Corona-Pandemie

Neue Corona-Regeln: Was im Sauerland jetzt zu beachten ist

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Maskenpflicht im Flugzeug fällt weg, in anderen Einrichtungen bleibt sie allerdings bestehen – und kann ausgeweitet werden. Auch im HSK gelten die Regeln.

Maskenpflicht im Flugzeug fällt weg, in anderen Einrichtungen bleibt sie allerdings bestehen – und kann ausgeweitet werden. Auch im HSK gelten die Regeln.

Foto: Sebastian Kahnert / dpa

Hochsauerlandkreis.  Maskenpflicht, Testpflicht und Isolation: Die Bundesregierung hat für Oktober die Corona-Maßnahmen verschärft. Die Regeln im Überblick:

Ab Oktober gelten neue Corona-Regeln – auch im Hochsauerlandkreis. Diese gehen auf das erneuerte Infektionsschutzgesetz zurück, dass der Bund vorgestellt hatte und das den Ländern Raum zur Ausgestaltung gibt. Was sich jetzt ändert und welche Regeln bestehen bleiben.

Maskenpflicht:

  • Bundesweit vorgeschrieben werden FFP2-Masken in Kliniken, Pflegeheimen und Arztpraxen. Auch in Fernzügen gilt weiter eine Maskenpflicht, wobei für Kinder eine einfache OP-Maske reicht.
  • In Flugzeugen fällt die Maskenpflicht weg.
  • Die Länder können zudem eine Maskenpflicht in Nahverkehrszügen und -bussen sowie in Innenräumen wie Geschäften und Restaurants vorschreiben, müssen dies aber nicht. Das Land NRW hat schon signalisiert, dass es weiterhin bei den bestehenden Regelungen verbleiben will – und auf eine Maskenpflicht in Innenräumen vorerst verzichtet. Wer einen negativen Test vorzeigt, ist in der Gastronomie und bei Veranstaltungen ohnehin zwingend von einer solchen Pflicht auszunehmen.
  • In Schulen können Länder ab Klasse fünf eine Maskenpflicht ausrufen. Das NRW-Gesundheitsministerium schreibt dazu aber: „Das Schulministerium wird über die Regelungen für die Zeit nach den Anfang Oktober beginnenden Herbstferien in der kommenden Woche informieren.“ Im Kita-Bereich würden aufgrund der „aktuell stabilen Lage“ zunächst bis auf Weiteres die Ende Juli beschlossenen Regelungen gelten.
  • Auch in staatlichen Einrichtungen zur gemeinsamen Unterbringung vieler Menschen (zum Beispiel Asyl- und Flüchtlingsunterkünfte, Gemeinschaftsunterkünfte für Wohnungslose) bleibt die Maskenpflicht in Innenräumen bestehen.

Testpflicht:

  • An Schulen und Kitas können die Länder auf Grundlage des neuen Infektionsschutzgesetzes Tests vorschreiben. Für Kita-Kinder werden derzeit acht Tests pro Monat zur Verfügung gestellt, erst einmal bis zu den Herbstferien. Die Finanzierung dieser Tests ist aber bis zum Jahresende gesichert. Testergebnisse müssen nicht verpflichtend in der Kita mitgeteilt werden. Hat ein Kind allerdings typische Symptome, kann ein Träger die Betreuung des Kindes von einer Bestätigung eines zuhause gemachten negativen Selbsttests abhängig machen.
  • In Pflegeheimen und Kliniken muss vor dem Zutritt ein negativer Test vorgelegt werden. Auch die bisher geltenden Testpflichten für Beschäftigte sowie bei Neuaufnahmen werden fortgeführt.
  • In Asyl- und Flüchtlingsunterkünften kann für vollständig immunisierte Personen auf einen Test verzichtet werden. Gleiches gilt in Justizvollzugsanstalten, Abschiebungshafteinrichtungen und anderen Einrichtungen, in denen freiheitsentziehende Unterbringungen erfolgen.

Quarantäneverordnung

Wer positiv getestet ist, muss sich grundsätzlich zehn Tage in Isolation begeben. Nach fünf Tagen besteht jedoch die Möglichkeit der Freitestung. In Nordrhein-Westfalen ist hierfür weiterhin ein negativer offizieller Coronaschnelltest oder ein PCR-Test (negativ oder mit einem Ct-Wert > 30) erforderlich. Ein selbst durchgeführter Test reicht nicht aus. Die Freitestung bleibt nach den bundesrechtlichen Regelungen auch zukünftig kostenfrei.

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Wenn sich die Infektionslage verschlimmert, können die Länder mit einem Landtagsbeschluss weitere Vorgaben zum Infektionsschutz machen. Dazu zählen etwa Besucher-Obergrenzen für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Derzeit ist die Infektionslage in Nordrhein-Westfalen stabil, und die Zahl der mit Corona infizierten Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern ist in den vergangenen Wochen zurückgegangen. Dennoch bleiben wir insbesondere mit Blick auf den kurz bevorstehenden Herbstanfang wachsam und beobachten die Situation weiterhin fortlaufend, um auf Veränderungen frühzeitig reagieren zu können.“

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