Briefwahl

Von Hallenberg bis Marsberg immer mehr Briefwähler

Barbara Vogelwiesche von der Stadt Hattingen mit Unterlagen der Briefwahl zur Bundestagswahl 2017.

Foto: Fischer/Funke Foto Services

Barbara Vogelwiesche von der Stadt Hattingen mit Unterlagen der Briefwahl zur Bundestagswahl 2017. Foto: Fischer/Funke Foto Services

Altkreis.   Von Hallenberg bis Marsberg haben fast alle Kommunen im Altkreis Brilon schon jetzt so viele Briefwahl-Unterlagen wie 2013 ausgestellt.

Es gibt immer mehr Briefwähler – diesen Trend bestätigen auch die Wahlämter im Altkreis Brilon. In fünf Kommunen übersteigt die Zahl der angeforderten Briefwahlunterlagen schon rund zehn Tage vor der Wahl den Stand von 2013. Einzig Medebach verzeichnete gestern noch elf Wahlberechtigte weniger.

„Die aktuelle Entwicklung spiegelt den Trend der vergangenen Wahlen wider, dass die Briefwahl immer stärker in Anspruch genommen wird“, so Udo Dünnebacke, Wahlleiter für Olsberg. Dazu komme, dass traditionell bei einer Bundestagswahl die höchste Wahlbeteiligung zu verzeichnen sei.

In Olsberg forderten bist dato 21,2 Prozent der Wahlberechtigten die Briefwahl-Unterlagen an, 2013 waren es insgesamt 20,4 Prozent. In Brilon ist der absolute Hochstand an Briefwählern schon jetzt um rund fünf Prozent überschritten (4400 gegenüber 4161 in 2013).

Zahl der Briefwahl-Bezirke wegen Zunahme erhöhen

Olsberg richtete kurzfristig noch einen vierten Briefwahlbezirk ein, nachdem schon zur Landtagswahl ein dritter hinzugekommen war.

Marsberg hat kurzfristig auf drei Briefwahlbezirke erhöht, Winterberg schon vor der Landtagswahl von zwei auf drei und Brilon von sechs auf sieben. Auch Medebach hat die Zahl der Briefwahlbezirke wieder auf zwei erhöht. Bei der Landtagswahl im Mai war man auf einen runtergegangen, dann hatten sich aber rund 800 Wahlberechtigte zur Briefwahl entschlossen - die Wahlhelfer kamen ins Schwitzen.

Hallenberg bleibt bei einem Wahlbezirk: Bis gestern hatten 532 von 3455 Wahlberechtigten ihre Briefwahlunterlagen angefordert, Brigitte Peter vom Wahlbüro rechnet damit, dass es bis nächste Woche noch 600 werden. Das schaffen die Wahlhelfer noch alleine. Und: „Weil der Briefwahlbezirk dieses Mal für die amtliche Statistik mit ausgezählt wird, ging das auch nicht.“ Das heißt, in Hallenberg wird zum Beispiel genau notiert, welche Geburtsjahrgänge zum Beispiel Briefwahl machen.

Mehr Wahlhelfer in Briefwahl-Bezirken einsetzen

Die meisten Städte haben ihre Briefwahlbezirke mit mehr Wahlhelfern besetzt, zumeist mit einer Person mehr als in den örtlichen Wahllokalen. Nur: So viel mehr Wahlhelfer lassen sich auch nicht finden. Die Städte sind froh, wenn sie ihre Helferzahl zusammen haben, was aber noch so eben gelingt.

Früher anfangen hilft nur bedingt

In Hallenberg fangen die Helfer für die Briefwahl eine Stunde eher an. Früher macht keinen Sinn, weil als einzige Vorarbeit nur in Frage kommt, schon einmal den äußeren, roten Umschlag aufzumachen. Der zweite eigentliche Wahlumschlag darf erst um 18 Uhr aufgemacht werden, betont Marc Reermann, Wahlleiter in Brilon. Jeden Tag geben auch bei ihm im Wahlamt Bürger ihre Briefwahl-Umschläge direkt ab. Besonders morgens herrsche ein regelrechtes Kommen und Gehen. Das wird mehr, je näher die Wahl kommt, weil der Postweg ja eingerechnet werden muss.

Und à propos: Wer, was auch vorkommt, keine Wahlbenachrichtigung im Briefkasten hatte, der kann trotzdem – mit Personalausweis – wählen gehen oder sich – falls er Briefwahl machen möchte – beim Wahlamt melden.

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