Brilon.

Umgang mit Sterben, Tod und Trauer gelernt

Brilon.  Sterben, Tod, Trauer: Themen, die berühren. Zugleich auch Themen, die viele Menschen hilf- und sprachlos machen. Ganz bewusst haben sich hingegen in den vergangenen zehn Monaten zwölf Teilnehmer mit Sterben, Tod und Trauer auseinandergesetzt. Sie haben die sowohl zeit- als auch gefühlsintensive Ausbildung als Sterbebegleiter absolviert und bekamen jetzt ihr Zertifikat überreicht.

Mit den Absolventen hat sich der Mitarbeiterkreis des Briloner Hospizvereins verdoppelt. Bisher zählte das ehrenamtliche Team 12 Sterbegeleiter. Seit Vereinsgründung im Jahr 1998 haben die Mitarbeiter des Briloner Hospizvereins über 300 Menschen und ihre Angehörige auf ihrem letzten Lebensweg begleitet. Zu den 12 neuen Mitarbeitern gehören Corinna Böddicker, Jutta Engel, Sabine Götte, Helmut Kuske, Kirsten Luis, Ursula Lösche, Brigitte Mölter, Andrea Ortmann, Gabi Ruiz-Sanches, Sarah Schlierenkamp, Heti Weber und Gaby Witteler. Ihr zukünftiges ehrenamtliches Engagement eröffnet oftmals einen neuen Blick auf das eigene Sein.

100 Unterrichtsstunden

„Jede Begleitung ist eine besondere und intensive Begegnung, die auch viel in einem selbst anrührt“, sagt Hildegard Padberg, Koordinatorin im Hospizverein. Aus diesem Grund setzten sich die Teilnehmer in den 100 Unterrichtsstunden unter anderen auch mit der eigenen Sterblichkeit und Trauerarbeit auseinander.

Ziel war, eine zugewandte und akzeptierende Haltung in der Begleitung von Sterbenden und ihren Angehörigen zu entwickeln, um den unterschiedlichen Umgang mit Sterben, Tod und Trauer nicht nur auszuhalten, sondern auch anzunehmen und zu begleiten. „Denn so unterschiedlich wie das Leben ist auch das Sterben“, weiß Lucie Ernstberger vom Hospizverein.

Unter der Leitung von Karin Kinkel-Lennemann, Religionspädagogin und Trauerbegleiterin, setzten sich die Kursteilnehmer unter anderem auch mit der finalen Sterbephase auseinander und lernten Körper- und Symbolsprache zu deuten sowie Nähe und Distanz in Einklang zu halten. Besondere Themen waren auch Trauerbegleitung sowie der Umgang mit demenziell erkrankten Menschen.

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