B7n

Variante 1 für die B7n?

So sehen die Varianten aus, die Straßen.NRW für die B7n im Raum Altenbüren und Brilon entwickelt hat.

So sehen die Varianten aus, die Straßen.NRW für die B7n im Raum Altenbüren und Brilon entwickelt hat.

Foto: WP-Grafik Nossutta

Altenbüren  SPD-Fraktion will Führung von Altenbüren entlang der Hochspannungstrasse durch das Aatal noch mal prüfen lassen.

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. Gibt es nicht doch eine Möglichkeit, die B7n in der sog. Variante 1 von Altenbüren entlang der Hochspannungstrasse durch das Aatal zu führen? Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Brilon will das jedenfalls noch einmal untersuchen lassen und hat daher beschlossen, einen – so die Fraktion in einer Pressemitteilung – „Antrag zur Prüfung der Möglichkeit einer Neukartierung zu stellen, ohne dabei eine Rückstufung der Maßnahme im Gesamten zu riskieren“.

In eine öffentlichen Fraktionssitzung im vollbesetzten Sportheim des TuS Elmberborg Altenbüren seien Politiker wie Einwohner der Ansicht gewesen, dass diese Variante „verkehrs- und bautechnisch die bei weitem Beste“ sei. Es greife aber zu kurz, zu suggerieren, dass diese Trasse bei gutem Willen problemlos zu realisieren sei, wie es jüngst die Briloner CDU in den Raum gestellt habe (die WP berichtete). „So einfach ist die Welt leider nicht. Auch Schuldzuweisungen helfen nicht weiter, vor allem dann nicht, wenn sie an der Realität vorbeigehen“, heißt es in der Pressemitteilung der SPD weiter.

Sinnvollste Linienführung

In der Ratssitzung am 25. Februar habe Straßen.NRW „hinreichend deutlich gemacht, welch hohen naturschutzrechtlichen Widerständen die Variante 1 ausgesetzt“ sei. Dennoch hätten die städtischen Vertreter im Arbeitskreis immer wieder auf die weitere Einbeziehung der Variante 1 im Planungsverfahren bestanden, weil sie die sinnvollste Linienführung darstellt.

„Wenn sich diese jedoch als endgültig nicht durchsetzbar erweist, wäre es grob fahrlässig, bei der höchst unsicheren Planungslage nicht über Alternativen nachzudenken, um überhaupt eine realisierbare Trasse zu finden; ansonsten haben wir nämlich am Ende gar nichts“, so Bürgermeister Dr. Christof Bartsch in der Ratssitzung und in der öffentlichen Fraktionssitzung.

SPD-Fraktionsvorsitzender Hubertus Weber: „Wir können nur dazu aufrufen, die Möglichkeit der Beteiligung zu nutzen. Es bringt aber gar nichts den Leuten vorzumachen, hier gäbe es einfache Lösungen. Jede Trassenführung wird mit Belastungen und Landschaftseingriffen verbunden sein. Die Menschen haben die Nase gestrichen voll davon, wichtige Themen jenseits der sachlichen auf die politische Ebene zu heben und sich mit populistischen Äußerungen an die Leute heranzuschmeißen.“

Heinz-Gerd Gehling, Geschäftsführer der SPD-Ratsfraktion: „Der ständige Wahlkampfmodus einzelner Vertreter verhindert auch hier ein gemeinsames Ringen um die Sache – und das ist es, wofür uns unsere Bürger die Verantwortung übertragen haben. Die möglichen Folgen tragen die Anwohner in Altenbüren und Antfeld. Parteiinteressen sollten hier hinten anstehen.“

Alternativ zu der neuen Trasse durch das Aatal gibt es den Plan, die B7n vom Kreuzberg in Altenbüren durch die Haar im Bereich der Verkehrsbetriebe auf die Umgehungsstraße zu führen, dort bis etwa zur Einmündung der Scharfenberger Straße auszubauen und von dort einen neuen Ast hinter Mercedes Witteler her im Bereich Fünf Brücken auf die Möhnestraße/B480 zu leiten.

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