzt das Maria Hilf Krankenhaus Brilon (im Bild), das St- Marien-Hospital Marsberg, das St. Franziskus-Hospital Winterberg und die Elisabeth-Klinik in Bigge?

Steigende Zahlen in der Corona-Krise: Wie reagieren jetzt das Maria Hilf Krankenhaus Brilon (im Bild), das St- Marien-Hospital Marsberg, das St. Franziskus-Hospital Winterberg und die Elisabeth-Klinik in Bigge?

Foto: Jürgen Hendrichs

Brilon/Marsberg/Winterberg/Olsberg.  Corona-Fallzahlen steigen bundesweit. Auch im HSK zeigt die Infektionskurve nach oben. So reagieren die Kliniken im Altkreis Brilon auf die Lage:

Bundesweit und in vielen Regionen NRWs sowie in Westfalen steigen die Corona-Fallzahlen rasant an. Der Kreis Olpe zum Beispiel gilt seit Tagen als Corona-Risikogebiet, ebenso die Stadt Hagen. Im Hochsauerlandkreis liegt die 7-Tage-Inzidenz aktuell bei 10,4 pro 100.000 Einwohnern noch in einem moderaten Bereich. Erst bei einem Wert ab 35 drohen Einschränkungen im öffentlichen Leben. Ab einem Wert von 50 werden diese Beschränkungen in einem Risikogebiet verschärft. Dennoch: Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus steigt auch im HSK in den vergangenen Tagen langsam, aber kontinuierlich an. In einige Regionen, in denen SARS-CoV-2 wieder stärker um sich greift, verstärken die Krankenhäuser wieder Sicherheitsmaßnahmen und schränken unter anderem Besuche von Patienten wieder stärker ein. Die WP hat bei den Krankenhäusern im Altkreis Brilon in Brilon, Olsberg-Bigge, Marsberg und Winterberg nachgefragt, wie sie die aktuelle Lage einschätzen und ob bereits Maßnahmen ergriffen beziehungsweise diskutiert werden.

Das sagt das Maria-Hilf-Krankenhaus in Brilon

Im Briloner Krankenhaus Maria-Hilf liegt derzeit ein Patient mit einer Covid 19-Infektion. Angesichts der aktuellen Inzidenzrate von 10,4 (Stand 15. Oktober, 0 Uhr) im Hochsauerlandkreis sehe man, so Pflegedirektor Thomas Pape, noch keinen Anlass, die im Haus geltenden Hygienemaßnahmen zu verschärfen. Die Besuchszeiten seien auf die Zeit von 15 bis 19.30 Uhr beschränkt, Besucher müssen sich wegen der Nachverfolgungsmöglichkeit in Listen eintragen, die vier Wochen aufbewahrt werden.

Die Zahl der Besucher sei zurückgegangen, die früher häufig vorgekommenen Patientenbesuche in Familienstärke gebe es praktisch nicht mehr. Die niedrige Inzidenzrate in der Region zeuge von einem verantwortungsvollen, disziplinierten Verhalten der Menschen hier, sagte Pape. Das gelte auch für den Krankenhausbetrieb. Corona sei täglich ein Thema in den Besprechungen.

Bewährt habe sich die Kooperation mit der Lungenfachklinik Grafschaft im Rahmen des Corona-Zentrums Süd-Ost. Zu dem haben sich die vier Krankenhäuser aus dem Altkreis Brilon und die Schmallenberger Spezialisten zusammengeschlossen.

Die Lage am St.-Marien-Hospital Marsberg

Am St.-Marien-Hospital Marsberg wird am bisherige Sicherheitskonzept – noch – festgehalten, sagt Pressesprecherin Claudia Blecher, auf Nachfrage der WP, mit unter anderem eingeschränkten Besuchszeiten täglich von 14 bis 18 Uhr für maximal 30 Minuten. Der Krisenstab des Krankenhauses treffe sich nach wie vor regelmäßig.

„Er verfolgt die Entwicklungen rund um Corona sehr aufmerksam“, so die Kliniksprecherin weiter. Wenn sich eine Notwendigkeit durch weiter ansteigende Infektionszahlen ergebe, würden die Sicherheitsregelungen angepasst.

So plant das St. Franziskus-Hospital Winterberg

„Die Besucher-Regelungen haben sich noch nicht geändert im St. Franziskus-Hospital Winterberg. Wir haben aber einen genauen Blick auf die dynamische Lage und behalten uns vor, die Regelungen zu verschärfen.

Da das Klinikum nicht so groß ist, lässt sich das innerhalb von kürzester Zeit umsetzen“, erklärt Detlef Fleischer, Pressesprecher des Krankenhauses.

Die Reaktion der Elisabeth-Klinik Bigge

Die Elisabeth-Klinik Bigge in Olsberg nimmt seit etwa zwei Wochen bei jedem Patienten, der aus einem Risikogebiet kommt, einen Schnelltest vor. Ansonsten, so Geschäftsführer Frank Leber, werde bei „symptomatischen Patienten“ bei der Aufnahme der übliche PCR-Test eingesetzt. Auch Leber sieht angesichts der aktuellen Inzidenzrate im Hochsauerlandkreis derzeit keinen Anlass, die Vorsichtsmaßnahmen anzuziehen. Nach wie vor ist die Besuchszeit auf eine Stunde und einen Besucher pro Patient beschränkt. Im Führungskreis der Klinik sei die Entwicklung der Pandemie täglich Thema, so Leber weiter. Beim Klinikpersonal sei noch kein Covid 19-Fall aufgetreten, allerdings hätten sich mehrere Mitarbeiter in die häusliche Isolierung begeben müssen – er selbst übrigens auch.

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