Kommunalpolitik

SPD setzt auf neue Kandidaten zur Landtagswahl

Von links:  Stv. Unterbezirksvorsitzender Rainer Mühlnickel, Peter Newiger, Margit Hieronymus und Unterbezirksvorsitzender Dirk Wiese.

Von links: Stv. Unterbezirksvorsitzender Rainer Mühlnickel, Peter Newiger, Margit Hieronymus und Unterbezirksvorsitzender Dirk Wiese.

Foto: Frank Wiesemann

Olpe/Brunskappel.   Der SPD-Unterbezirk Hochsauerland hat zu der Wahl im Mai kommenden Jahres Peter Newiger aus Brunskappel und Margit Hieronymus aus Hüsten nominiert.

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Die SPD im Hochsauerland tritt mit neuen Kandidaten zur Landtagswahl im nächsten Jahr an. Überraschend schon im ersten Wahlgang setzte sich Margit Hieronymus als Kandidatin für den Wahlbezirk 124 (Arnsberg, Eslohe, Schmallenberg und Sundern) durch. Ebenfalls beworben hatten sich der derzeitige Landtagsabgeordnete Gerd Stüttgen aus Arnsberg sowie Nathalie Evers-Stumpf aus Oberlandenbeck. Für den Wahlbezirk 125 (Meschede, Bestwig, Altkreis Brilon) war Peter Newiger aus Brunskappel allein angetreten. Alle Delegierten stimmten für ihn.

Stichwahl erwartet

Der Großteil der Parteimitglieder hatte erwartet, dass es zu einer Stichwahl zwischen Hieronymus und Stüttgen kommen würde. Stüttgen ist seit Januar als Nachrücker über die SPD-Landesliste ein zweites Mal Abgeordneter im Landtag.

In seiner Wahlrede hatte der Müscheder, der sich als „Vollblutpolitiker“ versteht, mit seinen Erfahrungen und Beziehungen zur Landesregierung geworben. Hieronymus konnte dennoch direkt die notwendige Mindestzahl von 24 Stimmen erreichen und sich wie schon bei der Kandidatenkür im Stadtverband Arnsberg Ende März erneut gegen Stüttgen durchsetzen. 14 Entsandte stimmten für den 50 Jahre alten Diplom-Verwaltungswirt Stüttgen, 6 Delegierte wählten die 49-jährige Realschullehrerin und Konrektorin Evers-Stumpf aus Oberlandenbeck, die sich als „Querulantin“ im positiven Sinne präsentiert hatte. Zwei Stimmen waren ungültig.

Ursprünglich war mit Felix Werker ein vierter Bewerber angetreten, er hatte allerdings unmittelbar vor dem Wahlgang auf Bitten seines Ortsverbands seine Kandidatur zurück gezogen. Mit einer raschen Gratulation per Händedruck erkannte Stüttgen seine Niederlage gegenüber seiner Kontrahentin an und verließ dann nach kurzem Austausch mit seinen Unterstützern den Saal.

Hieronymus seit 2014 im Rat

Erst seit 1999 ist Margit Hieronymus Mitglied im SPD-Ortsverein Hüsten. Die Rechtsanwältin ist 56 Jahre alt und Mutter von zwei nun bereits erwachsenen Kindern. Neben Politik zählt sie auch Bergwandern und Reisen in die Stadt Rom zu ihren Hobbys. Seit 2014 sitzt sie für die SPD im Arnsberger Stadtrat. Seit Anfang 2015 ist sie Vorsitzende ihres Ortsvereins und Pressereferentin des Stadtverbands. „Ich will die Zukunft unserer Region, unseres Landes politisch mitgestalten und dafür Verantwortung übernehmen“, erklärte sie ihre Motivation zur Kandidatur. Hieronymus will die Arbeit der von Hannelore Kraft geführten Landesregierung unterstützen. Als persönliche politischen Schwerpunkte sieht sie die Sozial-, Familien- und Bildungspolitik.

Newiger seit 1982 in der SPD

Zuvor hatten sich 40 Genossinnen und Genossen aus dem östlichen Hochsauerlandkreis zur Konferenz des Wahlkreises 125 „Hochsauerlandkreis II“ zusammen gefunden. Ein Fünftel der 50 möglichen Delegierten hatte sich erst gar nicht auf den Weg zur Schützenhalle Olpe gemacht, denn allein der SPD-Stadtverband Olsberg hatte mit Peter Newiger einen Kandidaten aufgestellt. Alle Stimmberechtigten votierten für den 60-jährigen Telekom-Beamten im Ruhestand. Nach nur 25 Minuten war diese Konferenz beendet.

Newiger ist seit 1982 Mitglied in der SPD. Seit 2002 ist der zweifache Vater und dreifache Großvater Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Brunskappel. In seinem Heimatort ist er aktiv in der Löschgruppenführung und mehreren Vereinen. Newiger sieht die Stärkung des ländlichen Raumes als seine Aufgabe. „Das Sauerland muss lebens- und liebenswert bleiben“, forderte er in seiner Wahlrede. Seiner Meinung nach müssen Verkehrsinfrastruktur, medizinische Versorgung und Bildungseinrichtungen verbessert werden. Wichtig für ihn sind auch die aktuelle Themen „innere Sicherheit“ und die „Flüchtlingsfrage“, kündigte er an.

Für die SPD ist mit der Kandidatenwahl der Wahlkampf für die Landtagswahl eröffnet, erklärte Dirk Wiese, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Hochsauerlandkreis. Daher rief Margit Hieronymus ihren Parteifreunden zu: „Auf in den Kampf!“ Zuvor hatte sie in ihrer Wahlrede CDU und AFD als in ihren Augen wichtigste Gegner identifiziert. Die Landtagswahl findet am, 14. Mai 2017 statt.

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