Gesundheit

Wie Minister Laumann PTA-Schüler in Olsberg stützen möchte

Pharmazeutisch-technische Assistenten bei der Herstellung von Medikamenten. Diese Arbeiten finden unter strengsten hygienischen Auflagen statt.

Pharmazeutisch-technische Assistenten bei der Herstellung von Medikamenten. Diese Arbeiten finden unter strengsten hygienischen Auflagen statt.

Foto: Dietmar Wäsche

Olsberg.  Die PTA-Schule Olsberg besteht 50 Jahre. Das wurde am Mittwoch in einem Festakt gefeiert. Gesundheitsminister Laumann sendete eine Botschaft.

Die Finanzierung der Ausbildung zum Pharmazeutisch-technischer Assistent (PTA) war in Nordrhein-Westfalen längere Zeit ein Streitthema. Grund war das hohe Schulgeld. Die PTA ist die rechte Hand des Apothekers. Viele Jugendliche konnten sich die Ausbildung kaum leisten. Dabei haben PTA-Absolventen quasi eine Jobgarantie.

„Sie können stolz darauf sein, was Sie in den letzten 50 Jahren in der Ausbildung von Schülerinnen und Schüler zur PTA in Theorie und Praxis geleistet haben!“ So stellte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der PTA-Schule in Olsberg ein gutes Zeugnis aus.

Videobotschaft aus Anlass des Festakts

In seiner Videobotschaft aus Anlass des Festakts zum 50-jährigen Jubiläum der PTA-Schule sprach er sich noch einmal dafür aus, dass auch hier die Rahmenbedingungen stimmen und der Schulbesuch in Zukunft kostenlos sei müsse. Es gehe nicht an, dass Ärzte und Apotheker nichts für ihr Studium bezahlen brauchten, aber die Mitarbeiter von Morgen bzw. ihre Eltern aber für die Ausbildung zur Kasse gebeten würden.

Ähnlich sah es der Landrat des Hochsauerlandkreises, der Träger der Schule, Dr. Karl Schneider, in seiner Festansprache im Beisein zahlreicher Ehrengäste, wie Olsbergs Bürgermeister Wolfgang Fischer, dem Landtagsabgeordneten Matthias Kerkhoff sowie einigen ehemaligen Lehrern und Schülerinnen der ersten Stunde. Dr. Schneider: „Leute, die wir ausbilden, müssen nicht noch Geld mitbringen.“

Schulgeld konnte deutlich gesenkt werden

Dank der Unterstützung des Landes NRW, der Apothekerkammer Westfalen/Lippe und des Fördervereins halte sich das Schulgeld mit rund 50 Euro pro Monat jetzt zumindest in Grenzen. Das wirke sich auch sofort auf die Anmeldungszahlen für das neue Schuljahr aus, die aktuell bei 52 liegen. Ein gutes Zeichen, denn der Bedarf an gut ausgebildeten PTA in Apotheken, Krankenhäusern, Laboren, der Industrie und bei den Krankenkassen sei hoch, betonte der Landrat und wusste, dass alle Absolventen der PTA schon jetzt einen Arbeits- oder Studienplatz in Aussicht haben.

Der Vizepräsident der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, Frank Dieckerhoff, unterstrich noch einmal, wie wichtig der Kammer eine gute Ausbildung sei und welchen hohen Stellenwert die Olsberger Schule habe. Immerhin kämen auf jede Schülerin und jeden Schüler, der sein Examen bestanden habe, fünf freie Jobs.

Schulbetrieb auf so hohem Niveau gehalten

Der Vorsitzende des Fördervereins, Andreas Vogd, erzählte in einem kleinen Interview Marie Kentsch und Victoria Bub, dass diese PTA – Schule seinen Lebensweg geprägt und er ihr sehr viel zu verdanken habe. Der Apotheker aus Schmallenberg lobte aber auch den Hochsauerlandkreis, der immer hinter dieser PTA – Schule gestanden und diese unterstützt habe.

Musikalisch umrahmt wurde Feierstunde, die von Lotto Finkeldei und Hannah Rütten moderiert wurde, vom Trio Sarah und Jenny Iwe an der Klarinette sowie Nicolas Ränicke an der Trompete. Wie man mit den Kunden demnächst in der Apotheke nicht umgeht, wurde außerdem zur allgemeinen Erheiterung von den Schülern dann noch in einem kleinen Sketsch demonstriert.

Schulleiterin Ann-Katrin Rudolphi erinnerte in einem kurzen Rückblick auch an die Schulleiterinnen und – leiter, die die Lehranstalt für Pharmazeutisch-technische Assistenten des HSK (so der offizielle Name), mit geprägt haben und nannte insbesondere Ruth Lehmann und Monika Kierdorf-Witte. Ihr Dank galt aber auch dem HSK: „Es ist immer gut, einen starken Partner im Rücken zu wissen“. Nur so, nicht zuletzt auch dank externer Fördergelder könne ein Schulbetrieb auf so hohem Niveau gehalten werden.

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