Glaube

Warum Erzbischof Becker im Sauerland Islamforscher zitiert

Die Missionsschwestern „Königin der Apostel“ im Josefshaus feierten ihr 100. Jubiläum in Hallenberg mit einem  Festhochamt, zu dem auch Erzbischof Hans-Josef Becker aus Paderborn anreiste.

Die Missionsschwestern „Königin der Apostel“ im Josefshaus feierten ihr 100. Jubiläum in Hallenberg mit einem Festhochamt, zu dem auch Erzbischof Hans-Josef Becker aus Paderborn anreiste.

Foto: Rita Maurer

Die Schwestern des Ordens „Königin der Apostel“ wohnen und wirken seit 100 Jahren in Hallenberg. Erzbischof Becker würdigt das Jubiläum.

Hallenberg. Eine Rose als Dankeschön für 100 Jahre Nächstenliebe: Am Montag feierten die Missionsschwestern „Königin der Apostel“ im Josefshaus ihr 100. Jubiläum in Hallenberg mit einem Festhochamt, zu dem auch Erzbischof Hans-Josef Becker aus Paderborn anreiste. Bei seiner Predigt nimmt er auch Bezug auf einen Islamforscher.

Im Januar 1919 waren die ersten Schwestern nach Hallenberg gekommen und gründeten hier ein Krankenhaus sowie das heute noch bestehende Seniorenheim. Heute leben 17 Schwestern im Josefshaus.

Für alle immer ein freundliches Wort

Sie kümmern sich neben ihren Aufgaben im Orden um den Küsterdienst, besuchen ältere Menschen, bringen ihnen die Kommunion und arbeiten bei der Hospizinitiative Hallenberg/Winterberg mit. Es vergeht kaum ein Tag, an dem man die rührigen Ordensfrauen nicht in der Stadt sieht, wo sie für alle ein freundliches Wort haben.

Erzbischof Becker würdigte das Wirken im Rahmen seiner Predigt und nahm dabei auch bezug auf einen Islamforscher. „Navid Kermani, der Islamforscher und Orientalist, hat im letzten Jahr bei einem Kongress bei uns in Paderborn in sehr schönen Worten das seiner Meinung nach Einzigartige der christlichen Liebe so beschrieben: ‘Diese Liebe geht über das Maß hinaus, auf das ein Mensch auch ohne Gott kommen könnte: sie macht keinen Unterschied’.“

Eine Liebe, die bis zur Stellvertretung und Feindesliebe gehe und dem „Leben in Fülle“ Raum schaffe, gegen alle Erfahrung von Fremde, Heimatlosigkeit und Verlorenheit. „Vielfältig sind in diesem Sinn, liebe Schwestern, Ihre Dienste weltweit, vielfältig aber auch hier in Hallenberg: im Caritas-Alten- und Pflegeheim, im Hospiz und in der Seelsorge, in Ihrer Gastfreundschaft und in Ihrer ganz besonderen Spiritualität“, so der Erzbischof weiter in seiner Predigt.

Die rührigen Schwestern sind mit ihrer herzlichen und anpackenden Art aus Hallenberger auch nicht wegzudenken. Bei allen Veränderungen der letzten 100 Jahre sind die Ordensschwestern immer ein verlässlicher Rückhalt für die Bevölkerung geblieben.

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