Theaterpremiere

„Stress im Champus-Express“ mit Maul-Affen-Feil

„Stress im Champus-Express“: Die Theatergruppe Maul-Affen-Feil feiert mit dem Stück Premiere im Briloner Kolpinghaus.

„Stress im Champus-Express“: Die Theatergruppe Maul-Affen-Feil feiert mit dem Stück Premiere im Briloner Kolpinghaus.

Foto: Silke Nieder

Brilon.   Volles Haus und rundum begeisterte Zuschauer - die Theatergruppe Maul-Affen-Feil hat am Wochenende die Komödie „Stress im Champus-Express“ aufgeführt.

Auch in diesem Jahr setzt die Theatergruppe „Maul-Affen-Feil“ ihren Siegeszug im wahrsten Sinne des Wortes fort und strapaziert die Lachmuskeln des Publikums: Bei der Kriminalkomödie „Stress im Champus Express“ - den Fahrplan dazu schrieb Autor Bernd Spehling - erleben die Besucher eine äußerst humorvolle und turbulente Bahnfahrt in einem privaten Luxus-Schnellzug.

Und sogar hinter die Kulissen der Theaterinszenierung darf geschaut werden - von der Generalprobe bis zur Premiere. Die Zuschauerreihen des Bürgerzentrums waren an diesem Wochenende ausverkauft.

Blick hinter die Kulissen

Das Stück beginnt mit einem angeblichen Einblick hinter die Kulissen: Noch 24 Stunden bis zur Premiere. Nichts klappt. Texthänger und fehlende Schauspieler lassen den Regisseur Stefan Scharfenbaum verzweifeln. „Wo ist der kleine Dicke aus Altenbüren?“ Kurzerhand wird improvisiert. Der Altenbürener Bernd Becker wird zum Schaffner degradiert und Scharfenbaum übernimmt dessen Rolle als Hauptkommissar.

Make-Up-Artist Angelo (Jörg Schlüter) muss widerwillig in die Rolle von Gertrud, der Bistro-Kellnerin, schlüpfen. „Wer kommt alles aus Altenbüren?“ fragt Scharfenbaum. Das halbe Dorf scheint anwesend zu sein, um sich auf die Reise von Hamburg über den Wolfgangsee nach Wien zu machen. Nicht ahnend, dass das Gaunerpärchen Beate und Rüdiger (Verena Kleine und Lars Flenner) mit an Bord der Interlux AG ist.

Es will sich mit den Einnahmen aus dem Bordbistro beim Zwischenstopp am Wolfgangsee aus dem Staub machen. Dann der Überfall. Gertrud ist entsetzt, das Publikum jedoch kommt aus dem Lachen nicht heraus. Der scheinbar unkomplizierte Überfall nimmt eine überraschende Wendung, als die Durchsage kommt: „Wegen einer Störung des Betriebsablaufs hält der Zug nicht am Wolfgangsee.“

Schwungvoll mit Gesang und Tanz leiten die Darsteller in den nächsten Akt ein. „Singen, tanzen, spielen – alles hat bei der Generalprobe hervorragend geklappt“, klärt Scharfenbaum im Anschluss auf.

24 Stunden später: Die soeben überfallene Gertrud alias Angelo führt das Bordbistro. Zugchefin Grube-Steckel (Birgit Bange), stets um das Wohl der Fahrgäste bemüht, fordert die schnippische Gertrud immer wieder zur Freundlichkeit auf. Das Herz auf dem rechten Fleck, hat Gertrud immer einen kessen Spruch parat - und einen Schnaps für die Reinigungskraft Ilse (Stefanie Flenner).

Durchgeknalle Großmutter

Im Zug treffen die beiden auf die leicht durchgeknallte Großmutter Lieselotte (Christiane Stumpe) und die Pathologin Piepenbrink (Anne Marie Scharfenbaum). Diese vergleicht die im Bistro servierten Speisen unerbittlich mit sezierten Leichenteilen. Auch Radsportlerin Mela (Melanie Hentschel) und Versicherungsmakler Fettenläufer (Reinhard Becker) wollen sich die Luxusreise zum kleinen Preis nicht entgehen lassen. Doch das Schnäppchen stellt sich - dank Tarifdschungel der Fahrkarten - als teures Vergnügen heraus, als der resolute Schaffner Herr Bernd lautstark die Fahrkarten verlangt.

Da der Zwischenstopp ausfällt, entwickelt sich der Überfall für das Räuberduo zum Spießrutenlauf. Die Beute muss versteckt werden... Ob die schnell eingeleitete Fahndung durch den ein wenig vergesslichen Hauptkommissar Axel Zöllner mit seiner junge Kollegin Anne (Stefanie Flenner) von Erfolg gekrönt ist, sei noch nicht verraten, denn am kommenden Wochenende hält der „Champus-Express“ erneut im Bürgerzentrum des Kolpinghauses.

Und wie hat es den Leuten gefallen? „Das war Laientheater vom Feinsten“ sagt eine Dame aus Warstein und wäscht sich die Lachtränen aus den Augenwinkeln.

Infos:

Seit 2008 bringen die Laienschauspieler von „Maul-Affen-Feil“ immer wieder Komödien in eigens überarbeiteten Versionen auf die Bühne. „Theater spielen für einen guten Zweck”, ist das Motto des gemeinnützigen Vereins. Neben „Benni und Co.” (www.benniundco.de) werden auch regionale Einrichtungen mit Spenden bedacht. Bis zum Jahr 2015 kamen über 60 000 Euro an Spendengeldern zusammen. Mit Jörg Schlüter aus Altenbüren hat das Team einen professionellen Schauspieler hinzu gewonnen. Als Berufsschauspieler arbeitet er am Theater in Rudolstadt. Wer noch Karten haben möchte, muss sich beeilen. Es sind nur noch wenige Karten für Freitag, 11. November, erhältlich.

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