Ausstellung

Wie sich Jugendliche das Dorf der Zukunft wünschen

In einer Ausstellungsreihe im Museum der Stadt Marsberg in Obermarsberg präsentiert sich diesmal Erlinghausen als ein Ortsteil der Stadt. Rechts: Ortsheimatpfleger  Herbert Dülme und Detlev Steinhoff, Förderverein historisches Obermarsberg.

In einer Ausstellungsreihe im Museum der Stadt Marsberg in Obermarsberg präsentiert sich diesmal Erlinghausen als ein Ortsteil der Stadt. Rechts: Ortsheimatpfleger  Herbert Dülme und Detlev Steinhoff, Förderverein historisches Obermarsberg.

Foto: Annette Dülme

Obermarsberg.   In Marsberg präsentieren sich nach und nach die Dörfer im Stadtmuseum. Jetzt ist Erlinghausen dran. Zu Wort kommen auch Jugendliche mit Wünschen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

In dem Museum der Stadt Marsberg in der ehemaligen Grundschule in Obermarsberg sollen sich alle Ortsteile der Stadt wiederfinden. In der oberen Etage entstehen momentan mehrere Themenräume zum Schulleben anno dazumal und heute oder der Glasindustrie. Zwei Räume werden den Dörfern „gehören“. Parallel läuft eine Ausstellungsreihe, in denen sich die Ortsteile mit ihrer Vergangenheit und Zukunft präsentieren können. Nach Westheim im vergangenen Jahr stellt sich von Mai bis Ende August Erlinghausen in einer Sonderausstellung „Erlinghausen - immer auf der Höhe“ vor mit einem Aktionstag und mit zwei Vortragsabenden, in dem ein Landsatiriker zu Wort kommt aber auch der „deutschen Dorfpapst“.

Eröffnet wird die Ausstellung feierlich am Sonntag, 12. Mai, ab 11 Uhr.

Blick auf das Hier und Jetzt im Zentrum

Der Kreis der Ortsgemeinschaft aus Vereinen, Kirchengemeinde, Familienzentrum und Ortsbürgermeister Thomas Schröder hat unter Führung des Ortsheimatpflegers Herbert Dülme Vorschläge und Ideen gesammelt und zu r Ausstellung zusammengebracht. „Früh kristallisierte sich heraus, dass wir unser Dorf schwerpunktmäßig im Jetzt und Hier zeigen wollen“, stellt der Ortsheimatpfleger das Ausstellungskonzept vor, mit dem sich Erlinghausen modern und in die Zukunft ausgerichtet präsentieret. Auch der geschichtlichen Entwicklung des Dorfes einen Platz einräumen wird.

Prognosen für die Gemeinde mit Planungen und Zielen

In der Ausstellung zeigen sich die Vereine an ihren Ständen mit ihren vielfältigen Aktivitäten, mit denen sie das Dorfleben gestalten. Die Kirchengemeinde stellt ihre aktuellen Prognosen für die Gemeinde mit Planungen und Zielen für die Zukunft vor. Die KLJB war im Dorf unterwegs und befragte erwachsene Bürger, was ihnen an Erlinghausen gefällt und die Jugendlichen, wie sie sich den Ort in 50 Jahren vorstellen. Das Ergebnis wird ebenfalls präsentiert. Genau so der neue Film über Erlinghausen: Er ist zweieinhalb Stunden lang und zeigt das Dorfleben von heute in allen Facetten. Er wird mit dem Heimatfilm von 1960 parallel in einer Dauerschleife laufen. In einem weiteren Bereich werden Multimediashows das Bild des Ortes abrunden.

Aktionstag am, Sonntag, 19. Mai, geplant

„Wir wollen uns aber nicht nur plakativ präsentieren, sondern auch aktiv und lebendig“, so der Ortsheimatpfleger weiter. Ein Aktionstag am, Sonntag, 19. Mai, ab 11 Uhr wird von allen Vereinen und Gruppierungen gestaltet. Feuerwehr und Schützenverein laden zum Frühschoppen mit Grillimbiss ein.

Humorvoller Blick aufs Landleben

An den Ständen der Vereine wird es Aktionen geben. Herbert Dülme: „Dieser Tag soll besonders auch diejenigen ansprechen, die den geselligen Austausch lieben und den aktiven Kontakt suchen.“ Ausklang ist gegen 19 Uhr. An diesem Tag steht ein Bustransfer zwischen Erlinghausen und Obermarsberg bereit.

Durch zwei Vorträge wird das Programm abgerundet. So wird der Landsatiriker Udo Reineke am Donnerstag, 6. Juni, ab 19 Uhr humorvoll das Landleben beleuchten. Mit seinem neuen Programm „Ergriffensein vom Nix“ wagt der Dorfaktivist und Landkenner einen Rundumschlag zur aktuellen Situation von Landleben und Kirche. Was tun, wenn die Wölfe zurückkehren, die Zuckerfabrik schließt, der Priestermangel zuschlägt und „wir endlich auf uns selbst gestellt sind?“ Udo Reineke kommt aus Warburg und ist seit fast 30 Jahren auf den Kleinkunstbühnen in Ostwestfalen und Nordhessen unterwegs.

Der Dorfpapst – Anwalt des Dorfes zu Gast

Antworten auf diese Fragen gibt der Humangeograph Prof. Dr. Gerhard Henkel aus Fürstenberg in seinem Vortrag „Rettet das Dorf! Was jetzt zu tun ist“ am Donnerstag, 4. Juli, ab 19 Uhr im Museum. Seit Jahrzehnten befasst er sich mit der historischen und aktuellen Entwicklung des ländlichen Raums. Er war Begründer und Leiter des Bleiwäscher Kreises für Dorfentwicklung von 1978 bis 2008. Er ist bekannt als „Anwalt des Dorfes“ und „deutscher Dorfpapst“ und hat mehr als 300 Publikationen verfasst und über 500 Vorträge gehalten.

Hier finden Sie noch mehr Nachrichten, Fotos und Videos aus dem Altkreis Brilon.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben