Europäische Union

Wie der Hochsauerlandkreis von Geldern aus Europa profitiert

22.842.746 Euro -  fast 23 Millionen Euro - flossen und fließen als EU-Förderung in der aktuellen Förderperiode (2014-2020) an die Städte und Gemeinden des Hochsauerlandkreises.

22.842.746 Euro - fast 23 Millionen Euro - flossen und fließen als EU-Förderung in der aktuellen Förderperiode (2014-2020) an die Städte und Gemeinden des Hochsauerlandkreises.

Foto: Patrick Seeger/dpa

Hochsauerlandkreis.   Die SPD Landtagsfraktion hat für die Kreise und Städte in NRW nachgeschaut, welche Summen woher kommen. Sie ziehen eine mehr als positive Bilanz.

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Was bringt uns eigentlich Europa? Diese Frage hört man in den heutigen Zeiten immer wieder. Gerade anlässlich der Europawahl im kommenden Mai werden wieder Stimmen laut, die den Sinn der Europäischen Union hinterfragen und sogar verlassen wollen. Das Chaos rund um den Brexit lässt grüßen.

Die SPD Landtagsfraktion hat jetzt detailliert für die Kreise und Städte in NRW nachgeschaut und zieht dagegen eine mehr als positive Bilanz. Neben den allgemeinen Vorteilen, wie zum Beispiel Zoll- und Reisefreiheit zwischen den Staaten, bringt die EU den Kommunen im Hochsauerlandkreis vor allem eins – eine ganze Menge Geld für Projekte der Bürgerinnen und Bürger vor Ort.

Regionale Entwicklung

22.842.746 Euro - fast 23 Millionen Euro - flossen und fließen als EU-Förderung in der aktuellen Förderperiode (2014-2020) an die Städte und Gemeinden des Hochsauerlandkreises.

Davon kamen fast 7,3 Millionen aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE), knapp 3,1 Millionen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) sowie über 12 Millionen Euro aus dem Landwirtschafts- und Entwicklungsfonds für ländliche Räume der Europäischen Union (ELER/LEADER). Damit liegt der HSK auf Rang zwei der Flächenkreise in Nordrhein-Westfalen.

„Der Hochsauerlandkreis profitiert von Europa. Dies zeigen die Zahlen eindringlich.“, erklärt der Vorsitzende der SPD im Sauerland, Dirk Wiese (MdB). „Insbesondere Leader ist ein Programm für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Für den neuen Haushalt der EU (2021 - 2027) ist es daher wichtig, dass diese Mittel nicht gekürzt werden.“

Kürzungen nicht akzeptabel

EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) hatte in einem ersten Entwurf Kürzungen von bis zu 25 Prozent für die ländlichen Räume, sogenannte 2. Säule der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik, vorgesehen. „Dieser Vorschlag ist für uns nicht akzeptabel. Wir werden uns auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass der ländliche Raum gestärkt und nicht geschwächt wird“, äußert sich Dirk Wiese.

Aus Sicht der Sauerländer SPD ist es zudem wichtig bei Programmen wie Leader vermehrt mit Bagatellgrenzen zu arbeiten, um kleine und große Projekte nicht mit den gleichen bürokratischen Nachweisen zu verpflichten.

Ebenso wäre mehr Flexibilität beim Leader-Regionalmanagement ein sinnvoller Weg. Andere Bundesländer wie als auch Nachbarland Österreich, seien hier viel weiter als Nordrhein-Westfalen, so Dirk Wiese.

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