Wiederhergerichtet

„So viele Tote“: Woran das Ehrenmal am Kahlen Asten erinnert

Bernhard (links) und Martin Selbach bei der Restaurierung des Ehrenmals am Kahlen Asten.

Bernhard (links) und Martin Selbach bei der Restaurierung des Ehrenmals am Kahlen Asten.

Foto: Rainer Berkenkopf

Winterberg.  Das Ehrenmal am Kahlen Asten wurde restauriert. Erstmals wurde eine Infotafel angebracht, die den Sinn des 1930 errichteten Ehrenmals erläutert.

Es war von Büschen bewachsen und drohte zu verfallen, ein Abriss wurde diskutiert. Doch dank eines umfangreichen, überwiegend ehrenamtlichen Einsatzes von Bernhard Selbach und Ludger Wahle ist das Ehrenmal des Westdeutschen Skiverbandes am Kahlen Asten wieder gut in Schuss.

Neue Infotafel erläutert Sinn des Ehrenmals

Mauerwerk und Fugen sind ausgebessert, der Bewuchs entfernt, Sitzgelegenheiten aufgestellt und eine wetterbeständige Beschriftung aus Edel- und Cortenstahl angebracht.

Die Kosten für das Material trägt der Westdeutsche Skiverband.

Opfer des Ersten und des Zweiten Weltkrieges

Außerdem erläutert jetzt eine blaue Infotafel jetzt den Sinn des im Jahr 1930 errichteten Ehrenmals: Es erinnert an die Anfänge des Skisports in Winterberg, vor allem aber an die Opfer des Ersten, später auch des Zweiten Weltkrieges.

Der Skiklub beklagte im Ersten Weltkrieg 67 Gefallene unter seinen Mitgliedern, im Zweiten Weltkrieg waren es 208. „Früher stand am Ehrenmal nur: ,Ich hatte einen Kameraden’“, erinnert sich Selbach. Das habe den Leuten wenig gesagt. Jetzt, mit der ausführlichen Infotafel, hielten viele Menschen dort inne und zeigten sich erschüttert: „So viele Tote.“

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