Heimat

Steigerhaus am Philipp-Stollen nimmt Form an

Siegfried Stahlmecke und Ingo Balkenhol, die beiden Cheforganisatoren des Steigerhauses.

Foto: Joachim Aue

Siegfried Stahlmecke und Ingo Balkenhol, die beiden Cheforganisatoren des Steigerhauses. Foto: Joachim Aue

Olsberg.   Mitte Oktober soll das neue Steigerhaus am Philipp-Stollen in Osberg eröffnet werden. Viele Helfer und Sponsoren machen das möglich.

Mit dem Bau eines neuen Steigerhauses am Philipp-Stollen lässt der Arbeitskreis Bergbau des Olsberger Heimatbundes ein weiteres Stück Geschichte des Bergbaus am Eisenberg wieder aufleben.

Das neue Steigerhaus wird unweit der Stelle errichtet, wo früher der Steiger des dortigen Bergbaugebietes seinen Wohnsitz hatte. Nach-dem der Abbau des Eisenerzes im dem recht weiträumigen Gebiet in den vier Stollen selbst für die Olsberger Hütten aufgrund der Weltmarklage und des rapiden Preisverfalls unrentabel war, wurde der Bergbau am Briloner Eisenberg 1916 komplett eingestellt. 1956 wurde das in die Jahre gekommene Steigerhaus, in dem bis zuletzt die Familien Stahlmecke und Pantel wohnten, abgerissen.

Gästetreffpunkt und Info-Zentrum

Das Steigerhaus wird Treffpunkt für Gäste des Philipp-Stollens, die zu Führungen und Events am Besucherbergwerk wie Lesungen und Gesundheitsangebote kommen. Gerade hier werde dem Konzept der Stadt Olsberg als Gesundheitsstadt besonders Rechnung getragen, so Ingobert Balkenhol, bei dem die Fäden dieses ganz besonderen Projekts zusammenlaufen.

Unterstützt wird Balkenhol von Siegfried Stahlmecke, der die vielen Eigenleistungen organisiert, und dem Leiter des Arbeitskreises Bergbau im Heimatbund, Günter Senger. Sie weisen darauf hin, dass der gesamte Bereich am Philipp-Stollen auch zum Außerschulischen Lernort wird und längst eine touristische Attraktion geworden sei. Die erste Buchung zur Übungsleiterweiterbildung liegt vom Westf. Turnerbund bereits vor. Immerhin nehmen schon jetzt jährlich bis zu 700 Besucher an den Führungen im Philipp-Stollen teil. Derzeit macht die Baumaßnahme dank des Engagements der Ruheständler des zwölf Mitglieder starken Arbeitskreises große Fortschritte.

Die anderen Mitglieder des AK halten den laufenden Betrieb des Besucherwerkwerks aufrecht. Das Fundament und die Bodenplatte des zwölf mal sechs Meter großen Gebäudes sind bereits gegossen.

Bei der Firma Wiese + Heckmann in Elleringhausen wird das Gebäude, einschließlich einer Terrasse, bereits vorgefertigt und bis Mitte dieses Monats errichtet. Nach erfolgtem Innenausbau kann das neue Steigerhaus Mitte Oktober seiner Bestimmung übergeben werden. Neben einem Tagungsraum werden im Gebäude die Toiletten und die Ausrüstung für die Stollenführungen untergebracht.

Großzügige Spenden

Auch bei der Finanzierung ist der Olsberger Heimatbund als Bauherr voll im Plan, und laut Ingobert Balkenhol werden die veranschlagten Gesamtkosten von 122 000 Euro nicht überschritten. 65 Prozent davon, 79 300 Euro, sind durch Fördermittel der EU im Rahmen des Leaderprogramms gedeckt. 11 000 Euro müssen von den ehrenamtlichen Helfern des Heimatbundes und des Arbeitskreises als Eigenleistung erbracht werden.

Außerdem sei die Spendenbereitschaft kleinerer Olsberger Unternehmen, Dienstleister und Selbstständiger mehr als großzügig gewesen, betont Balkenhol.

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