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Winter-Deko mit den Materialien aus der Natur basteln

Statt eines Blumentopfes kann auch eine alte Tasche genommen werden.

Foto: Lena Kley

Statt eines Blumentopfes kann auch eine alte Tasche genommen werden. Foto: Lena Kley

Brilon.  Materialien von draußen sind einfach zu bekommen und kosten nichts. Waldpädagogin Bernhardine Denzin teilt Tipps zum Basteln Ästen, Erde und Co.

Im Winter ziehen sich viele Menschen gerne bei dem kalten Wetter ins Heim zurück – auf ein Stückchen Natur müssen sie dabei nicht verzichten. Bernhardine Denzin aus Bad Wünnenberg erklärt uns in vier Anleitungen, wie sie Naturmaterialien zu Deko verarbeitet.

Seit 2011 ist sie zertifizierte Waldpädagogin und arbeitet freiberuflich. Nächstes Jahr organisiert sie im Sauerland eine Kinderfreizeit im Jugendwaldheim vom 16. bis zum 20. Juli. Sie arbeitete unter anderem dieses Jahr von Februar bis November bei der Landesgartenschau in Bad Lippspringe bei der Umwelt-Bildungs-Initiative OWL im Projekt „Urban Gardening“ mit. Neben der Waldvermittlung bietet sie Therapiehund-Stunden an, aber auch Filzkurse bei der VHS in Marsberg.

Neben der Wolle, die Denzin gerne einbaut, findet sie Bastelutensilien auch in der Natur. Wichtig ist, dass Waldbesucher nur Fundstücke mitnehmen, die nicht unter Naturschutz stehen: „Man sollte auch darauf achten, dass man wirklich nur so viele Materialien aus der Umwelt sammelt, wie man braucht“, betont Denzin. Anschließend sollten die Sachen eine Weile draußen liegen. Zum einen, um sie trocknen zu lassen, zum anderen, damit die kleinen Tierchen herauskommen können. So gelangen die kleinen Krabbler nicht ins Haus.

„Weihnachtsmänner“ – Schwierigkeitsgrad 1

Unter Anleitung können auch Kinder den Ast zunächst schräg abschneiden. Danach die Schnittstelle gut abschleifen, die Mütze aufmalen und die Kugeln aus farbiger Wolle mit ein bisschen Spucke drehen. Der Heißkleber hilft, die Kugel am Ast zu befestigen.

„Blumentasche“ – Schwierigkeitsgrad 2

Alte, kaputte Sachen so bearbeiten, dass sie wieder neu eingesetzt werden können – das bedeutet Upcycling. So hat Bernhardine Denzin dieser Tasche als Blumenträger wieder neuen Sinn gegeben. Alternativ können auch alte Handschuhe oder Blechdosen bepflanzt werden.

Zunächst kommt Drainage in die Tasche — dafür eignen sich Steine und Schafswolle. Anschließend torffreie Erde darüber streuen und dann die Tasche nach Belieben bepflanzen und dekorieren – zum Beispiel mit Tannenzapfen und Kapuzinerkresse.

„Das grüne Tamagotchi“ – Schwierigkeitsgrad 3

Die Grasköpfe müssen tagtäglich gepflegt werden, bescheren ihrem Besitzer dafür wunderschöne grüne Haare.

Netzstrümpfe an einem Ende zubinden und über ein Glas stülpen. Dann ½ Löffel Grassamen in den Strumpf schütten und das Ganze mit Sägemehl auffüllen. Wichtig ist, dass die Grasköpfe nicht in Staunässe stehen. Anschließend zubinden und in der Mitte das Gewebe abbinden, so dass eine Nase entsteht. Eine Heißklebepistole hilft, Wackelaugen anzubringen. Wer möchte, kann zusätzlich noch Mund, Schnurrbart oder Augenbrauen anmalen.

„Buchgarten“ – Schwierigkeitsgrad 4

„Eigentlich sind Bücher ja zum Lesen da“, bekräftigt Bernhardine Denzin. Wer trotzdem Bücher übrig hat, kann sie so noch sinnvoll einsetzen. Zunächst sollte der Bastler entscheiden, wo das Buch aufgeschlagen bleibt. Anschließend alle Seiten gut verleimen und zum Trocknen zusammenpressen. Dann mit einem Cutter eine beliebige Form ausschneiden und diese mit Folie verkleiden – Kinder müssen dies unter Aufsicht der Eltern machen. Darauf kommt Sand. Sukkulenten eignen sich am besten zum Bepflanzen, da sie nur besprüht werden. Für diese Jahreszeit macht sich auch ein kleiner Tannenbaum gut. Aufgrund des Papiers taugt diese Dekoration auch als Geschenk, weiß Bernhardine Denzin: „Dazu kann man etwas Nettes schreiben und dann noch beliebig mit Kordeln, Glitzer und Steinchen dekorieren!“

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