Politik

Wie zwölf Bürgermeister und Landrat sich im HSK vernetzen

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Wolfgang Fischer ist derzeit Sprecher der Bürgermeister im HSK

Wolfgang Fischer ist derzeit Sprecher der Bürgermeister im HSK

Foto: Jana Naima Schopper / WP

Olsberg/Hochsauerlandkreis.  In Konferenzen tauschen sich die HSK-Bürgermeister und der Landrat regelmäßig aus. In der Corona-Krise haben die Sitzungen zusätzliche Bedeutung.

„Hauptverwaltungsbeamtenkonferenz“ ist in trockenem Amtsdeutsch die offizielle Bezeichnung eines wichtigen Instrumentes, mit dem die zwölf HSK-Kommunen und der Hochsauerlandkreis gemeinsame Fragen besprechen oder ihr Vorgehen abstimmen.

Regelmäßig treffen sich dafür Landrat Dr. Karl Schneider und die Bürgermeister der Städte und Gemeinden im Hochsauerlandkreis. Aufgrund der aktuellen Einschränkungen finden die Treffen derzeit vor allem als Telefon- oder Videokonferenzen statt. Doch gerade in der Corona-Pandemie hat der Austausch auf Spitzen-Ebene nochmals an Bedeutung gewonnen.

Wolfgang Fischer ist Sprecher der Bürgermeister

„Viele Fragen betreffen den Hochsauerlandkreis und die Kommunen gemeinsam“, weiß Landrat Dr. Karl Schneider, „die enge Abstimmung hilft allen Beteiligten, Lösungen zu finden, die den Städten und Gemeinden weiterhelfen und zudem möglichst nah an der Bürgerschaft sind.“ Beispiele dafür sind, wie die Angebote der Kommunalverwaltungen trotz eingeschränkten Besucherverkehrs aufrechterhalten werden können oder welche Möglichkeiten Online-Services bieten. „Es ist unser Ansinnnen, dass die Kommunen im HSK weitgehend einheitlich operieren“, ergänzt Wolfgang Fischer. Der Bürgermeister der Stadt Olsberg ist seit dem Herbst Sprecher der zwölf HSK-Bürgermeister.

Akzeptanz bei Bürgern schaffen

Üblicherweise treffen sich die „Hauptverwaltungsbeamten“ – so die formale Bezeichnung der Bürgermeister als Leiter von Verwaltungen – vierteljährlich auf Einladung des Landrates. In Pandemie-Zeiten hat sich die Frequenz erhöht. „Etliche Telefonkonferenzen“, so Wolfgang Fischer, hätten seit dem vergangenen Frühjahr stattgefunden: „Die Themen liegen auf der Straße.“ Unterstützung für Vereine und Verbände in Corona-Zeiten, die Umsetzung der Hygiene-Vorgaben des Landes NRW an den Schulen vor Ort oder – wie nach dem ersten Lockdown – das „Hochfahren“ des Vereinssports. „Wenn die Kommunen einheitlich vorgehen, ist das Vorgehen für Bürgerinnen und Bürger vor Ort leichter nachvollziehbar – und trifft auf höhere Akzeptanz“, ergänzt Landrat Dr. Schneider. Wolfgang Fischer: „Uns ist es wichtig, dass wir mit einer Stimme sprechen.“

Doch neben der Corona-Pandemie spielt auch das kommunale „Tagesgeschäft“ eine wichtige Rolle in den regelmäßigen Konferenzen. Zum Beispiel, dass die Region mit dem Beginn der neuen Wahlperiode bestmöglich in übergeordneten Verbänden und Gremien vertreten ist – etwa dem Städte- und Gemeindebund NRW mit seinen Ausschüssen, dem interkommunalen Dienstleister Südwestfalen-IT (SIT) oder auch der Arbeitsgemeinschaft historischer Stadt- und Ortskerne in NRW, die Meschedes Bürgermeister Christoph Weber unlängst zu ihrem stv. Vorsitzenden gewählt hatte. Dr. Karl Schneider: „Hier geht es um eine interkommunale Arbeitsteilung – und darum, dass wir als Hochsauerlandkreis in den Gremien mitreden.“

Region gemeinsam entwickeln

Letztlich hat die Zusammenarbeit und die enge Abstimmung zwischen HSK und anderen Kommunen noch einen weiteren positiven Effekt, unterstreicht Bürgermeister Wolfgang Fischer: „Wenn Dinge von Anfang an im Schulterschluss besprochen werden, gibt es weniger Reibungsverluste.“ Und davon profitieren am Ende alle Bürgerinnen und Bürger - Landrat Dr. Schneider: „Schließlich ist es unser gemeinsames Ziel, an einer attraktiven, lebens- und leistungsfähigen Region zu arbeiten – während Corona, und hoffentlich in absehbarer Zeit auch wieder nach Corona.“

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