175-Jähriges

St.-Magnus-Schützen bejubeln ihren dritten Kaiser

 Fotos:Annette Dülme

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Marsberg.   Mit dem 208. Schuss holte der 81-jährige Kurt Krebs den letzten Rest des Vogels von der Stange.

Die St.-Magnus-Schützenbrüder Niedermarsberg feierten drei Tage lang ausgiebig ihr 175-jähriges Bestehen – mit einem neuen Kaiser. Kurt Krebs ist der neue König der Könige. Am frühen Samstagabend feuerte der 81-jährige Rentner den entscheidenden Treffer ab und holte mit dem 208. Schuss den kläglichen Rest von der Stange. 1989 trug der die Königskette.

Mit ihm waren von den noch lebenden 44 Schützenkönigen 28 unter die Vogelstange getreten. Der erste Schuss gehörte dem bis dahin noch amtierenden Kaiser Frank Bender, der zweite Präses Meinolf Kemper, den dritten feuerte Ehrenpräses Propst Norbert Schröer ab.

Gisbert Kordes schoss direkt mit dem fünften Schuss den rechten Flügel ab. Die Krone holte sich Ralf Dahlke 15 Minuten später. Durchgang für Durchgang splitterten Holzstückchen ab, sonst tat sich wenig. Nach fast einer Stunde splitterte Reinhard Tacken mit seinem Treffer den rechten Flügel und den halben Rumpf ab. Wenige Schuss später gelang Kurt Krebs der finale Treffer. Er ist der dritte Kaiser in der 175-jährigen Geschichte der Bruderschaft. Zum 150-Jährigen 1993 kam beim ersten Kaiserschießen Ladislav Karp die Ehre zuteil. Er war der damalige Vereinswirt. 15 Jahre später wurde er vom jetzigen Major Frank Bender abgelöst.

Am Sonntagmittag führte der neue Kaiser den großen Festzug durch die Stadt an. Die St.-Magnus-Schützenbrüder verzichten auf eine Kaiserin. Auch viele befreundete Schützenbruderschaften und Abordnungen aus dem Stadtgebiet und der Waldecker Land waren gekommen. Die Hauptstraße säumten unzählige Schaulustige, die dem neuen Kaiser, dem Königspaar Jörg und Silke Tripke und den vielen gekrönten Häuptern aus den Gastvereinen zujubelten.

Pontifikalamt vor dem Schießen

In der Schützenhalle angekommen hob Bürgermeister Klaus Hülsenbeck in seinen Grußworten die Wichtigkeit des Schützenwesens hervor. Vertreter des Sauerländer Schützenbundes und des Kreisschützenbundes Brilon überbrachten ebenfalls ihre Glückwünsche.

Dem Kaiserschießen war ein Pontifikalamt vorausgegangen, in dem Weihbischof Grothe aus Paderborn die zwei restaurierten Schützenfahnen weihte. Schützenpräses Meinolf Kemper drückte den Wunsch aus, die Bruderschaft möge weiterhin so zusammenstehen wie in der Vergangenheit.

Am Freitag hatte das Jungschützenvogelschießen das Jubelfest eingeläutet. Henrik Rohn holte sich mit dem 158. Schuss die Jungschützenkönigswürde.

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