Stadtentwicklung

Stadtentwicklungskonzept für die Hallenberger Altstadt

Blick aus der Vogelperspektive auf die Hallenberger Innenstadt.

Foto: Hans Blossey

Blick aus der Vogelperspektive auf die Hallenberger Innenstadt. Foto: Hans Blossey

Hallenberg.   Eine Vielzahl von Projekten steckt in dem Stadtentwicklungskonzept für die Hallenberger Altstadt. Im Stadtrat geht es um die notwendigen Förderanträge.

Ein gepflegtes historisches Stadtbild mit optisch herausragenden Wahrzeichen wie Kump, Kirche und ortsbildprägenden Wohn- und Geschäftshäusern, Einzelhandelsgeschäfte und Dienstleistungen im Kernstadtbereich - das ist ein Pfund, mit dem die Stadt Hallenberg wuchern kann. Die weitere Entwicklung der Altstadt soll allerdings nicht dem Zufall überlassen werden. Deshalb wurde ein Stadtentwicklungskonzept erarbeitet.

Erhalten und entwickeln

„Uns geht es darum, die Altstadt zu erhalten, historisch gewachsene Strukturen zu bewahren, gleichzeitig aber weiter zu entwickeln und zu verbessern“, erläutert Bürgermeister Michael Kronauge den Sinn und Zweck eines solchen Konzeptes. Und er weiß: „Wenn wir Fördermittel bekommen möchten, ist ein solches Konzept Grundvoraussetzung.“

Bestandsaufnahme

Teil der Ausarbeitung durch die Stadplaner Pesch und Partner in Dortmund ist eine Stärken/Schwächenanalyse, die den aktuellen Zustand beschreibt. Anhand der ausführlichen Bestandsanalyse wurde in Zusammenarbeit mit den Bürgern und Vertretern aus den Bereichen Einzelhandel, Senioren, Tourismus, Vereine, Jugendliche und Stadtgestaltung ein Handlungskonzept entwickelt, das eine Vielzahl von Projekten und Maßnahmen vorsieht.

Fördermittel beantragen

„Das geht natürlich nicht alles von heute auf morgen“, erklärt Bürgermeister Michael Kronauge im Gespräch mit der WP. „Wichtig ist uns, dass das ganze Paket aus einem Guss ist“. Ganz wichtig sei es ihm auch, so Kronauge, die Bürger einzubinden.

Am heutigen Mittwoch steht auch in der Ratssitzung das bereits beschlossene „Integrierte Stadtentwicklungskonzept“ (INSEK) auf der Tagesordnung. Bereits im August fand eine Ortsbegehung mit Vertretern der Bezirksregierung Arnsberg und dem NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung statt. Die Resonanz von Seiten des Ministeriums sei sehr positiv gewesen und das Konzept als eine gute Grundlage für die Umsetzung bewertet worden, so Michael Kronauge.

Prioritätenliste erstellen

Im nächsten Schritt geht es nun darum, das Gesamtvorhaben durch die entsprechenden Fördermittel finanziell abzusichern. Die Stadt Hallenberg muss deshalb einen Förderantrag bei der Bezirksregierung stellen. Dabei geht es sowohl um den Gesamtantrag als auch um die Förderanträge für Einzelmaßnahmen, die bereits im nächsten Jahr umgesetzt werden sollen.

Die Umsetzungsphase für das Gesamtkonzept ist, so der Bürgermeister, auf die nächsten zehn Jahre angelegt. Geguckt werden müsse dann bei jeder Sache, wie und wann sie realisiert werden könne. Dafür sei es notwendig, zunächst eine Prioritätenliste zu erstellen.

Fassadenprogramm und Gestaltungsfibel

Mit Blick auf 2018 geht es finanziell um die Erstattung der Planungskosten für das Handlungskonzept. Geplant ist außerdem die Weiterführung des Fassadenprogramms und die Herausgabe einer „Gestaltungsfibel“. Dabei handelt es sich um eine Broschüre, die anhand von positiven Beispielen zeigen soll, wie die Gestaltungssatzung der Stadt Hallenberg ganz praktisch umgesetzt werden kann.

Über die weitere Umsetzung und die Erarbeitung einer Prioritätenliste soll im Zukunftsausschuss der Stadt beraten werden. Und nach und nach wird sich dann herauskristallisieren, wie die Stadt sich bis zum Jahr 2026 entwickeln wird.

Festgelegt sind insgesamt fünf Handlungsfelder. Dabei geht es um unter anderem um folgende Ziele: Die Stärkung der Wohnfunktion sowie der Einzelhandels- und Dienstleistungsstruktur, die Stadtbildpflege durch Erhalt und Erneuerung historischer Bausubstanz, die Aufwertung des Stadtbildes, die Gestaltung der innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen und die altstadtgerechte Gestaltung von Straßen, Gassen und Wegen.

Besondere Beleuchtung

Bereits ohne öffentliche Fördermittel umgesetzt worden ist das Vorhaben, den Innenstadtbereich in ein besonderes Licht zu rücken. Ab diesem Herbst ermöglicht die Beleuchtung fünf markanter historischer Bauwerke einen neuen emotionalen Blick auf die Stadtgeschichte. Dafür wurde zwischen der Stadt Hallenberg und Innogy SE ein modulares Beleuchtungskonzept entwickelt, das nächste Woche offiziell vorgestellt wird.

Grabungsergebnisse werden im Rat vorgestellt

Der Rat der Stadt Hallenberg tagt heute um 18.30 Uhr im Infozentrum Kump in Hallenberg. Neben den Förderantragen für das Stadtentwicklungskonzeptes werden die Ergebnisse der Grabungen im Bereich Burgplatz vorgestellt. Außerdem wird der geänderten Projektentwurf für den Burgplatz Hallenberg von Dorina Stein-Schulze (Architekturschmiede Hallenberg) präsentiert. Weitere Themen: Bebauungsplan „Im Tal“ Hesborn, verschiedene Erschließungsbeiträge und das Straßenbauprogramm 2018

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