Polizei im HSK

Warum die Briloner Polizeiwache modernisiert werden muss

Die Polizeiwache Brilon soll modernisiert werden. Ein Problem ist die fehlende Barrierefreiheit.

Die Polizeiwache Brilon soll modernisiert werden. Ein Problem ist die fehlende Barrierefreiheit.

Foto: Jürgen Hendrichs

Altkreis.  Die Polizeiwachen in Brilon, Marsberg und Winterberg sind in die Jahre gekommen und müssen modernisiert werden. Mängel gibt es einige.

Die Polizeiwachen in Marsberg, Brilon und Winterberg sind in die Jahre gekommen und müssen modernisiert werden. Dabei geht es um Barrierefreiheit, Sicherheitstechnik und Sanierungen. Am Ende soll es für jede Wache eine auf den jeweiligen Standort abgestimmte Lösung geben. Aktueller Stand: In Marsberg ist ein kompletter Neubau vorgesehen, für Winterberg sind Umbaumaßnahmen geplant und mit Blick auf Brilon wird derzeit die weitere Nutzung des bisherigen Gebäudes am Kreishaus geprüft.

Gebäude gehört dem Hochsauerlandkreis

Eigentümer des „in die Jahre gekommenen“ Gebäudes „Am Rothaarsteig“ in Brilon ist der Hochsauerlandkreis. Deshalb beschäftigt sich der Kreistag in seiner nächsten Sitzung mit dem Thema. Denn die Kreisverwaltung beabsichtigt – in Absprache mit der Polizei – ein Sanierungskonzept zu erarbeiten und dafür ein Planungsbüro zu beauftragen. Dafür sollen im Haushalt 2020 außerplanmäßig 100.000 Euro bereit gestellt werden, um erste Planungsleistungen abrechnen zu können.

Eine Projektgruppe der Kreispolizeibehörde beschäftigt sich mit der Verbesserung der polizeilichen Liegenschaften im HSK. Für die Weiternutzung des kreiseigenen Gebäudes in Brilon spricht aus Polizeisicht unter anderem die Nähe zum Stadtkern und zu anderen Behörden sowie die gute Verkehrsanbindung. Deshalb werde zurzeit eine vollständige Sanierung favorisiert, heißt es auf Anfrage der WP. Ein Blick in die Mängelliste zeigt aber, dass dort einiges verändert werden muss, um die Wache für die Zukunft gut aufzustellen.

Ziel: Mehr Sicherheit

Der Zustand des Polizeigewahrsams in der Briloner Wache ist beispielsweise ein Punkt, der auf der Mängelliste steht. Wie die Polizei auf Anfrage mitteilt, muss der Gewahrsam heute umfangreichen, vom NRW-Innenministerium entwickelten einheitlichen Standards entsprechen. Um diese Vorgaben zu erfüllen, müssen in Brilon Umbaumaßnahmen stattfinden. Dabei geht es beispielsweise darum, die Sicherheit der Personen im Gewahrsam zu gewährleisten.

Gleichzeitig geht es aber auch um den Schutz der Polizei-Kolleginnen und Kollegen. Deshalb sei die Einrichtung eines Sicherheitsbereichs sehr wichtig. Auch dafür gibt es landesweit einheitliche Standards. Mit Blick auf den Sicherheitsaspekt sei auch der Umbau des kompletten Haupteingangs erforderlich. Denn: Im Eingangsbereich einer Polizeiwache findet regelmäßig der Erstkontakt zwischen Bürger und Polizei statt. Polizei-Pressesprecher Sebastian Held erklärt dazu: „Der Wachhabende weiß nie, was auf ihn zukommt, wenn eine Person die Wache betritt. Er muss daher besonders geschützt werden.“ Unter anderem sollen die Eingangstüren automatisiert und mit Blockadefunktionen ausgestattet werden.

Gebäude ist nicht barrierefrei

Auch das Thema Barrierefreiheit spielt eine wichtige Rolle beim Umbau. „Jeder Hilfesuchende muss jederzeit die Möglichkeit haben, problemlos und schnell eine Polizeiwache aufsuchen zu können“, so Sebastian Held. Modernisierungsbedarf gibt es außerdem mit Blick auf die Wasch- und Duschbereiche. Auch im Bereich der Stellplätze soll es Veränderungen geben.

Neubau in Marsberg

Derzeit wird in Zusammenarbeit mit dem jetzigen Vermieter, also dem Hochsauerlandkreis, die Weiternutzung der bestehenden Polizeiliegenschaft in Brilon geprüft. Zum zeitlichen Rahmen der im Altkreis Brilon geplanten Maßnahmen können, so die Polizei, noch keine verbindliche Aussagen gemacht werden. Der Umbau und die Erweiterung der Polizeiwache Winterberg werde voraussichtlich als erstes umgesetzt, da hier die Planungen schon sehr weit fortgeschritten sind. In Bezug auf den Neubau der Polizeiwache Marsberg müssen noch Fragen im Genehmigungsverfahren geklärt werden. Deshalb kann noch kein Standort benannt werden.

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