Schule

So sind Schulen im Altkreis Brilon technisch ausgestattet

Die digitale Welt hat in den Klassenzimmern Einzug gehalten. Schulbücher sind nicht mehr das einzige Medium, das zum Einsatz kommt. Schon in Grundschulen erfahren die Schüler den Umgang mit Tablets.

Die digitale Welt hat in den Klassenzimmern Einzug gehalten. Schulbücher sind nicht mehr das einzige Medium, das zum Einsatz kommt. Schon in Grundschulen erfahren die Schüler den Umgang mit Tablets.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Altkreis Brilon  Mit dem Digitalpakt stehen Schulen finanzielle Fördermittel in Milliardenhöhe zur Verfügung. Die Schulen wollen diese ganz unterschiedlich nutzen

. Die Schulen im Altkreis Brilon sind im digitalen Zeitalter unterschiedlich ausgestattet und haben zu den technischen Möglichkeiten auch ganz eigene Meinungen. Mit Blick auf den Digitalpakt möchten die Bildungszentren die finanzielle Förderung mit ganz eigenen Schwerpunkten einsetzen.

Marienschule Brilon, Realschule

An der Marienschule in Brilon ist Konrektor Jürgen Mehler überzeugt von der eigenen Ausstattung. „Wir haben einen Glasfaseranschluss bekommen und seit ein paar Wochen Wlan im Großteil des Gebäudes. Wir arbeiten mit einem Dienst-Tablet für Kollegen und haben einen Klassensatz mit weiteren Tablet.“ An der Schule gibt es einen Arbeitskreis, der sich verstärkt damit auseinandersetzt, wie Tablets im Unterricht genutzt werden können, um pädagogische Ziele zu verfolgen. „Wir experimentieren derzeit mit einem Tablet-Klassensatz und schauen, inwiefern das auf Akzeptanz stößt. Bisher steigt die Ausleihfrequenz der Geräte bei Lehrern“, sagt Mehler.

Gymnasium Petrinum Brilon

Als Schulleiter hat Johannes Droste eine klare Einstellung zum technischen Fortschritt an seiner Schule: „Das Gerede über die Technik ist unnötig. Das ist nur die Hardware. Wir haben Internet in jedem Raum und Wlan zur Verfügung. Die Frage ist, wie nutzen wir das?“ Interaktive Whiteboards kommen genauso zum Einsatz wie Laptops, Dokumentenkameras und Beamer. Mit Blick auf den Neubau des naturwissenschaftlichen Trakts soll vor allem dieser nach Möglichkeit digital aufgestellt sein, wenn er bereit ist. „Wir wollen den Schülern in dem Zusammenhang aber auch vermitteln, welche Gefahren von der Technik ausgehen können. Die Frage ist aber, wie die Wartung aussieht. Auf diesem Niveau ist das vom Kollegium nicht mehr zu leisten“, erklärt Droste.

Franziskusschule Brilon

An der Förderschule sind die Wünsche bescheiden. Die Räume haben Internet, aber kein Wlan. „Unsere Computer werden alle paar Jahre ausgetauscht. Wir leben nicht im technischen Ödland. Es ist ausreichend“, sagt Roland Wentzlaff, Konrektor der Schule. „Die Schüler mit geistiger Behinderung brauchen auch nicht die neueste Technik. Wir haben Geräte zur Probe hier, mit deren Hilfe sich Schüler mit Kommunikationsproblemen verständlich machen können. Zwei weitere davon sind geplant.“

Carolus-Magnus-Gymnasium Marsberg

„Sofern es realisierbar ist, wäre flächendeckendes Wlan wünschenswert. Zwei Laptopwagen, damit die Schüler in den Räumen arbeiten können, wären auch gut, sofern noch Geld zur Verfügung steht“, sagt Ralf Trachternach, stellvertretender Schulleiter am Gymnasium. Vom Zugang zum Internet sollen die Lehrer profitieren, wenn sie Filme zeigen oder recherchieren müssen. Den gegenwärtigen Zustand bewertet Trachternach noch als bescheiden. Bisher gibt es 18 Computer in einem PC-Raum, ein paar Beamer und zehn Whiteboards. „Von denen wollen wir eigentlich weg. Die regelmäßige Wartung ist zu kompliziert und es ist noch nicht geklärt, wer das machen soll. Das vervielfacht sich mit der digitalen Aufstockung nur noch.“

Schulen in Olsberg

Wie die Stadt mitteilt, sind die Schulen weitgehend mit interaktiven Whiteboards ausgestattet. Die Breitbandanbindung der Gebäude der Schule an der Ruhraue und der Sekundarschule soll Ende 2019/Anfang 2020 erfolgen, finanziert über das Bundesprogramm. Die Breitbandanbindung der drei Grundschulen soll über das gerade angelaufene Landesprogramm finanziert werden. Die Grundschulen sollen jeweils 15 Tablets erhalten, 15 Laptops sind für die Grundschule Bigge geplant, vier installierte Computer sind in Bruchhausen geplant.

Grundschulen Winterberg

Die Grundschulen in Winterberg sind laut Angaben der Stadt mit 27 Laptops ausgestattet und die Wlan-Struktur wurde zuletzt ausgebaut. „Als nächstes ist eine Gigabyte-Verkabelung für schnelleres Internet geplant. Wir hoffen, dass wir das ausbauen können und beim Rest müssen wir gucken, was passiert“, erklärt Rabea Kappen, Pressesprecherin der Stadt.

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