Engagement

Wie eine Schnade Jugendliche zu mehr Dialog bringen soll

Briloner Jugendschnade: Antje Jäkel, Vikarin und Benedikt Meckel, Jugendpresbyter, sind im Organisations-Team der 1. Briloner Jugendschnade.

Briloner Jugendschnade: Antje Jäkel, Vikarin und Benedikt Meckel, Jugendpresbyter, sind im Organisations-Team der 1. Briloner Jugendschnade.

Foto: Jutta Klute

Brilon.   Bei einem Jugendschnadegang sollen in Brilon Grenzen nicht ab- sondern überschritten werden. Die Organisatoren erklären, worum es ihnen geht.

„Wir werden nicht Grenzen ablaufen, sondern gemeinsam Grenzen überschreiten“, erklärt Antje Jäkel den geplanten Jugendschnadegang in Brilon. Sie ist seit 2017 Vikarin der Ev. Kirchengemeinde Brilon, die zu der Veranstaltung gemeinsam mit einigen Kooperationspartner zu der Veranstaltung einlädt. Sie erklärt, was mit der Aktion erreicht werden soll. Anmeldungen sind noch möglich. Aber auch spontan kann jeder Jugendliche kommen.

Die Veranstaltung findet am Samstag, 18. Mai statt. Damit die Veranstalter planen können, wäre es schön, wenn sich möglichst viele Teilnehmer vorher anmelden würden: 02961 50020 oder gemeindeamt@kirchebrilon.de. Eine Teilnahme ist jedoch auch spontan, also ohne vorherige Anmeldung, möglich.

Zu den einzelnen Jugendorten in Brilon laufen

Neben der Ev. Kirchengemeinde sind die Neuapostolische Kirche, das ADH, das Jugendparlament, die Youth-Hanse und die Pfadfinder mit dabei. Sie alle gehören zur Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK), die sich vor zwei Jahren am Reformationstag ins Leben gerufen wurde. Gemeinsam wollen die Teilnehmer bei Jugendschnadegang am Samstag zu den einzelnen Jugendorten in Brilon laufen. Jede Einrichtung stellt sich dort kurz vor. Außerdem gibt es diverse Mitmachaktionen. Los geht’s um 11 Uhr im Pfadfinderhaus am Mistemarkt. Weitere Anlaufpunkte sind das Alfred-Delp-Haus, Jugendparlament und Youth-Hanse auf dem Marktplatz, die Neuapostolische Kirche (Pause/Mittagessen) und zum Abschluss die Ev. Kirchengemeinde. Dort findet von ca. 14 bis 15 Uhr ein Konzert mit dem Briloner DJ Black Smith statt.

Etwas Konfessionsübergreifendes machen

Die Idee zu der Veranstaltung stammt von Antje Jäkel, die zurzeit ihr Vikariat absolviert. Im Rahmen ihres zweiten Theologischen Examens hat die 30-Jährige, die in Ostwig lebt, dieses Projekt auf den Weg gebracht. „Wir wollen mit diesem Angebot etwas Konfessionsübergreifendes machen - eine gemeinsame Aktion. Mein Wunsch ist es, dass die Jugendschnade sich etabliert und so die Zusammenarbeit gefördert wird“, erklärt Antje Jäkel. Und: „Dabei möchten wir konfessionelle Grenzen überschreiten. Der Kern unserer Botschaft verbindet uns. Ich finde es gut, wenn nicht jeder sein eigenes Süppchen kocht, sondern auch mal gemeinsame Aktionen stattfinden“.

Kirche und Glaube sind mehr als der sonntägliche Gottesdienst

Mit zum Organisationsteam gehört auch Benedikt Meckel. Der 22-Jährige engagiert sich im Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde, wo er vor allem im Jugendbereich aktiv ist - unter anderem als Jugendgruppenleiter, aber auch bei der Organisation von „Sing-Star-Gottesdiensten“. Sein Appell an alle Jugendlichen im Zeitalter von Handys und sozialen Netzwerken: „Kommt raus, redet miteinander, kommuniziert nicht nur über Eure Handys, sprecht persönlich miteinander.“

Und genau dazu soll der Jugendschnadegang die jungen Teilnehmer anregen. Sie sollen erfahren: „Kirche und Glaube sind mehr als der sonntägliche Gottesdienst. Alle sind eingeladen, selbst mit zu gestalten“, macht Antje Jäkel deutlich.

Die Teilnahme an der Jugendschnade ist kostenlos. Jeder, der mitmacht, bekommt ein Schnadebändchen, das er um das Handgelenk legen kann.

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