Gericht

Urteil gegen Mann aus dem Raum Brilon zur Bewährung

Das Landgericht hat einen Mann aus dem Raum Brilon noch einmal zu einer Bewährungstrafe wegen Besitzes und Verbreitung kinderpornografischen Materials verurteilt.

Foto: Kurt Michelis

Das Landgericht hat einen Mann aus dem Raum Brilon noch einmal zu einer Bewährungstrafe wegen Besitzes und Verbreitung kinderpornografischen Materials verurteilt. Foto: Kurt Michelis

Brilon/Arnsberg.   Wegen Besitzes und Verbreitung kinderpornografischen Materials ist ein Mann aus dem Raum Brilon zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Doch noch um einen Gefängnisaufenthalt herum gekommen ist ein 53 Jahre alter Mann aus dem Raum Brilon. In zweiter Instanz wandelte die 6. Große Strafkammer des Landgerichts Arnsberg die einjährige Haftstrafe ohne Bewährung, die das Amtsgericht Brilon im September vergangenen Jahres wegen Besitzes und Verbreitung kinderpornografischen Materials verhängt hatte, ab.

Allerdings packte die Strafkammer eine ordentliche Geldbuße mit in das Urteil. 3600 Euro muss der Mann an den Kinderschutzbund zahlen. Außerdem hat er eine bereits begonnen Therapie weiterzuführen.

2014 zum ersten Mal verurteilt

Rund 40 Videos und mehr als 600 Bilder, die junge und sehr junge Kinder unbekleidet und bei sexuellem Missbrauch zeigen, hatte die Polizei Anfang vergangenen Jahres auf dem Laptop des Angeklagten entdeckt. Nicht zum ersten Mal.

Bereits 2014 war der Mann wegen des gleichen Deliktes vom Amtsgericht Brilon zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr zur Bewährung verurteilt worden. Schon damals hatte der Mann sich in Behandlung begeben sollen. Er habe allerdings keinen Therapeuten finden können, sagte er. Da sei er rückfällig geworden.

Vier Jahre einwandfrei führen

Mittlerweile hat sich Mann im Ruhrgebiet einer Einrichtung anvertraut, und sein Verteidiger, Oliver Brock, hatte eigens die Therapeutin als Zeugin zu der Berufungsverhandlung laden lassen.

Staatsanwältin Bramlage hatte in ihrem Plädoyer beantragt, die Berufung zu verwerfen und die Freiheitsstrafe des Amtsgerichts Brilon zu bestätigen.

Das Gericht schloss sich allerdings dem Antrag der Verteidigung an, die Strafe noch einmal unter Auflagen zur Bewährung auszusetzen. Bewährungszeit: vier Jahre.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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