KLEIDUNG

Stöbern zwischen Kinderwagen und Skianzug in Elleringhausen

Samstag wird die Schützenhalle gestürmt - das Elleringhauser Börsenteam hat bereits alles für die Second-Hand-Börse vorbereitet. Etwa 30 Stunden ist jeder der Helfer damit beschäftigt.

Foto: Monika Wiegelmann

Samstag wird die Schützenhalle gestürmt - das Elleringhauser Börsenteam hat bereits alles für die Second-Hand-Börse vorbereitet. Etwa 30 Stunden ist jeder der Helfer damit beschäftigt. Foto: Monika Wiegelmann

Elleringhausen.   Die Second-Hand-Börse findet in der Schützenhalle findet samstags statt. Die Initiatoren des Basars feiern an dem Tag 25-jähriges Jubiläum.

Wie in einem Kaufhaus sieht es in der Schützenhalle am 11. November aus, wenn sich dort die Türen öffnen. Etwa 400 Besucher werden auf der Kinder-Second-Hand-Börse erwartet, die in diesem Jahr ihr 25. Jubiläum feiert.

Von den neun Müttern, die 1995 die erste Börse initiierten, sind heute noch Heike Keuthen und Christiane Wiegelmann dabei. Zuerst wurden noch zwei Börsen jährlich ausgerichtet, danach nur Winterbasare. „Sie laufen einfach besser. Vor Weihnachten wird viel Spielzeug verkauft, Jacken und Skianzüge“, meinte Heike Keuthen.

Angeboten wird gut erhaltene Kleidung von Größe 50 bis 176. Aber auch Artikel wie Kinderwagen, Autositze und Fahrräder werden angeboten - Spielzeug darf natürlich nicht fehlen. Außerdem können bei der Börse Karnevalskostüme, Kommunionkleidung und Sportsachen erstanden werden.

Börse für die ganze Familie

Junge Familien sind dankbar, wenn sie ihren Nachwuchs preiswert mit schönen Wintersachen einkleiden können. Die Kleinen stauben in dem Spielzeugparadies manches Teil außer der Reihe ab. Väter haben die Kinderbörse weniger auf dem Plan, kommen aber gerne mit, wenn es um die Auswahl von Trampeltrecker & Co. geht.

Aber Mütter und Omas freuen sich, wenn sie in dem Riesensortiment viele Schnäppchen finden. Das riesige Kuchenbuffet, für das Elleringhauser Frauen zahlreiche Torten spenden, lockt ebenso viele Gäste.

Helfer bei der Veranstaltung unabdingbar

Ein achtköpfiges Orga-Team wird von einem Helferpool aus 40 jungen Frauen unterstützt sowie einigen Männern beim Tischaufbau. „Ohne diese Hilfe könnte man das in dieser Größe nicht durchziehen“, betonte Keuthen.

Das eingespielte „Börsenteam Elleringhausen“ arbeitet nach einem ausgeklügelten Plan, der ein mögliches Chaos schon im Keim erstickt. „Wochen vorher ist Nummernvergabe“, erklärte Sabrina Späth. Dann erhalten die Verkäuferinnen auch per Mail eine Excelliste mit Kundennummer, Artikelliste und Preisschildern.

„Diese müssen sie beschriften, ausdrucken, auf Pappe kleben und gut an den Teilen befestigen“.

Halle und Turnhalle werden gemietet. Zwei Tage vorher werden die verkaufsfertigen Sachen in Kisten angenommen. Etwa 40 Helferinnen sortieren dann die Waren auf Tische und Kleiderständer.

Organisation der Börse

Beim Basar wird an vier Kassen bezahlt. Erfasst werden die Verkäufe alle präzise am Laptop.

„Rund 1500 Teile sind das schon. Es wird ordentlich verkauft. Abends wird abgerechnet“, sagt Sabrina Späth. „Danach können die Verkäuferinnen ihre Kartons mit den Resten wieder abholen und bekommen ihr Geld - abzüglich 10 Prozent für soziale Zwecke.“

Die ganze Vorbereitung schlaucht auch: Nach dem Einsatz „ist man eigentlich am Sonntag fix und fertig“, sagt Heike Keuthen und lacht. „Da ist jeder schon rund 30 Stunden beschäftigt.“

Bei immer 15 bis 40 Helferinnen kommen dann schnell insgesamt über 700 Stunden für den ehrenamtlichen Einsatz zusammen.

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