Schulen

Städte von Brilon bis Winterberg investieren in die Schulen

In vielen Schulen wird die unterrichtsfreie Zeit für Renovierungs- und Umbaumaßnahmen genutzt.

In vielen Schulen wird die unterrichtsfreie Zeit für Renovierungs- und Umbaumaßnahmen genutzt.

Foto: Martin Möller

Altkreis.  In den Schulen im Altkreis Brilon wird in den Ferien renoviert, digitalisiert und modernisiert. Wir zeigen, wo sich etwas tut.

Dort, wo sonst Schüler sich mit Geometrie, Grammatik und Geschichte abmühen oder lärmend durch die Flure laufen, kehrt auch in den Ferien meistens keine Ruhe ein. Denn die unterrichtsfreie Zeit wird in der Regel für Umbau- und Renovierungsarbeiten genutzt. Auch im Altkreis Brilon gibt es in diesem Jahr wieder jede Menge Baustellen.

Stadt Brilon investiert 338.000 Euro

Die Stadt Brilon investiert insgesamt 338.000 Euro in die Schulen. Größter Ausgabe-Posten sind 80.000 Euro, die in die Sanierung der Klassenräume in der Ratmerstein-Grundschule fließen. Dort wird auch die Beleuchtung erneuert. Auch in der Engelbertschule tut sich etwas. Für 30.000 Euro werden neue Schallschutzdecken eingezogen, Beleuchtung und Bodenbeläge in Klassenräumen erneuert. 15.000 Euro sind für den Anstrich von Klassenräumen vorgesehen. Auch am Teilstandort Niedere Mauer werden 50.000 Euro in die Sanierung von Klassenräumen investiert

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Saniert werden auch Klassenräume im Erdgeschoss der Heinrich-Lübke-Schule im Steinweg. Kosten: 60.000 Euro. Am Standort Zur Jakobuslinde wird für 38.000 Euro ein Behinderten-WC errichtet und eine Hubplattformlift eingebaut. 15.000 Euro fließen in die Erneuerung der Bodenbeläge in Klassenräumen der Marienschule. In Hoppecke entstehen neue Räume für den Offenen Ganztag. Für 50.000 Euro wird dort das ehemalige Übergangswohnheim für den OGS-Betrieb saniert und hergerichtet.

Bezüglich der digitalen Ausstattung sind in diesem Jahr in den Briloner Schulen keine besonderen Anschaffungen geplant. Die Stadt weist darauf hin, dass die Schul-Digitalisierung in den vergangenen zwei Jahren sehr weit vorangetrieben worden ist. Die Schulen sind beispielsweise mit Notebookwagen, Dokumentenkameras, Convertibles sowie Interaktiven Whiteboards bzw. Laptop-Beamer-Kombinationen ausgestattet. Zudem wurden die Netzwerke aller Schulstandorte ertüchtigt. Alle Klassenräume sind mit Internet versorgt. Insgesamt wurden rund 500.000 Euro investiert.

Marsberg erarbeitet Medienentwicklungsplan

Mit 165.000 Euro werden die Schulen im Marsberger Stadtgebiet auf Vordermann gebracht. Als eine größere Maßnahmen werden die Fenster in der Naturparkgrundschule Giershagen teilerneuert. In der Turnhalle am Burghof in Marsberg wird der Sportboden, in der katholischen Grundschule die Kesselanlage erneuert. Am Carolus-Magnus-Gymnasium werden teilweise die Fenster erneuert. Außerdem werden in allen in allen städtischen Schulen weitere kleinere Maßnahmen wie Innenanstrich- und Verputzarbeiten durchgeführt.

Die Stadt Marsberg erarbeitet gerade in Zusammenarbeit mit den einzelnen Schulen einen Medienentwicklungsplan. Dieser wird bis Ende des Jahres fertiggestellt und ist Grundlage für die Beantragung von Fördermitteln des Bundes und des Landes NRW, Stichwort „Digitalpakt“. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass ab Januar 2020 die entsprechenden Förderanträge gestellt werden können. Die zusätzliche Ausstattung der Schulen mit digitalen Medien wird soll dann nach und nach bis 2025 erfolgen.

