Ärgernis

Tourismus – Kampf gegen den Verkehrs-Kollaps in Winterberg

Stau in Winterberg.

Stau in Winterberg.

Foto: Rita Maurer

Winterberg.   In Winterberg wird gegen das Verkehrschaos gekämpft, wenn Touristen massenweise kommen. Mittlerweile ist das nicht nur im Winter ein Problem.

Der nächste Winter kommt bestimmt - und mit ihm auch wieder das Verkehrs-Chaos auf und neben den Straßen rund um die Wintersportgebiete.

Nachdem es teilweise bereits zu sehr zeitraubenden Behinderungen sowohl für die Einwohner als auch für die Gäste kam, riefen die Verantwortlichen in Winterberg einen „Runden Tisch“ mit Vertretern vom Kreis, Verkehrsbehörden, Polizei, Tourismus und den Skigebieten ein. Das Thema steht am Montag, 17. September, um 17 Uhr im Kreis-Ausschuss in Meschede auf der Tagesordnung. Tourismus-Chef Michael Beckmann aus Winterberg hat auf Nachfrage der WP den momentanen Zwischenstand erläutert:

Verkehrsleitsystem

Im Juni hat die Stadt Winterberg ein Gutachten beauftragt, das die Verkehrssituation und mögliche Leitsysteme untersucht. Die Ergebnisse werden Ende des Jahres erwartet. Da ein großräumiges Verkehrsleitsystem weit über Winterberg hinaus greifen müsste, werden auch das Land und der Bund in der Pflicht gesehen: „Eine kleine Stadt wie Winterberg kann das nicht allein leisten, zumal sich der Anreisedruck nicht mehr nur auf den Winter, sondern auch auf die Sommermonate erstreckt.“ Eine Umsetzung könnte frühestens zur Saison 2019/2020 erfolgen.

An der Remmeswiese und im Bereich „Schneil“ zwischen Rathaus und Bobbahn wird im Winter wieder ein Security-Dienst eingesetzt, der die Parksituation überwacht und Wege für den Rettungsdienst frei hält. Am Großraumparkplatz Bremberg werden Besucher auf die Nebenstrecke über Altastenberg nach Schmallenberg und Olpe hingewiesen.

Erweiterte Parkplätze

Die Vorschläge zur Erweiterung der Parkplätze am Bremberg und in der Remmeswiese sind sehr kostenintensiv und werden derzeit auf ihre rechtliche und finanzielle Machbarkeit hin überprüft.

Eröffnung Autobahnteilstück

Bringt die voraussichtlich in 2019 fertiggestellte Weiterführung der Autobahn bis Olsberg mehr Verkehr oder Entlastung? Michael Beckmann rechnet mit einer Zunahme, da sich die Anreise nach Winterberg vor allem aus den Quellmärkten Ruhrgebiet, Niederlande und Belgien um rund 20 Minuten verkürze.

Skibus Asten-Express

Nach den positiven Erfahrungen der letzten Saison, in der 4600 Skifahrer den Asten-Express nutzten, wird dieser Pendelverkehr von Ende Dezember bis Anfang März an den Wochenenden zusätzlich zum regulären Busplan wieder angeboten. Der Asten-Express fährt zweimal pro Stunde von der Innenstadt und dem Bahnhof in die Skigebiete in Winterberg, Altastenberg, Neuastenberg und Langewiese. Er hält an 22 Stationen.

Bahn und Fernbus

Ab dem 9. Dezember soll an den Wochenenden ein zusätzlicher Zug eingesetzt werden, der jeweils um 18.31 Uhr ohne Umsteigen von Winterberg nach Dortmund durchfährt. Zur Rennrodel-WM vom 25. bis 27. Januar 2019 sind außerdem Kombi-Tickets aus Eintritts- und Zugfahrkarte in Planung. Die Flixbusse fahren ebenfalls aus mehreren Städten nach Winterberg und nehmen Skier für 9 Euro Aufpreis mit. „Alles, was unsere Gäste von der Straße auf die Schiene bringt, hilft!“

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