Online-Voting

„Sterne des Sports“: Abstimmen für GW Braunshausen 1974

Vertreter des Sportvereins und der Organisatoren bei der Verleihung des Kleinen Sterns in Silber in Düsseldorf.

Foto: Verein

Vertreter des Sportvereins und der Organisatoren bei der Verleihung des Kleinen Sterns in Silber in Düsseldorf.

Braunshausen/Berlin.   Der Verein Grün-Weiß Braunshausen 1974 hat die Chance, den Publikumspreis im Wettbewerb „Sterne des Sports“ zu holen. Dazu sucht er Unterstützer.

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Um den Publikumspreis im Wettbewerb „Sterne des Sports“ zu holen, benötigt der Sportverein möglichst viele Unterstützer, die online für ihn abstimmen. Das ist vom 9. bis 23. Januar möglich.

Bereits im Juni hatte der rund 100 Mitglieder starke Verein mit seinem Konzept „SPORTplus – ein Zukunftskonzept für die Lebenswelt ländlicher Raum“ in dem Wettbewerb auf Kreisebene den 1. Platz gewonnen und dafür den „Großen Stern in Bronze“ bekommen. Danach ging es auf Landesebene weiter: NRW-weit wurden die Braunshausener Zweite und holten einen „Kleinen Stern in Silber“ – fielen damit aber aus dem Wettbewerb um einen „Stern in Gold“ auf Bundesebene.

Konkurrenz zwei- bis 30 Mal größer

Aber: Jedes Bundesland konnte einen Verein für den Publikumspreis nominieren. Dieser wird nicht von einer Fachjury, sondern über eine Onlineabstimmung vergeben. NRW schickte dafür den kleinen Sportverein aus Braunshausen ins Rennen. Eine weitere Hürde war trotzdem noch zu nehmen: Eine Bundesjury wählte von allen Vorschlägen drei aus – und Braunshausen war dabei. „Aufgrund seines beispielhaften gesellschaftlichen und sozialen Engagements“ kam der Verein unter die letzten drei. „Die Landesjury hat das von Ihnen vorgestellte Projekt als besonders innovativ bewertet und Sie daher für den Publikumspreis nominiert.“

Vom 9. bis 23. Januar läuft die Abstimmung, am Abend des 23. sind alle drei Nominierten nach Berlin eingeladen, wo der Preisträger bekanntgegeben wird. Am Tag darauf wird der „Stern in Gold“ auf Bundesebene vergeben.

Um sich im Wettbewerb zu behaupten, müssen die Braunshausener nun mehr Unterstützer zusammentrommeln als ihre beiden Konkurrenten. Keine einfache Aufgabe, denn beide Konkurrenzvereine sind deutlich größer und stammen aus Ballungsgebieten. Der Berliner SV Rot-Weiß Viktoria Mitte 08 hat nach eigenen Angaben rund 3100 Mitglieder. Das sind fast zehnmal mehr, als Braunshausen Einwohner und rund 30 Mal mehr, als der SV. Mitglieder hat. Auch die Rudergemeinschaft Olympos Würzburg ist mit rund 200 Mitgliedern immer noch etwa doppelt so groß wie der Sauerländer Verein.

Vorstellung in der ARD

Die drei Vereine, die Anwärter auf den Publikumspreis sind, werden nacheinander am 9., 10. und 11. Januar im ARD-Morgenmagazin, im ARD-Hörfunk und auf www.sportschau.de vorgestellt.

Die kleinen Video-Clips, in denen die Projekte bzw. Konzepte kurz vorgestellt werden, dauern jeweils rund zwei Minuten.

„Gerade die kleinen Vereine in abgelegenen Orten, wo es viele Dinge nicht gibt, die in Großstädten und Ballungsräumen selbstverständlich sind – gerade diese Vereine übernehmen oft zusätzlich zum Sport enorme soziale Verantwortung“, sagt Elke Buchwald vom SV. Inklusion und Teilhabe seien bei Grün-Weiß Braunshausen keine leeren Worte – das Mitnehmen aller Altersgruppen und der behinderten Mitmenschen werde gelebt, „denn hier gibt es keine anderen Möglichkeiten. Wir tun es – sonst tut es keiner.“ Auf die Unterstützung von Sponsoren könnten Vereine in abgelegenen Orten nicht zählen, da sie nicht werbewirksam seien.

Sollte der Preis ins Sauerland kommen, wolle man ihn den vielen anderen kleinen Vereinen in kleinen Orten widmen – um auf sie aufmerksam zu machen und ihnen Mut zu machen, mit der gesamten Bürgerschaft neue Wege zu finden – auch über den Sport hinaus.

Hier geht es zur Abstimmung
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