Kleiderkammer

Verein „KUNTERBUNT“ eröffnet in Brilon eigenen Laden

(v.l.) Barbara Harding, Kirsten Ecken, Maria Weber, Alexandra Wess. Brigitta Schlüter freuen sich über den regen Betrieb im "KUNTERBUNT"-Geschäft in der Briloner Friedrichstraße.

(v.l.) Barbara Harding, Kirsten Ecken, Maria Weber, Alexandra Wess. Brigitta Schlüter freuen sich über den regen Betrieb im "KUNTERBUNT"-Geschäft in der Briloner Friedrichstraße.

Foto: Sebastian Hahn

Brilon.   Der Briloner Verein „KUNTERBUNT“ hat sich im Januar neu gegründet und eröffnet jetzt eine eigene Kleiderkammer in der Friedrichstraße.

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Im Schaufenster in der Friedrichstraße 10 herrscht Karnevalsfieber: Ein paar Kostüme hängen in den neuen Räumen der Kleiderkammer des Vereins „Kunterbunt“. „Wir schauen immer, dass wir saisonale Kleidung im Programm haben“, erklärt die Vorsitzende Barbara Harding.

Seit Anfang Februar hat der kurz zuvor gegründete Verein das neue Geschäft in der Friedrichstraße bezogen, insgesamt stehen drei Räume für den Verkauf zur Verfügung. „Unser Fokus liegt vor allem auf Kinderkleidung, wir haben aber auch Damen- und Herrenmode im Angebot“, ergänzt Barbara Harding.

Der größte Verkaufsraum ist für Kindersachen reserviert, T-Shirts, Hosen, aber auch Spielzeug stapeln sich übersichtlich in den Regalen. Wer nach Geschirr oder Tassen sucht, wird auch fündig: „Anfangs wollten wir uns nur auf Kleidung konzentrieren, aber auch in anderen Bereichen war die Nachfrage groß“, sagt Barbara Harding.

Niedrige Preise bis maximal fünf Euro

Im Vordergrund steht bei allen Angeboten der Preis: Kindersachen kosten maximal zwei Euro, bei Kleidung für Erwachsene sind es maximal fünf. Die Nutzung von gemeinnützigen Kleiderkammern ist hilfebedürftigen Personen vorbehalten.

„Die Kunden sollen sich aber bei uns wie in einem richtigen Geschäft fühlen. Wir wollen sie nicht bedrängen und sind auf Augenhöhe – von Brilonern, für Briloner“, so Barbara Harding. Bereits die ersten Wochen in der Kleiderkammer laufen gut, knapp 40 ehrenamtliche Helfer kümmern sich um den Laden und die Spendenannahme. „Es kommen auch überraschend viele junge Leute“, erklärt Barbara Harding.

Dreimal die Woche, montags, mittwochs und donnerstags, öffnet das Geschäft seine Türen, jeweils von 10 bis 12 und von 16 bis 18 Uhr. Hinzu kommt ein weiterer Termin an jedem ersten Samstag im Monat. „Oft stehen Kunden aber schon vor Ladenöffnung vor der Tür. Wir bleiben dann freundlich und bitten um etwas Geduld“, berichtet Barbara Harding.

Idee im Briloner Flüchtlingscamp

Ursprünglich hatten sich die Vereinsmitglieder zusammengefunden, um in der Flüchtlingskleiderkammer zu helfen. Nach deren Schließung kooperierten sie zehn Monate lang mit der Caritas. „Das war für den Übergang eine gute Lösung, hat aber auf Dauer leider nicht funktioniert“, erklärt Barbara Harding.

Als Konkurrenz zu den etablierten Kleiderkammern sehe sich „Kunterbunt“ nicht: „Wir haben am Dienstag geschlossen, wenn die anderen Kleiderkammern geöffnet haben“, berichtet Barbara Harding.

Auch wenn das Geschäft bereits gut läuft, ist der Verein weiterhin auf Spenden angewiesen. Diese können montags zwischen 18 und 19.30 Uhr im ehemaligen DRK-Heim, An der Schützenhalle 18, abgegeben werden. „Oft kommen Spender mit ganzen Kofferräumen voll Sachen. In dringenden Fällen holen wir für die Kunden auch Sachen direkt aus dem Lager“, ergänzt Barbara Harding.

Für werdende Eltern hat „Kunterbunt“ zudem ein besonderes Angebot: Nach Absprache wird eine Tasche mit Erstlingskleidung für das Baby zusammengestellt. „Die ist dann auch kostenlos“, sagt Barbara Harding.

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