Olsberg investiert in energetische Sanierung

In der Kardinal-von-Galen-Grundschule in Olsberg findet während der Sommerferien der dritte – und letzte – Bauabschnitt der mehrjährigen energetischen Sanierung statt. Dabei gibt es zwei Teilabschnitte: Im ersten Bereich rund um Schulverwaltung und Mietwohnungen ist das Wärmedämmverbundsystem fertiggestellt und die Fenster sind erneuert worden. Während der Sommerferien erfolgt im zweiten Teilabschnitt rund um den Haupteingang der Austausch der Fenster; anschließend wird das Wärmedämmverbundsystem samt Anstrich aufgebracht. Quasi als „Schlusspunkt“ wird am Haupteingang ein neues Vordach errichtet, nachdem das alte Vordach bereits in den Osterferien demontiert worden ist. An Haushaltsmitteln stehen rund 365.000 Euro bereit. Parallel dazu werden in der Sekundarschule drei Klassenräume neu gestrichen und Innentüren verstärkt.

Baumaßnahmen an der Sekundarschule Winterberg

Die größte Baumaßnahme in diesem und im letzten Jahr stellt in Bereich der Stadt Winterberg die Modernisierung, der Umbau und die Erweiterung der Sekundarschule in Winterberg dar. Die Stadt teilt auf Anfrage mit, dass die umfangreichen Arbeiten bis auf noch kleinere Restarbeiten bis zum Ende der Sommerferien 2019 abgeschlossen sein werden, so dass der Schulbetrieb – wie geplant – nach den Sommerferien starten kann. Für die Durchführung der baulichen Arbeiten sind rund vier Mio. Euro investiert worden. Einen weiteren baulichen Schwerpunkt bildet das Gymnasium in Winterberg. Hier werden jetzt die Elektrische Alarmierungs- und Brandmeldeanlage, ein Klassenzimmer (Umbau wegen eines sonderpädagogischen Förderbedarfs in Bezug auf Hören) sowie die Bushaltestelle barrierefrei umgebaut. Kosten: Rund 215.000 Euro. Außerdem werden unter anderem an allen Schulen Investitionen im Bereich der EDV getätigt. Die Kosten schlagen mit rund 80.000 Euro zu Buche.

Stadt Medebach investiert indigitale Ausstattung

Auch die Stadt Medebach investiert in diesem Jahr wieder umfassend in die Schulen. In den Sommerferien werden an den beiden Grundschulstandorten in Medebach und Oberschledorn, sowie im Schulzentrum Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten (Boden, Decken, Elektrik, etc.) durchgeführt. Außerdem stehen, so die Stadt, im Jahr 2019 noch digitale Erweiterungen an. Die Investitionen sollen den Technikfaktor im Unterricht weiter stärken und die Kinder auf die digitale Welt vorbereiten. Insgesamt will die Stadt Medebach in diesem Jahr rund 330.000 Euro investieren - 130.000 für die Unterrichtsausstattung, 200.000 Euro für gebäudetechnische Unterhaltungs- und Investitionsmaßnahmen.

Hallenberg rüstet Klassenräume für Inklusion um

Auch in der Stadt Hallenberg werden die Ferien für diverse Baumaßnahmen genutzt. Fünf Klassenräume der Grundschule Hallenberg werden in den Herbstferien mit digitalen Displays als Tafelersatz. Inklusive der notwendigen Hardware fallen dafür Kosten in Höhe von rund 70.000 Euro an. Ebenfalls in den Herbstferien soll die Schulküche erneuert werden. Kosten: Circa 15.000 Euro. Auch in Sachen Inklusion wird investiert. Zwei Klassenräume werden akustisch umgerüstet. Ziel ist es, alle Klassenräume durch bauliche Maßnahmen so umzurüsten, dass auch schwerhörige Kinder hier unterrichtet werden können. Die übrigen Klassenräume wurden bereits entsprechend ausgestattet. Weitere kleinere Maßnahmen: In Hallenberg wird außerdem der Bodenbelag in Verwaltungsbereich der Grundschule erneuert, es wird in die Telefon- und IT-Anlage investiert und das Lehrerzimmer soll eine neue Bestuhlung erhalten.

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